Kinderhaende

Streiflicht
 

Frankreich, du hast es besser

Kinderhaende
Kinderhände: In der deutschen „Familienpolitik“ geht es mehr um feministische „Gleichstellungspolitik“ als um Familien mit Kindern Foto: Pixelio/Rainer Freynhagen

Wie stöhnen die Franzosen derzeit über ihren gefallenen IWF-Präsidenten Dominique Strauss-Kahn, der in New York wahlweise ein Zimmermädchen vergewaltigt haben oder in eine Sexfalle gelockt worden sein soll; wie seufzen sie andererseits über das keimende Mutterglück ihrer Première Dame Carla Bruni-Sarkozy. Ein Ereignis, das der Élysée-Palast, um den PR-Effekt zu steigern, als Staatsgeheimnis behandelte, um die rührende Nachricht beim Weltwirtschaftsgipfel um so glanzvoller darbieten zu können.

So gibt das Präsidentenpaar in jedem Fall ein Vorbild für seine Landsleute, welchen Sinn die Ehe hat und welchen gemeinschaftlichen Zweck die Sexualität letztlich zu erfüllen hat. Unterstrichen wird dies durch die Nachricht, daß unsere westlichen Nachbarn dabei sind, ihre Geburtenrate wieder knapp über 2,0 Kinder pro Frau zu steigern – und dies offenbar nicht nur aufgrund der höheren Fruchtbarkeit von Einwandererfamilien. 

Trostlos indessen in dieser Hinsicht die Lage in Deutschland. Daß das Land von einer kinderlosen Bundeskanzlerin und einem schwulen Außenminister geführt wird, paßt ins Bild. Die Geburtenrate bewegt sich seit dreißig Jahren auf einem selbstmörderisch niedrigen Niveau von 1,4 Kindern pro Frau. Neben Hongkong bilden die Deutschen das traurige Schlußlicht der weltweiten Geburtsstatistik. Sarrazin hat uns erst kürzlich noch einmal haarklein vorgerechnet, daß sich das deutsche Volk damit in mehreren Generationen abschafft. Nichts passiert. Wir schaffen zwar einen absurd-blitzartigen Ausstieg aus der Kernenergie, nicht aber aus einer blamabel kinder- und familienfeindlichen Politik, wie sie seit 1968 systematisch umgesetzt wird.

Groteske feministische „Gleichstellungspolitik“

Statt um Kinder und Familie dreht sich in der deutschen „Familienpolitik“ alles um eine groteske feministische „Gleichstellungspolitik“ sowie Lobbyinteressen kleiner sexueller Minderheiten. Daran hat sich auch nichts geändert, seit eine als konservative Hoffnung angetretene CDU-Politikerin Kristina Schröder das Amt von der „Gender Mainstreaming“-Propagandistin und Alice-Schwarzer-Freundin Ursula von der Leyen übernommen hat.

Es findet keine Analyse statt, weshalb Länder wie Frankreich oder Amerika eine höhere Geburtenrate bewerkstelligen. Es muß eine Frage des kollektiv mobilisierten Überlebenswillens sein, welchen Rang eine Familie mit Kindern in der gesellschaftlichen Wertehierarchie einnimmt – jenseits aller materieller Aspekte und der Frage überstrapazierter „Betreuungsmöglichkeiten“.

Das Bundesfamilienministerium setzt indes völlig andere, entgegengesetzte Signale. Die Ministerin ließ in der vergangenen Woche bekanntgeben, gemeinsam mit dem „Lesben- und Schwulenverband Deutschland“ (LSVD) ein Qualifizierungsprojekt zum Thema „Homosexualität und Familien“ auszuloben. Uns geht es offenbar immer noch viel zu gut. 

JF 24/11

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles