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Polizei ermittelt nicht: „Ausländer raus“-Gesänge an Stuttgarter Schule – auch Migranten machen mit

Polizei ermittelt nicht: „Ausländer raus“-Gesänge an Stuttgarter Schule – auch Migranten machen mit

Polizei ermittelt nicht: „Ausländer raus“-Gesänge an Stuttgarter Schule – auch Migranten machen mit

Jugendliche stehen auf einer Party im Scheinwerferlicht – bei der Sommerparty einer Privatschule in Stuttgart wurden wieder "Deutschland den Deutschen"-Gesänge zu Gigi D'Agostino angestimmt
Jugendliche stehen auf einer Party im Scheinwerferlicht – bei der Sommerparty einer Privatschule in Stuttgart wurden wieder "Deutschland den Deutschen"-Gesänge zu Gigi D'Agostino angestimmt
Jugendliche auf einer Tanzfläche (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
Polizei ermittelt nicht
 

„Ausländer raus“-Gesänge an Stuttgarter Schule – auch Migranten machen mit

Sylt-Parole auf dem Schulfest: An der Stuttgarter Merz-Schule stimmen Schüler „Ausländer raus“-Rufe an. Der DJ stoppt sofort, ein Abiturient fliegt vom Platz – und der Schuldirektor ist entsetzt.
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STUTTGART. Der Leiter der Stuttgarter Privatschule „Merz Schule“, Frederik Merz, hat Alarm geschlagen nachdem bei dem Sommerfest der Lehranstalt Schüler den Gesang „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ angestimmt hatten. Sogar Schüler mit Migrationshintergrund hätten mitgesungen, berichtete die dpa.

Laut Merz habe der DJ beim Sommerfest in der Schlussphase auf Wunsch noch einige Lieder gespielt – darunter auch eines, zu dem die Schüler dann die entsprechenden Gesänge angestimmt hatten. Mutmaßlich handelte es sich um das Lied L’amour toujours des Elektro-Musikers Gigi D’Agostino. Spätestens seit November 2023 besteht der durch soziale Medien popularisierte Trend, die Parole auf die Melodie des Liedes zu singen (JF berichtete). Für besondere Aufmerksamkeit sorgte im Mai 2024 eine Aufnahme von jungen Feiernden, die die Parole auf Sylt sangen (JF berichtete).

In Stuttgart habe der DJ das Abspielen des Liedes zwar sofort unterbunden, sobald die Parole erklungen sei. „Aber so eine kurze Dynamik kam eben doch auf“, berichtete Merz.

Die Bestürzung ist groß

Eine Person, ein Abiturient, sei sofort aufgegriffen und des Platzes verwiesen worden. In den Tagen darauf habe die Person Reue gezeigt und mitgeteilt, dass ihr der Vorfall peinlich sei.

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Schulleiter Merz sagte, er sei erstaunt darüber, dass es offensichtlich kein Gefühl mehr dafür gebe, was man mit solchen Aussagen anrichten könne. Offenbar seien sie zur Bagatelle geworden. Gegenüber den Schülern habe man sich im Nachhinein klar positioniert: „Diese Rufe passen überhaupt nicht zu uns als Schule mit dem internationalen Hintergrund, den wir haben.“ Aufgrund des hohen Migrationsanteils unter den Schülern sei die Bestürzung groß gewesen.

Privatschulen-Verbandsleiter: „Der Gesang verstößt gegen Menschenrechte“

Dass das Singen der Parole „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ nicht strafbar sei (JF berichtete), überrasche Merz. Er wünsche sich eine Debatte darüber, wo die Meinungsfreiheit aufhöre und Volksverhetzung beginne. Auch die Polizei betonte anlässlich des aktuellen Vorfalls, dass die Parole zwar „massiv geschmacklos“, aber nicht strafrechtlich relevant sei.

Der Verband deutscher Privatschulen Baden-Württemberg e. V. distanzierte sich von dem Vorfall. Der Präsident des Landesverbandes, Michael Büchler, betonte, für „Diskriminierung und extremistisches Gedankengut“ sei an ihren Schulen „kein Platz“. Solche Lieder würden die Menschenrechte verletzen und nach einer „sofortigen, konsequenten Reaktion“ verlangen. Büchler sei jedoch überzeugt, dass Merz die Vorfälle lückenlos aufkläre. (lb)

Jugendliche auf einer Tanzfläche (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
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