Rundfunkrat

Bayerischer Rundfunk lehnt Markwort als Mitglied im Kontrollgremium ab

MÜNCHEN. Der Bayerische Rundfunk (BR) hat die Entsendung des FDP-Landtagsabgeordneten Helmut Markwort in den Rundfunkrat des Senders abgelehnt. Als Grund nannte der BR laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa mögliche Interessenskonflikte Markworts wegen Beteiligungen an privaten Radiosendern.

Der Politiker war vor seiner Wahl ins Maximilianeum Mitte Oktober als Moderator des BR-Sonntagsstammtisches für den Sender tätig. Der Landtag hatte zuvor zwölf Abgeordnete in das Gremium gewählt. Die anderen elf Parlamentarier wurden nach dpa-Informationen akzeptiert. Nur die Entsendung Markworts entspreche nicht den Vorgaben des Rundfunkgesetzes, entschied das Aufsichts-und Kontrollgremium.

Der Landtag soll nun nach dem Willen des BR einen anderen Kandidaten wählen. Der ehemalige Mitherausgeber und Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus kritisierte die Entscheidung. Der Bayerische Rundfunk wolle sich seine Kontrolleure selbst aussuchen, sagte der 82jährige auf dpa-Anfrage. (tb)

FDP-Politiker Helmut Markwort bei der konstituierenden Sitzung des Bayerischen Landtags in der Funktion des Alterspräsidenten Foto: picture alliance/Sven Hoppe/dpa

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