„Bild“ entlarvt vermeintliche Lügen Foto: JF
Kommentar

Über die Lügen in „Bild“

Der Ausflug der Bild-Zeitung in die harte Realität des multikulturellen „Willkommens“-Deutschland hat nicht lange gedauert. Nach der Kölner Sexattacken-Silvesternacht leistete sich Springers Boulevard-Flaggschiff ein paar Tage lang drastische Berichterstattung und rüttelte die Republik sogar mit der Veröffentlichung eines vertraulichen Polizei-Einsatzberichts wach, der die Lügen der Politiker gnadenlos entlarvte.

Vorbei. Bild ist wieder auf dem „Refugee Welcome“-Gleis und schwindelt und vernebelt wieder so dreist wie ehedem. Nun wollen uns die Wahrheitsapostel mit den großen Buchstaben weismachen, daß ja alles gar nicht so schlimm sei mit der Ausländerkriminalität. „5 Lügen“ will Bild ausgemacht und widerlegt haben – wir machen den Wahrheits-Check:

„Lüge 1: Alles Straftäter in den Flüchtlingsheimen“

Die alte Masche: Eine selbstgebastelte Pauschalbehauptung „widerlegen“, die so nie jemand aufgestellt hat. Natürlich sind nicht „alle“ Asylbewerber kriminell, abgesehen davon, daß praktisch jeder sich der Straftat der unerlaubten illegalen Einreise schuldig gemacht hat. Aber dieses Delikt wird par ordre de Mutti ja schon seit geraumer Zeit gar nicht mehr erfaßt, obwohl das Strafgesetzbuch das vorsieht.

Trotzdem ist die Kriminalitätsquote von Asylbewerbern signifikant höher als im Durchschnitt der einheimischen Bevölkerung – um das Drei- bis Vierfache, wie die Statistik der baden-württembergischen Polizei schon im November hieb- und stichfest nachgewiesen hat. Bild manipuliert derlei aussagekräftige Vergleiche mit dem Hinweis auf Zahlen des BKA weg, daß von Januar bis November 2015 zwar fast eine Million Asylbewerber registriert worden seien, diese aber „nur“ 186.235 Straftaten begangen hätten. Sollen wir uns darüber etwa auch noch freuen – rund zweihunderttausend Delikte, die nicht begangen worden wären, wenn die Alternativlos-Kanzlerin nicht die Grenzen für alle aufgerissen hätte?

„Lüge 2: Deutsche Frauen werden massenhaft sexuell belästigt“

Haben all die Frauen etwa gelogen, die sich nach dem Dammbruch in der Berichterstattung, den der „Exzeß“ der Kölner Silvesternacht aus dem ganzen Land mit einschlägigen Erlebnissen gemeldet haben? Jeder Fall ist einer zuviel. Die Belästigungen und Sex-Attacken durch Asylbewerber und Einwanderer bestimmter Herkunftsländer gibt es seit Jahren und Jahrzehnten, nur wurde bisher meist geschwiegen, sei es aus Scham oder aus politischer Korrektheit.

Die Massenübergriffe der Silvesternacht in mehreren Städten haben das Phänomen nur unübersehbar gemacht. Die Dunkelziffer ist dennoch hoch; viele Fälle wurden und werden nicht angezeigt oder nicht berichtet, weil die Betroffenen sich schämen oder resigniert haben, weil es nicht opportun und politisch korrekt erschien, weil auch die Polizei Anzeigen oft nur widerwillig entgegennimmt. Daß gerade viele moslemische Einwanderer aufgrund ihrer ethnisch-kulturellen Prägung europäische Frauen als Freiwild betrachten, ist gut dokumentiert.

Völlig daneben ist der Hinweis der Bild-„Aufklärer“, bei zwei Dritteln der Straftaten von Asylbewerbern gehe es gar nicht um Sexualdelikte, sondern um Körperverletzung, Diebstahl oder Fahrkartenfälschung: Sind das aus der Perspektive des Hauses Springer etwa läßliche Sünden?

