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Spott über Gender-Sendung: Blamage für Bayerischen Rundfunk: Schüler lassen sich nicht umerziehen

Spott über Gender-Sendung: Blamage für Bayerischen Rundfunk: Schüler lassen sich nicht umerziehen

Spott über Gender-Sendung: Blamage für Bayerischen Rundfunk: Schüler lassen sich nicht umerziehen

Ein Duden mit Gender-Stern (Symbolbild). Ginge es nach dem Bayerischen Rundfunk, würde der Neusprech noch weiter verbreitet werden Foto: picture alliance | Christian Ohde
Ein Duden mit Gender-Stern (Symbolbild). Ginge es nach dem Bayerischen Rundfunk, würde der Neusprech noch weiter verbreitet werden Foto: picture alliance | Christian Ohde
Ein Duden mit Gender-Stern (Symbolbild). Ginge es nach dem Bayerischen Rundfunk, würde der Neusprech noch weiter verbreitet werden Foto: picture alliance | Christian Ohde
Spott über Gender-Sendung
 

Blamage für Bayerischen Rundfunk: Schüler lassen sich nicht umerziehen

Vielleicht liegt es an den allerorts spürbaren Preissteigerungen, vielleicht an der Angst vor einem eiskalten und dunklen Winter. Möglicherweise sind es auch die Sorgen vieler Bürger, aufgrund der wirtschaftlichen Lage demnächst beim Arbeitsamt als Bittsteller aufschlagen zu müssen. Woran es auch liegen mag, es scheint nicht gut um die Einschaltquoten im Bayerischen Rundfunk (BR) zu stehen, die Menschen haben wohl Besseres zu tun.

Denn erst jetzt sind viele Nutzer in den sozialen Medien auf eine Sendung des BR aufmerksam geworden, die bereits mehrere Wochen zurückliegt. Der von den Zwangsabgaben der arbeitenden Bevölkerung finanzierte Sender hatte in Kooperation mit dem Mutterschiff ARD zum „Diversity Talk“, also „Vielfaltsgespräch“ geladen, bei dem es um das Gendern ging. Die Sendung richtete sich explizit an Schüler.

Moderatorin Claudia Stamm, die 2017 die Grünen verlassen hatte, weil die Partei ihr nicht links genug war, führte durch die Sendung. Ihre Begrüßung zeigte bereits, wo die Reise hingeht: „Herzlich willkommen, ihr Schülerinnen, herzlich willkommen, ihr Schüler. Herzlich willkommen, ihr Schüler*Innen, ihr Lernende und natürlich auch die Lehrkräfte, Lehrer, Lehrende. Ich hoffe, ich habe jetzt alle angesprochen und ich hoffe auch, es hat sich jetzt niemand irgendwie nicht angesprochen gefühlt.“

BR-Journalistin findet die deutsche Sprache „schwammig“

Im Anschluß ging es an eine digitale Live-Umfrage, bei der die Schüler aufgerufen wurden, sich zu der Frage „Was hältst du vom Gendern?“ zu äußern. Teilnehmen konnten Schulklassen, die sich vorher angemeldet hatten. Die Anmeldung lief über die Lehrkraft. Die Antwortmöglichkeiten lauteten „super“, „unnötig“ und „ist mir egal“. Das Ergebnis zeigte: Während sechs Menschen das Gendern „super“ fanden, war es elf „egal“, neun hielten es für „unnötig“. Die zweite Umfrage fiel sogar noch deutlicher aus. „Genderst du selbst?“ Beantworteten vier Personen mit „immer“, 13 mit „ab und zu“ und 16 mit „nie“.

Nach der für normale Menschen beruhigenden Erkenntnis, daß Deutschlands Jugend nicht der Rundfunk ist, ging es ans Eingemachte. Bei der Gretchenfrage „Wie hältst du es mit dem Gendern?“  gab sich die BR-Journalistin Julia Fritzsche pragmatisch. Auf die Frage, wie weit es gehen solle, ob wir demnächst „Bürger*Innensteige“ in der Straßenverkehrsordnung bräuchten, antwortete sie, die Gesellschaft müsse „mal schauen, wie weit es geht.“ Jetzt wäre es erst einmal ein Anfang, überhaupt von „Bürger*Innen“ zu sprechen, um alle einzubeziehen. Sie legte nach und bezeichnete die männliche Form als „schwammig“. Lese der Bürger von streikenden Arbeitern, wisse er schließlich nicht, ob sich auch Frauen darunter befänden. Als Journalistin müsse sie präzise sprechen.

Will der Rundfunk die Leute mürbe machen?

Der Einzige von fünf Gästen, der nicht gendern mochte, war Moritz Meusel. Der ehemalige Landesschülersprecher Bayerns kritisierte, daß es die Sprache verkompliziere. Julia Fritzsche sah das anders. Sie sehe sich ihrem journalistischen Berufsethos verpflichtet, genau zu berichten und attestierte der deutschen Sprache, „mangelhaft“ zu sein. Der BR-Pressesprecher Markus Huber war auch zugegen und gab Einblicke in den modus operandi seines Hauses. Beim BR behalte man sich vor, je nach Zielgruppe der jeweiligen Sendung zu gendern, oder eben nicht. Beim Jugendformat „Puls“ werde beispielsweise konsequent gegendert, bei Formaten für ein betagteres Publikum nicht.

Zum Ende der Sendung wurden die Ergebnisse der zu Anfangs erhobenen Gender-Umfrage aktualisiert und eingeblendet: Eine überwältigende Mehrheit fand es nach wie vor „unnötig“, gefolgt von Schülern, die zu dem Thema „keine Meinung“ hatten. Platz drei belegten diejenigen, die das Gendern erst seit der Debatte schlecht fanden. Abgeschlagen auf den letzten beiden Plätzen befanden sich alle, die ab jetzt oder nach wie vor für die neue Sprache waren. Daraufhin schlußfolgerte Moderatorin Claudia Stamm: „Dann müssen wir nächstes Jahr doch noch einmal darüber diskutieren.“

Nachdem also eine vierzigminütige Propagandasendung vom Otto Normalbürger verschmäht wurde, kündigt der Rundfunk weitere „Diskussionen“ an. Das klingt nach einer verzweifelten Drohung, doch vielleicht ist genau das der Plan der Öffentlich-Rechtlichen: Möglicherweise sollen die Leute so lange mürbe gemacht werden, bis sie freiwillig gendern. Hauptsache, Claudia Stamm und Julia Fritzsche lassen von ihnen ab.

Vielleicht würden mehr Angehörige der Massen freiwillig ihre Demokratieabgaben bezahlen, damit das Elend endlich ein Ende hat. Vielleicht würden die Leute sogar Erhöhungen in Kauf nehmen, wenn sie im Gegenzug nie wieder Abstrusitäten wie „non-binär“ und „genderqueer“ hören müßten. In jedem Fall könnte der mit acht Milliarden Euro Jahresbudget ausgestattete Zwangsfunk so einige Gender-Sendungen finanzieren und das unabhängig davon, ob die Mehrheit diese sehen will oder erst Wochen später auf Twitter davon erfährt. Es bleibt zu hoffen, daß es nicht so weit kommt.

Ein Duden mit Gender-Stern (Symbolbild). Ginge es nach dem Bayerischen Rundfunk, würde der Neusprech noch weiter verbreitet werden Foto: picture alliance | Christian Ohde
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