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Habeck, Insvolvenz-Welle und Infektionsschutgesetz: Kaisers royaler Wochenrückblick

Habeck, Insvolvenz-Welle und Infektionsschutgesetz: Kaisers royaler Wochenrückblick

Habeck, Insvolvenz-Welle und Infektionsschutgesetz: Kaisers royaler Wochenrückblick

Vorhang auf für Kaisers Wochenrückblick Foto: picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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Habeck, Insvolvenz-Welle und Infektionsschutgesetz
 

Kaisers royaler Wochenrückblick

Nicht an ihren Worten, sondern Taten sollt ihr sie erkennen, lehrt uns die Bibel. So richtig und wichtig dieser göttliche Ratschlag auch ist, geben einem bereits die Worte eines Menschen manchmal schon sehr viel Auskunft darüber, wozu dieser fähig oder unfähig ist. So gesehen war der jüngste Auftritt von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im ARD-Gesprächsformat „Maischberger“ eine regelrechte Offenbarung. Der Vizekanzler wußte sich bisher als den „vernünftigen Grünen“ zu inszenieren. Viele meinten, er wäre auch der bessere Kanzlerkandidat für die Partei gewesen als die infantil daherkommende Annalena Baerbock. Doch nun enthüllte Habeck im ARD-Polit-Talk seine komplette Ahnungslosigkeit. Und das ausgerechnet im eigenen Zuständigkeitsbereich: Wirtschaft.

Auf die Frage der Moderatorin hin, ob er am Ende dieses Winters mit einer Insolvenz-Welle rechne, antworte der Grünen-Minister: „Nein, tue ich nicht. Ich kann mir vorstellen, daß bestimmte Branchen einfach erst mal aufhören zu produzieren.“ Mit dieser Antwort bediente Habeck so ziemlich alle Klischees, die Kritiker seiner Partei stets zugeschrieben haben. Was einmal mehr beweist, daß solche im Gegensatz zu blinden Vorurteilen in der Regel eben nicht vollends aus der Luft gegriffen sind. Selten zuvor hat es jemand geschafft, mit so wenigen Worten so vieles offenzulegen: Eine miserable Wirtschaftskompetenz, mangelndes Verständnis für die Nöte und Probleme von Arbeitern und Mittelstand sowie totale Weltfremdheit. Mit seiner intellektuellen Insolvenz-Erklärung bei „Maischberger“ ist Habeck der ultimative irreal-politische Hattrick gelungen.

Hakle und Görtz melden Insolvenz an

Die Insolvenz-Welle, die der Wirtschaftsminister nicht sehen will, ist derweil längst im Rollen. Nicht einmal jene Unternehmen sind vor ihr sicher, für die die Corona-Krise die reinste Goldgrube gewesen sein müßte. So sah sich in dieser Woche der Toilettenpapierhersteller Hakle dazu gezwungen, ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen. Der Düsseldorfer Konzern steht damit wahrlich nicht alleine da. Immer öfter trifft der Pleite-Hammer sogar alteingesessene Traditionsunternehmen, die selbst die beiden Weltkriege überlebt haben, aber nicht die inkompetente deutsche Regierungspolitik der vergangenen zwei bis drei Jahre. So mußte unter anderem die rheinland-pfälzische „Bischoff“-Brauerei nach 150 Jahren Insolvenz anmelden. Das Verfahren wurde bereits 2020 eröffnet. Der Familienbetrieb wollte sich allerdings in Eigenverantwortung sanieren. Dieser Plan ist gescheitert. Wohl nicht zuletzt an der verantwortungslosen Politik der Bundesregierung, die vor allem auch den deutschen Mittelstand vom Corona-Notstand direkt in die Energiekrise geschickt hat.

Ebenfalls nach 150 Jahren meldete die deutsche Schuhhandelskette Görtz Insolvenz an. Das Unternehmen begründet die aktuelle Entwicklung mit dem Ukraine-Krieg, der hohen Inflation und steigenden Energiepreisen, die zu „enormer Kaufzurückhaltung in den Filialen und im Onlinegeschäft“ geführt hätten. Hinzukommen wird wohl, daß die Deutschen nicht allzu dringend neue Schuhe brauchen dürften. Nachdem die Menschen dank Lockdown und anderer Freiheitseinschränkungen durch die Bundesregierung mehr als zwei Jahre lang kaum Gelegenheit hatten, ihre Schuhe abzulaufen – geschweige denn groß in ihnen auszugehen – dürften die alten Latschen noch bestens ins Schuß sein. Görtz will aber noch nicht aufgeben und weiter für seinen Fortbestand kämpfen. Vermutlich wird es ein Kampf gegen die Windmühlen der Ignoranz der eigenen Regierung sein.

Zu diesem Gefecht gegen die dumpfe Seite der Macht werden auch die Freunde der Freiheit in diesem Land bald wieder in höherem Maße verdammt sein. Der Bundestag hat in dieser Woche die neuste Faßung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit hängt das Damoklesschwert des Corona-Notstands auch weiterhin über unseren Köpfen – ungeachtet einer aktuellen Studie, deren Erkenntnisse die Regierung sicherheitshalber nicht vor der Verabschiedung der neuen Pandemie-Regeln veröffentlichen wollte. Dieser zufolge haben 95 Prozent der Bundesbürger Corona-Antikörper im Blut. Dennoch setzt die Politik für den kommenden Herbst weiterhin auf etliche Maßnahmen, deren Wirkung bereits in den vergangenen Jahren mehr als zweifelhaft war. Die Neurotiker der Macht haben den Zwang zur Normalität gemacht. Nur durch radikalen und überall wahrnehmbaren Ungehorsam gibt es vielleicht noch die Chance, diesem Maskenball des Wahnsinns ein Ende zu setzen.

Vorhang auf für Kaisers Wochenrückblick Foto: picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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