Anzeige
Anzeige

JF-Exklusiv: Hier werfen Vermummte Backsteine in ein AfD-Büro – Staatsschutz ermittelt

JF-Exklusiv: Hier werfen Vermummte Backsteine in ein AfD-Büro – Staatsschutz ermittelt

JF-Exklusiv: Hier werfen Vermummte Backsteine in ein AfD-Büro – Staatsschutz ermittelt

Büro der AfD Hildesheim: Zerstörte Fenster sind das Ergebnis des Backstein-Angriffs durch die Antifa.
Büro der AfD Hildesheim: Zerstörte Fenster sind das Ergebnis des Backstein-Angriffs durch die Antifa.
Büro der AfD Hildesheim: Zerstörte Fenster sind das Ergebnis des Backstein-Angriffs. Foto: Privat
JF-Exklusiv
 

Hier werfen Vermummte Backsteine in ein AfD-Büro – Staatsschutz ermittelt

Nach Graffiti-Vandalismus und Farbbomben folgt der nächste Anschlag. Mutmaßliche Linksextremisten zerstören die Fenster der AfD-Geschäftsstelle in Hildesheim mit zwei Backsteinen. In der JF äußert sich der betroffene AfD-Politiker.
Anzeige

HILDESHEIM. Mutmaßliche Linksextremisten haben am frühen Morgen beide Fenster der AfD-Geschäftsstelle in Hildesheim mit zwei Backsteinen zerstört. Wie auf Aufnahmen zu sehen ist, die der JUNGEN FREIHEIT exklusiv vorliegen, warfen zwei Vermummte gegen 4 Uhr morgens jeweils einem großen Backstein in die Fenster des AfD-Büros. „Der Staatsschutz ermittelt bereits von Amts wegen“, bestätigte der Hildesheimer AfD-Fraktionsvorsitzende und -Geschäftsführer, Ralf Kriesinger, der JF.

Aus dem Überwachungsvideo geht hervor, wie sich die zwei mit Kapuzen, Masken, und schwarzer Kleidung Vermummte vor dem Angriff absprechen. Nach etwa einer Minute Diskussion vor dem Büro erfolgten die gezielten Steinwürfe auf das Büro. Ein Fenster wird dabei nicht sofort durchbrochen, weshalb einer der beiden Täter den Backstein erneut aufhebt und beim zweiten Anlauf mit Wucht in die Räumlichkeiten schmeißt.

Vermummte werfen mit voller Wucht die Backsteine durch die Fenster des AfD-Büros. Fotos: Privat

Weil die flüchtigen Täter vermummt waren, hält Kriesinger eine wirksame Strafverfolgung für „sehr unwahrscheinlich“. Allerdings habe der Anschlag „die klare Handschrift der Antifa“. Dieser sei auch die Videoüberwachung des Büros bekannt. Der AfD-Kommunalpolitiker bewertet die Tat gegenüber der JF als „Akt der zunehmenden Verzweiflung angesichts des Erfolgs der AfD“. Die Antifa spüre, dass „wir mit Diffamierung nicht zu bekämpfen sind, und dann bedient man sich der Gewalt“.

Backstein-Anschlag war nicht der erste Übergriff

Mittlerweile sei derartiger Vandalismus nur eine „Selbstversicherung“ für das eigene Milieu, um diesem und der Bevölkerung „ein Signal zu senden“, ist sich Kriesinger sicher. Der Hildesheimer AfD-Fraktionschef ist hauptberuflich als Produkt-Manager bei einem großen Autozulieferer tätig und den Linksextremisten in der niedersächsischen Stadt offenbar schon länger ein Dorn im Auge. Denn der Backstein-Angriff war nicht der erste Anschlag auf das AfD-Büro.

Verwüstete Räumlichkeiten. Fotos: Privat

Schon einmal haben Unbekannte dort ein Fenster eingeschlagen. Im vergangenen Monat kam es Kriesinger zufolge zu einem Farbbomben-Anschlag, bei dem auch das Nachbargrundstück getroffen wurde. Etwa alle zwei Monate käme es zu Graffiti-Vandalismus. Die AfD ist erst seit zwei Monaten in der neu angemieteten Geschäftsstelle. Zuvor war sie seit 2018 an einem anderen Ort eingemietet. Dort habe der Vermieter auf Druck der Nachbarn der AfD gekündigt. Auch jetzt vermutet Kriesinger, dass Linksextreme die Partei vertreiben wollen.

Linksextreme werden „radikaler, verzweifelter und gewalttätiger“

Die AfD Hildesheim verbreitet auf ihrer Website an prominenter Stelle eine Anti-Extremismus-Klausel in Form einer Unvereinbarkeitsliste. Darin wird sich zugleich gegen Linksextreme, Rechtsextreme und Islamisten gestellt. Indem die Angreifer diese Erklärung offenkundig ignorierten, sieht sich Kriesinger in seinem Verdacht bestätigt: „Das zeigt nur, wie tief Leute aus der Antifa-Blase in ihrer Bunker-Mentalität festsitzen.“ So würden Linksextreme „einfach immer radikaler, verzweifelter und gewalttätiger“ werden.

Mit einer Spende unabhängigen Journalismus unterstützen.

Für eine Verurteilung des Anschlags seitens anderer Parteien ist es laut Kriesinger noch zu früh. Er erwarte allerdings „keinerlei Stellungnahme – auch nicht von Stadtratskollegen“. Obwohl „mit einzelnen Ratsmitgliedern“ aus Reihen der CDU „angenehme Kontakte“ bestünden, befürchte deren Fraktionsführung Kriesingers Vernehmen nach einen unangenehmen Anruf aus der Parteizentrale.

Die möglicherweise verschärfte Stimmung gegen die AfD aufgrund ausgeschlossener Landratskandidaten in Niedersachsen (JF berichtete) hält Kriesinger als Grund derweil für unwahrscheinlich. Vielmehr spreche der „allgemeine Erfolg der AfD“ für das eigentliche Tatmotiv. (rsz)

Büro der AfD Hildesheim: Zerstörte Fenster sind das Ergebnis des Backstein-Angriffs. Foto: Privat
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles