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„Go-and-see“-Besuche: SPD, Grüne und Linke wollen „Erkundungsreisen“ für Syrer ermöglichen

„Go-and-see“-Besuche: SPD, Grüne und Linke wollen „Erkundungsreisen“ für Syrer ermöglichen

„Go-and-see“-Besuche: SPD, Grüne und Linke wollen „Erkundungsreisen“ für Syrer ermöglichen

Syrer feierten in ganz Deutschland den Sturz der Assad-Regierung. Zurück in die Heimat will aber nur ein Bruchteil der Migranten. FOTO: Archiv
Syrer feierten in ganz Deutschland den Sturz der Assad-Regierung. Zurück in die Heimat will aber nur ein Bruchteil der Migranten. FOTO: Archiv
Syrer feierten in ganz Deutschland den Sturz der Assad-Regierung. Zurück in die Heimat will aber nur ein Bruchteil der Migranten. FOTO: Picture Alliance Archiv
„Go-and-see“-Besuche
 

SPD, Grüne und Linke wollen „Erkundungsreisen“ für Syrer ermöglichen

Unter dem Begriff „Erkundungsreisen“ werben Politiker von SPD, Grünen und Linken dafür, Syrern Heimatreisen ohne Verlust des Schutzstatus' zu erlauben. Aus Union und AfD kommt scharfe Kritik.
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BERLIN. Politiker von SPD, Grünen und Linken haben sich dafür ausgesprochen, syrischen Migranten befristete Heimatreisen zu ermöglichen, ohne dass ihnen dadurch der Verlust ihres Schutzstatus‘ droht. Die Vorstöße zielen darauf ab, sogenannte „Go-and-see“-Besuche zu erlauben, damit Betroffene die Lage vor Ort prüfen und Möglichkeiten einer dauerhaften Rückkehr ausloten können.

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler (SPD), sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, solche Reisen könnten helfen, sich selbst ein Bild von Rückkehrperspektiven zu machen und zugleich einen Beitrag zum Wiederaufbau Syriens zu leisten.

Auch Filiz Polat (Grüne) sprach sich dafür aus, entsprechende Reisen unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltstitel zu ermöglichen, ohne dass Betroffenen daraus Nachteile entstehen. Unterstützung kam auch von der Linken. Deren Innenpolitikerin Clara Bünger verlangte erneut sogenannte „Go-and-see“-Besuche für Syrer mit Schutzstatus. Nach geltender Rechtslage können Heimatreisen für Schutzberechtigte jedoch ein Widerrufsverfahren auslösen.

Mehr als 3.000 Syrer wollten daheim mal nachschauen

Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wurden 2025 insgesamt 2.593 solcher Verfahren wegen vorübergehender Syrien-Reisen eingeleitet. Im ersten Quartal dieses Jahres kamen 708 weitere hinzu. Wie oft Schutzstatus tatsächlich aberkannt wurden, wird statistisch nicht erfasst.

Kritik kam aus der Union. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Alexander Throm (CDU), sagte, wer ohne Verfolgungsgefahr in sein Herkunftsland reisen könne, befinde sich offensichtlich nicht mehr in einer Schutzsituation. Dann sei der Wegfall des Schutzstatus die logische Folge. Ähnlich äußerte sich auch der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Gottfried Curio (AfD).

Die Debatte berührt einen Grundsatz des Asylrechts: Wer Schutz vor Verfolgung beansprucht, muss plausibel machen, dass eine Rückkehr ins Herkunftsland gerade nicht gefahrlos möglich ist. Kritiker sehen die Vorstöße deshalb als Angriff auf dieses Prinzip. (rr)

Syrer feierten in ganz Deutschland den Sturz der Assad-Regierung. Zurück in die Heimat will aber nur ein Bruchteil der Migranten. FOTO: Picture Alliance Archiv
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