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Angriffe auf Journalisten: Wetterleuchten einer neuen RAF

Angriffe auf Journalisten: Wetterleuchten einer neuen RAF

Angriffe auf Journalisten: Wetterleuchten einer neuen RAF

Ein Linksextremist tritt auf einen am Boden liegenden Reporter von „Apollo“ ein: Gewalt wird eingepreist. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vasily Krestyaninov. Vorboten einer neuen RAF.
Ein Linksextremist tritt auf einen am Boden liegenden Reporter von „Apollo“ ein: Gewalt wird eingepreist. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vasily Krestyaninov. Vorboten einer neuen RAF.
Ein Linksextremist tritt auf einen am Boden liegenden Reporter von „Apollo“ ein: Gewalt wird eingepreist. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vasily Krestyaninov
Angriffe auf Journalisten
 

Wetterleuchten einer neuen RAF

Öffentlich und für jeden sichtbar rechtfertigt die linksextreme Szene Angriffe auf Journalisten. Und warum auch nicht? Von ihren politischen Verbündeten von Linkspartei, Gewerkschaften und Kirchen braucht sie keinen lauten Widerspruch zu befürchten. Ein Kommentar von Henning Hoffgaard.
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Da sitzen sie also am Sonntag auf einem Platz in Erfurt und stehen den Medien Rede und Antwort. Nicht allen Medien natürlich, sondern nur denen, die freundlich berichten. Die Sprecher des „Widersetzen“-Bündnisses, das angekündigt hatte, mit tausenden gewaltbereiten Linksextremisten den AfD-Parteitag in der Stadt zu verhindern, machen kein Geheimnis daraus, was diesem Land noch blühen könnte: eine neue RAF.

Man darf sich vom zirkusgleichen Aussehen der Sprecher des Bündnisses nicht täuschen lassen. Ein schwarzer Migrant, eine Frau mit Problempony und Heinrich-Himmler-Blick sowie eine hochaggressive Transe im Zebrakostüm. Sie sind es, die Feindeslisten führen, und machen auch gar kein Geheimnis daraus, wer da draufsteht.

Öffentlich werden Straftaten angekündigt

Journalisten der JUNGEN FREIHEIT oder Apollo etwa. Das seien nämlich gar keine Journalisten, sondern „Faschisten mit Presseausweis“. Sie wurden, teilweise im Beisein der „Widersetzen“-Sprecher, von einem linksextremen, völlig enthemmten Mob attackiert. Mehrere Reporter von Apollo wurden regelrecht durch die Straßen gejagt, niedergeschlagen und am Boden liegend mit Tritten gegen den Kopf traktiert. Wer das macht, will töten. Wer das macht, ist eine Gefahr für die Gesellschaft. Wer das macht, gehört nicht auf die Straße, sondern hinter Gittern.

Es dürfte recht einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik sein, dass eine solch hochgefährliche Truppe, die nie ein Geheimnis daraus gemacht hat, dass Straftaten ganz selbstverständlich zu ihrem Repertoire zählen, vor laufenden Kameras ihre Gewaltagenda vorstellt und auch CDU und BSW als Ziele ihrer „Aktionen markiert“ und keinen scheint es zu interessieren (JF berichtete). Die alte RAF begann mit Brandanschlägen auf ein Kaufhaus, die neue RAF nimmt gleich direkt Menschen ins Visier.

Linke Gewalt wird bewusst eingepreist

Und die Politik? Es kümmert sie nicht, obwohl sich all das für jeden sichtbar in der Öffentlichkeit entfaltet. Im Gegenteil: Der Bundestagsvizepräsident und abgewählte Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow verschweigt die Angriffe auf Pressevertreter dreist und absichtlich. „Wieviel Hass und Hetze musste ich lesen und wieviel Beleidigungen – weil ich gesagt habe: Von den Aktionen des Bündnisses Widersetzen wird keine Gewalt ausgehen“, schreibt er auf X. Vor dem Parteitag hatte er das linksradikale Bündnis ausdrücklich unterstützt.

Auch Katrin Göring-Eckardt lügt. „In Erfurt verlief es ruhig und friedlich. Sagt die Polizei!“, schreibt sie da freudig auf X. Dabei hatte die Polizei die Übergriffe auf Journalisten ausdrücklich erwähnt. Doch es interessiert diese Frau offensichtlich nicht, wenn ein Mob versucht, Reportern den Schädel einzutreten. Weil sie gedanklich nämlich nicht weit weg sind von denjenigen, die zuschlagen. Das ist ihr politisches Vorfeld. Noch nie haben sich die Grünen glaubhaft von linker Gewalt distanziert, sie wird sogar bewusst eingepreist.

