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Nach FSK-Streit: „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll darf jetzt doch ins Kino

Nach FSK-Streit: „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll darf jetzt doch ins Kino

Nach FSK-Streit: „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll darf jetzt doch ins Kino

Schauspieler Armie Hammer in „Citizen Vigilante“, Regisseur Uwe Boll
Schauspieler Armie Hammer in „Citizen Vigilante“, Regisseur Uwe Boll
Film-Rächer Sanders (Armie Hammer) in „Citizen Vigilante“, Filmemacher Boll: „Man will, dass den Film möglichst wenige Menschen sehen, weil er die Realität auf Europas Straßen zeigt.“ Foto: www.bollfilms.de
Nach FSK-Streit
 

„Citizen Vigilante“ von Uwe Boll darf jetzt doch ins Kino

Erst verweigert die FSK dem Actionthriller „Citizen Vigilante“ eine Freigabe, dann macht Elon Musk den Film im Netz bekannt. Nun darf Uwe Bolls umstrittener Streifen doch ins Kino.
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WIESBADEN. Die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) der Filmwirtschaft hat Uwe Bolls Actionthriller „Citizen Vigilante“ nun doch eine Altersfreigabe erteilt. Der Film erhielt nach Angaben der FSK ein Kennzeichen ab 18 Jahren. Die Freigabe gilt allerdings zunächst nur für die Kinos, nicht für Streamingdienste, Downloads, DVDs usw.

Damit ist der Weg für einen Kinostart grundsätzlich frei. Ein konkreter Starttermin des Verleihers Kinostar steht allerdings noch nicht fest.

Für eine spätere Auswertung im Heimkino muss der Film erneut geprüft werden, weil dort andere jugendschutzrechtliche Vorgaben gelten. Zuvor hatte die FSK dem Film zweimal ein Kennzeichen verweigert. Das Gremium sah unter anderem eine schwere Jugendgefährdung, eine mögliche Gewaltverherrlichung und eine „filmische Etablierung von Selbstjustiz“. Ein Verbot bedeutete die fehlende Freigabe allerdings nicht. Kinos hätten den Film auch ohne FSK-Kennzeichen zeigen können, müssten dann aber selbst das juristische Risiko tragen.

Elon Musk machte den Streifen weltweit bekannt

„Citizen Vigilante“ erzählt von einem Einzelgänger, der in einer europäischen Stadt kriminelle Migranten und korrupte Richter jagt. Boll besetzte die Hauptrolle mit dem früheren Hollywoodstar Armie Hammer. Gedreht wurde unter anderem in Zagreb.

Der Regisseur weist den Vorwurf der Selbstjustiz-Verherrlichung zurück. „Citizen Vigilante“ sei „keine Aufforderung zur Selbstjustiz, sondern das genaue Gegenteil, nämlich eine Warnung davor“, sagte er im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT. Es gehe darum, „was passiert, wenn Politik und Polizei die Bürger alleine lassen“.

Für Aufmerksamkeit sorgte der Fall zuvor vor allem durch Elon Musk. Boll hatte die verweigerte Freigabe als politische Zensur kritisiert und sich in einer Videobotschaft direkt an den Tech-Unternehmer gewandt. Musk veröffentlichte den Film daraufhin auf seiner Plattform X. Dort erreichte „Citizen Vigilante“ nach Bolls Angaben innerhalb weniger Tage Millionenaufrufe.

Boll will „Citizen Vigilante“ fortsetzen

Nun versucht Boll, die Debatte um den Film weiter zu nutzen. Nach Medienberichten planen mehrere Kinoketten „Citizen Vigilante“ bereits in ihren Systemen ein. Ob und in welchem Umfang der Film tatsächlich gezeigt wird, bleibt offen.

Der Regisseur arbeitet angeblich schon an einer Fortsetzung. Nach der verweigerten Freigabe und der anschließenden Veröffentlichung auf X dürfte der Film deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten haben, als es ohne den Streit mit der FSK der Fall gewesen wäre. (rr)

Film-Rächer Sanders (Armie Hammer) in „Citizen Vigilante“, Filmemacher Boll: „Man will, dass den Film möglichst wenige Menschen sehen, weil er die Realität auf Europas Straßen zeigt.“ Foto: www.bollfilms.de
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