CEUTA. Erneut haben illegale afrikanische Migranten versucht, die spanische Exklave Ceuta zu stürmen. Wie mehrere spanische Medien übereinstimmend berichten, haben marokkanische Beamte etwa 300 Migranten auf marokkanischer Seite festgenommen und am Betreten spanischen Bodens gehindert. Auch spanische Sicherheitskräfte standen vorsorglich auf der anderen Seite der Grenze. Der Großteil der Migranten kommt aus Subsahara-Afrika.
🔴 #ÚLTIMAHORA Cientos de inmigrantes se preparan para asaltar Ceuta. Desde Castillejos, cientos de inmigrantes se dirigen hacia Ceuta para volver a cruzar el espigón del Tarajal.
📍Informa @joanguirado desde la ciudad autónoma
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— ABC.es (@abc_es) August 15, 2026
Bereits am Mittwoch hatten marokkanische Behörden in den sozialen Medien angekündigt, den im Internet viel diskutierten erneuten Ansturm auf Ceuta am 15. August mit Maßnahmen zu verhindern. Vor allem auf Instagram und TikTok existieren Konten mit Hunderttausenden Followern, die illegale Migration nach Europa bewerben – teils mit Gerüchten, die Grenzen würden nicht bewacht werden, teils mit Versprechungen eines luxuriösen Lebens in der Fremde (JF berichtete).
Tausende Migranten immer noch in Ceuta
Zuletzt kündigte die EU-Kommission an, verstärkt gegen solche Inhalte im Netz vorgehen zu wollen. Dabei sollen TikTok und der Facebook-Konzern Meta, zu dem auch Instagram und WhatsApp gehören, im Kontext eines neuen, angeblich freiwilligen Krisenmechanismus bessere Hinweise von diesen Prüfern erhalten (JF berichtete). „Die Faktenchecker können schädliche Desinformation melden, die sich beispielsweise auf eine mögliche neue massenhafte Grenzüberquerung bezieht“, teilte ein Kommissionssprecher am vergangenen Dienstag mit.
Vor etwa zwei Wochen hatten Zehntausende – damals zumeist nordafrikanische – Migranten die spanische Stadt Ceuta erstürmt, die auf marokkanischem Boden liegt. Die spanischen Behörden sprechen von etwa 72.000 Migranten, einige Medien von etwa 80.000.
Die JUNGE FREIHEIT war in den vergangenen Tagen vor Ort und dokumentierte das Geschehen.
Ceuta hat sich innerhalb von einigen Tagen in ein Slum verwandelt. Massen an Migranten hausen am Strand und bauen Stroh-und Papphütten auf. Unser Reporter Hinrich Rohbohm ist weiterhin vor Ort und berichtet. pic.twitter.com/X88UOFhQuI
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) August 14, 2026
Viele von ihnen sind wieder in Afrika, einige befinden sich immer noch in Ceuta. Das spanische Innenministerium schätzt ihre Zahl auf etwa 5.000. Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas geht von mindestens 9.000 aus. Ceuta hat etwa 80.000 Einwohner. (st/rsz)