Auch die Kirchen machen ungeniert mit

„Widersetzen“ taucht nicht im Verfassungsschutzbericht auf. Warum eigentlich? Das Bündnis hatte bereits im vergangenen Jahr zu Blockaden und Straftaten aufgerufen, um die Gründung der AfD-Jugend zu verhindern. Angriffe auf Polizisten, vermummte Gewalttäter und eine enthemmte Sprache der Gewalt reichen dem Inlandsgeheimdienst offenbar nicht aus, um doch mal genauer hinzuschauen.

Und auch die Kirchen machen mit. In der evangelischen Kaufmannskirche in Erfurt etwa können Unterstützer des Netzwerks ein Blockadetraining durchführen. Statt „Liebe deinen Nächsten“ lernt man jetzt, seinem ungeliebten Nächsten die Zähne auszuschlagen.

Wie weit die Sympathie für die linken Schlägerbanden reicht, zeigt ein kurzer Blick in die sozialen Netzwerke. Wenn die Angriffe, wie bei Ramelow oder Göring-Eckardt, nicht ganz verschwiegen werden, feiert man sie ganz offen. Das „Zentrum für politische Schönheit“ etwa – das Kooperationspartner von Schulen im rot-grünen Niedersachsen ist, wenn es gegen die AfD geht – verharmlost die Angriffe und verweist schon mal auf die Ermordung des SA-Mannes Horst Wessel durch Kommunisten.

Die gescheiterten Blockaden werden die Antifa weiter radikalisieren

Erfreulich ist, dass zumindest ein Teil der Medien die Angriffe auf Apollo und die JF verurteilt. Sie wissen ganz genau, sie könnten die Nächsten sein. Und sie werden die Nächsten sein. Denn die roten Taliban haben erst begonnen. Dass es ihnen nicht gelungen ist, den AfD-Parteitag zu blockieren, sorgt schon jetzt für Frust und Wut in der Antifa-Szene. Sie wurde spielend ausgedribbelt von der Polizei, die die AfD-Delegierten längst in die Halle eskortiert hatte, als die ersten Blockaden begannen.

Am Ende musste sich „Widersetzen“ damit begnügen, völlig unbedeutende Waldwege zu blockieren, die kein Mensch nutzt, auf Autobahnen zu campieren, die längst gesperrt waren, und Straßenbahnen zu blockieren, die gar nicht fuhren. Ein einziges Desaster.

Aber der Trick mit dem Früheraufstehen wird nur einmal funktionieren. Noch mal wird das nicht funktionieren. Da weite Teile der Politik, auch die CDU hält sich auffallend zurück – vielleicht, weil sie ganz glücklich ist, dass es die politische Konkurrenz der AfD trifft –, diese Gewalttaten nicht anprangern, wird sich die Antifa-Szene ermutigt sehen, noch brutaler gegen politische Gegner vorzugehen.

Was wäre wohl los, wenn Rechte das gemacht hätten?

Wer die AfD wahrheitswidrig als Wiedergeburt der NSDAP bezeichnet, braucht sich nicht zu wundern, wenn die linksextreme Szene sich ermächtigt fühlt, das „Problem“ dann selbst zu lösen. Kirchen, Gewerkschaften, die linke „Zivilgesellschaft“: Sie alle haben das Treiben der AfD-Gegner hingenommen, sie alle haben mitgetreten.

Es ist müßig zu fragen, was in diesem Land wohl los wäre, wenn Rechte einen Parteitag der Linkspartei verhindern würden und dann linke Journalisten angreifen. Bis hinauf zum Bundespräsidenten würde gewarnt, gemahnt und kritisiert. Und das ja auch zu Recht. Aber in der Realität passiert das nicht. Niemand in der AfD käme auf die Idee, Rechtsextreme aus dem Bundestag heraus anzufeuern, jetzt bitte Linkspartei- und Grünenparteitage zu sabotieren. Es ist auch diese Doppelmoral, die zum Aufstieg der AfD geführt hat.

Dieses Land geht dunklen Zeiten entgegen. Vielleicht, nur vielleicht, sind die Warnungen vor einem neuen Weimar ja doch nicht so weit hergeholt. Nur die politischen Vorzeichen können sich geändert haben.

Ein Linksextremist tritt auf einen am Boden liegenden Reporter von „Apollo“ ein: Gewalt wird eingepreist. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vasily Krestyaninov
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