BERLIN. Zehn Prozent der 20- bis 24jährigen in Deutschland befanden sich 2025 nicht in einer Ausbildung oder Beschäftigung – damit ist der Wert seit 2022 um 1,2 Prozentpunkte gestiegen. Damals waren es nur 8,8 Prozent in dieser Altersgruppe, wie das Statistische Bundesamt berichtet.
Damit steht Deutschland allerdings noch immer besser dar als der EU-Durchschnitt. Dort lag der Anteil bei fast 13 Prozent. Besonders schwer war die Situation in Rumänien – dort zählten fast 23 Prozent der 20- bis 24jährigen zur Kategorie der sogenannten NEETs („Not in Employment, Education or Training“, also Personen, die weder in einer Ausbildung, Weiterbildung noch Beschäftigung sind). In Bulgarien waren es mehr als 17 Prozent und in Frankreich mehr als 16 Prozent.
Sehr gut stehen hingegen die Niederlande da, wo dieser Wert gerade einmal 5,6 Prozent betrug. In Schweden waren 7,3 Prozent der jungen Menschen betroffen und in Tschechien 7,6 Prozent.
In Städten sind junge Menschen häufiger arbeitslos
Junge Frauen waren dabei sowohl in Deutschland als auch im EU-Durchschnitt häufiger betroffen als junge Männer. Hierzulande hatten 10,5 Prozent der jungen Frauen keinen Job, kein Studium oder keine Ausbildung. Bei Männern im Alter von 20 bis 24 Jahren waren nur 9,6 Prozent betroffen. Im EU-Schnitt betraf es 13,2 Prozent der jungen Frauen und 12,5 Prozent der jungen Männer.
Auch zwischen Stadt und Land gibt es Unterschiede: In Deutschland waren junge Stadtbewohner zu 10,6 Prozent vom NEET-Phänomen betroffen, in ländlichen Gebieten waren es nur knapp acht Prozent. Ein anderes Bild zeigt sich auf EU-Ebene: Hier lag der NEET-Wert in ländlichen Gebieten mit 15,4 Prozent deutlich höher als in Städten, wo lediglich 11,5 Prozent der jungen Menschen betroffen waren.
Eine Mehrheit steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung
Zwar gibt es aus dem Jahr 2025 noch keine konkreten Zahlen, doch für das Jahr 2024 zeigte der nationale Bildungsbericht einige der Gründe auf, weshalb manche Vertreter dieser Altersgruppe noch keine Ausbildung oder Arbeit haben. Insgesamt 25 Prozent waren auf der Suche nach Arbeit. Sechs Prozent standen kurz davor, eine Ausbildung zu starten, und weitere vier Prozent starteten zeitnah in einer Arbeitsstelle.
Eine Mehrheit von 66 Prozent stand dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung – „häufig aus Gründen wie Betreuungspflichten, die zugleich eine Rückkehr in Bildung erschweren“. Weitere 17 Prozent der Personen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, erklärten, stattdessen auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu warten. (lb)