„Lüge 3: Kriminelle Flüchtlinge suchen sich gezielt deutsche Opfer“

Daß die potentiellen Opfer für kriminelle Asylbewerber vor allem in der deutschen Noch-Mehrheitsbevölkerung zu finden sind, liegt ja wohl auf der Hand. Daß Deutsche als leichte Beute gelten, bei denen mehr zu holen ist bei geringerem Risiko, ist Fakt. Einwanderer aus dem afrikanischen und arabisch-moslemischen Kulturkreis sind nun mal keine grünwählenden deutschen Sozialarbeiter, sie bringen ihre eigenen kulturellen Prägungen mit. Wer mit unlauteren Absichten kommt, betrachtet Freundlichkeit und „Willkommenskultur“ als Schwäche und Einladung zur Selbstbedienung.

Und halten die Bild-Schreiber es im Ernst für eine beruhigende Nachricht, daß die Kriminalität vor allem in den Asylunterkünften deutlich zunimmt und sich zuerst gegen Mitbewohner richtet? Alle diese Unterkünfte stehen auf deutschem Boden, steigende Kriminalität macht sie zu Brutstätten der Gewalt und potentiell rechtsfreien Räumen, die vielerorts die Polizei rund um die Uhr im Dauereinsatz halten und von anderen Aufgaben abhalten und aus denen das kriminelle Potential jederzeit nach draußen überschwappen kann. Für die von ausländischen Banden dominierte organisierte Kriminalität sind Asylunterkünfte schon jetzt ein willkommenes Rekrutierungsgebiet. Nur Zyniker und Narren können so tun, als ginge das die deutsche Bevölkerung nichts an.

„Lüge 4: Die Syrer sind auch nicht besser als die anderen“

Erstens: Nicht alle, die als „Syrer“ einreisen, sind tatsächlich welche; seit dem Merkelschen Blankoscheck für „syrische Flüchtlinge“ vom vergangenen Sommer geben sich alle möglichen illegalen Einwanderer als solche aus, um einfacher an einen Aufenthaltstitel zu kommen.

Zweitens: Bild selbst gibt zu, daß „Syrer“ die meisten Straftaten begehen, weil sie nun mal die größte Gruppe sind. Da niemand genau weiß, wer da wirklich unter dieser Flagge eingereist ist, und diese Einreisen nach geltendem Recht ohnedies illegal waren, ist dieser objektive Kriminalitätszuwachs kein Trost und kein Anlaß zur Entwarnung.

Drittens: Wenn’s zum Herunterspielen taugt, ist die relative Kriminalitätsbelastung der einzelnen Gruppen für die Bild-Manipulatoren doch wieder interessant. Sich die „Syrer“ herauszupicken, um von der noch höheren Kriminalitätsquote der Zigeuner und Albaner vom Balkan, der Eritreer und Nigerianer abzulenken, ist zynische Leserverachtung.

„Lüge 5: Die Kriminalstatistik wird gefälscht!“

Das ist besonders dreist, denn ein paar Tage zuvor hat Bild selbst noch aufgedeckt, daß die Statistiken sehr wohl auf breiter Front manipuliert werden. Ein Sprecher des hessischen Innenministeriums hatte das der Zeitung indirekt sogar bestätigt. Ein Stuttgarter Beamter wurde in der Ausgabe vom 7. Januar im Zusammenhang mit der Silvester-Horrornacht mit dem Vorwurf zitiert: „Es ist unerträglich, was hier täglich unter den Teppich gekehrt wird.“

Anweisungen, Kriminalität von Asylbewerbern am besten gleich beiseitezulegen und jedenfalls tunlichst nicht zu veröffentlichen, sind aus mehreren Bundesländern bekanntgeworden. Der Europarat fordert die EU-Staaten sogar ganz offen zu solchen Maßnahmen auf; frustrierte Polizeibeamte, denen nach Köln der Kragen geplatzt ist, machen allenthalben die Vertuscherei öffentlich.

Nur Bild will davon auf einmal nichts mehr wissen und nie etwas gehört haben… Entweder sind die Redakteure dort schizophren, oder eben doch: Bild lügt. Quod erat demonstrandum.

„Bild“ entlarvt vermeintliche Lügen Foto: JF

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