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Angriffe auf das Militär: Einwohner setzen Migrantenlager in Ceuta in Brand

Angriffe auf das Militär: Einwohner setzen Migrantenlager in Ceuta in Brand

Angriffe auf das Militär: Einwohner setzen Migrantenlager in Ceuta in Brand

Feuer am Strand von Ceuta. Screenshot: JF
Feuer am Strand von Ceuta. Screenshot: JF
Feuer am Strand von Ceuta. Screenshot: JF
Angriffe auf das Militär
 

Einwohner setzen Migrantenlager in Ceuta in Brand

Nach dem Massenansturm aus Marokko leben noch immer Tausende Migranten in Ceuta. Zunächst greifen Afrikaner das spanische Militär an, dann schlägt die Wut über die Invasion unter den Einheimischen in Gewalt um.
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CEUTA. Demonstranten haben am Strand Benítez in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta ein improvisiertes Migrantenlager gestürmt und Teile davon in Brand gesetzt. Wie der staatliche Fernsehsender berichtete, warfen Teilnehmer der Proteste immer wieder Gegenstände in die Flammen. Polizisten trennten sie von den Migranten, die sich auf eine Mole zurückgezogen hatten.

Im Verlauf der Proteste blockierten etwa 50 Einwohner zudem zwei Fahrzeuge des Roten Kreuzes, die Lebensmittel und Wasser zu den Migranten bringen sollten.

Die Helfer brachen ihre Fahrt schließlich auf Anweisung der Polizei ab. Die Demonstranten forderten die sofortige Rückführung der Migranten nach Marokko und riefen: „Gebt uns unser Leben zurück.“ Wenige Stunden zuvor war die Lage bereits an anderer Stelle eskaliert. Nach Angaben von RTVE umzingelte eine Gruppe von mehr als 30 Migranten im Stadtteil Benzú ein Fahrzeug des spanischen Militärs und bewarf es mit großen Steinen. Vier Soldaten wurden dabei verletzt.

Marokkaner nach Angriff in Ceuta festgenommen

Die Polizei nahm zwölf Marokkaner fest, die an dem Angriff beteiligt gewesen sein sollen. Die Ermittler prüfen nun, ob die Gruppe den Militärwagen gezielt in einen Hinterhalt gelockt hatte. Die Soldaten waren zur Unterstützung der Sicherheitskräfte in der Exklave eingesetzt.

Ende Juli hatten bis zu 80.000 Menschen versucht, von Marokko aus nach Ceuta zu gelangen, viele von ihnen schwimmend. Mindestens 96 Menschen kamen bei dem Massenansturm auf die spanische Grenze ums Leben. Schätzungen zufolge halten sich weiterhin zwischen 5.000 und 8.000 Migranten in der Stadt auf.

Viele von ihnen leben seit Wochen an Stränden oder in improvisierten Lagern. Die Behörden haben zusätzliche Polizisten und Soldaten mobilisiert, dennoch berichten Einwohner über wachsende Unsicherheit und eine zunehmende Belastung des öffentlichen Lebens. Ceuta selbst zählt lediglich rund 84.000 Einwohner.

Sánchez-Regierung gerät unter Druck

Zusätzlichen Streit löst der Umgang mit den unbegleiteten Minderjährigen aus. Die spanische Polizei hat inzwischen mehr als 2.100 von ihnen registriert. Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez bereitet nach einem Bericht von Euronews die Verteilung von 500 besonders schutzbedürftigen Mädchen auf das spanische Festland vor.

Die konservative Opposition verlangt dagegen einen verbindlichen Plan zur Rückführung der Migranten nach Marokko. Internationale Verträge und spanische Gerichtsurteile schreiben allerdings Einzelfallprüfungen vor und untersagen pauschale Abschiebungen. Auch die Führung Ceutas fordert von Madrid, den Druck auf Rabat deutlich zu erhöhen.

Sánchez muss sich am 3. September im Parlament zur Krise erklären. Seine Regierung streitet zugleich darüber, ob die Sicherheitsbehörden vor dem Massenansturm gewarnt worden waren. Während Verteidigungsministerin Margarita Robles von einem Hinweis des Geheimdienstes sprach, bestreitet Innenminister Fernando Grande-Marlaska, dass eine Warnung vor einem Andrang dieses Ausmaßes vorgelegen habe. (rr)

Feuer am Strand von Ceuta. Screenshot: JF
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