MÜNCHEN. Die Grünen im Bayerischen Landtag haben einen Antrag eingebracht, der künftig verhindern soll, dass in der Öffentlichkeit lange Schlangen vor Damentoiletten entstehen. In dem als „Frauen müssen übrigens auch mal“ betitelten Antrag wird die Staatsregierung aufgefordert, Bauverordnungen künftig so zu gestalten, dass „in Versammlungsstätten eine gleiche Anzahl an Toilettenanlagen für Damen und Herren vorgeschrieben wird“.
„Diese Schlangen vor dem Frauenklo sind politisch gewollt“, sagte die Grünen-Abgeordnete Julia Post im Zusammenhang mit dem Antrag in einem Instagram-Post. Derzeit schreibe das Gesetz vor, dass „mehr Männertoiletten gebaut werden müssen. Und das, obwohl Frauen a) öfter müssen und b) länger brauchen“. Ein neues Gesetz solle daher Abhilfe schaffen.
Machen die Pissoirs den Unterschied?
Post bezieht sich damit mutmaßlich auf den Paragraphen Paragraph 12 der Bayerischen Versammlungsstättenverordnung. Darin ist festgelegt, dass in Versammlungsstätten pro hundert Besuchern rund 1,2 Sitztoiletten für Damen und 0,8 Sitztoiletten sowie 1,2 Pissoirs für Herren angeboten werden müssen. Werden die Urinale mitgezählt, haben Herrentoiletten demnach insgesamt mehr Klos, dafür allerdings weniger Sitztoiletten. Bei 1.000 Besuchern macht das zwölf Toiletten für Frauen und acht Sitztoiletten für Männer plus zwölf Pissoirs.
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Diese Verordnung soll nach Willen der Grünen so angepasst werden, dass Damen und Herren künftig die exakt gleiche Gesamtzahl an Toiletten zur Verfügung steht. Sie hoffe, dass die CSU dem Antrag kommende Woche zustimme, erklärte Post. (lb)






