WIEN. Die FPÖ hat der Bild-Zeitung wegen eines Berichts über einen angeblich geplatzten Heino-Auftritt mit rechtlichen Schritten gedroht. Hintergrund ist das 70-jährige Jubiläum der Partei, das am vergangenen Samstag mit einem Volksfest auf dem Wiener Stephansplatz gefeiert wurde.
Die Zeitung hatte berichtet, die Freiheitlichen hätten eigentlich Heino als Stargast engagieren wollen und ihm dafür rund 100.000 Euro geboten. Der Sänger habe den Auftritt jedoch abgelehnt.
Heino wurde im Bericht mit den Worten zitiert: „Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will.“ Statt Heino trat bei der Feier dann Roberto Blanco auf. Der 89-Jährige sang seinen Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“. Laut Bild für eine deutlich niedrigere Gage, als Heino geboten worden sei.
Herbert Kickl feiert den 70. Geburtstag mit einem Aufgebot von europäischen Rechten mitten in Wien. Publikum ist in höchster Stimmung. Keine Gegenproteste in Sicht. pic.twitter.com/Q3t4A7Mi7a
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) June 20, 2026
FPÖ droht mit rechtlichen Schritten
Heinos Manager Helmut Werner verteidigte die angebliche Absage laut Bild auch mit Blick auf das politische Image des Sängers. „Wenn Heino diesen Auftritt für die FPÖ gemacht hätte, wäre der Aufschrei groß gewesen“, sagte Werner. Bei Heino gehe man schon im Vorfeld davon aus, „dass er politisch nur rechts sein kann, was er definitiv nicht ist“.
Für die Partei von Herbert Kickl hört sich das bisschen Spaß hier auf. Der Bericht sei „schlichtweg falsch“. Man habe zwar mit mehreren Künstlern oder deren Management verhandelt, darunter auch mit dem Management von Heino. Dieses habe der Partei ein Angebot unterbreitet. Wegen des „überzogenen und absurden Preises“ sei man darauf aber nicht näher eingegangen und habe den Kontakt nicht weiterverfolgt.
Die Partei betont, nicht Heino habe der FPÖ abgesagt, sondern die Blauen habe den Auftritt nicht gebucht. Sollte die Behauptung weiter verbreiten werden oder andere Medien sie übernehmen, werde die Partei „entsprechende rechtliche Schritte einleiten“, heißt es in einer Mitteilung.

Heinos Manager bleibt bei seiner Darstellung. Gegenüber der österreichischen Tageszeitung oe24 sagte er, es habe zwei Telefonate mit FPÖ-Geschäftsführer Joachim Stampfer gegeben. Er habe dabei sofort klargestellt, dass Heino nicht für die FPÖ auftreten werde. Auch Werner kündigte rechtliche Schritte an, sollte die FPÖ weiterhin etwas anderes behaupten. (rr)






