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Fußball-WM: Fahnenverbot beim Public Viewing im staatlich geförderten Biergarten

Fußball-WM: Fahnenverbot beim Public Viewing im staatlich geförderten Biergarten

Fußball-WM: Fahnenverbot beim Public Viewing im staatlich geförderten Biergarten

WM und Deutschland-Fahnen? Nicht im staatlich geförderten Biergarten in Kassel.
WM und Deutschland-Fahnen? Nicht im staatlich geförderten Biergarten in Kassel.
WM und Deutschland-Fahnen? Nicht im staatlich geförderten Biergarten. Foto: picture-alliance / Eibner-Pressefoto
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Fahnenverbot beim Public Viewing im staatlich geförderten Biergarten

Weil sie „ausgrenzend und einschüchternd“ wirken könnten, verbietet der mit Steuergeldern geförderte Schlachthof Kassel Fahnen beim Public Viewing der WM-Spiele. Man habe sich der Migration verschrieben.
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KASSEL. Das Kulturzentrum Schlachthof hat seinen Gästen verboten, Fahnen zum Public Viewing der WM-Spiele in seinen Biergarten „Boreal“ mitzubringen. Das betreffe nicht nur Schwarz-Rot-Gold, sondern, wie man nun nachschob, auch die Flaggen anderer Länder. Denn Fahnen könnten auf manche Gäste „ausgrenzend, einschüchternd oder politisch aufgeladen wirken“, teilten die Betreiber der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen mit.

Der sogenannte soziokulturelle Ort wird nach eigenen Angaben auf seiner Webseite sowohl von der Stadt Kassel als auch vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur mit Steuergeldern gefördert.

Zunächst hatte das Kulturzentrum einen Shitstorm geerntet, weil „die Formulierung missverständlich war und den Eindruck erwecken konnte, als richte sich unsere Regel speziell gegen Deutschland oder gegen deutsche Fans“, heißt in einem Instagram-Beitrag. Dieses Post habe man wieder gelöscht, um nun klarzustellen, dass es alle Nationalitäten betreffe.

Deutschland-Fahnen heute anders gemeint als 2006

Zuletzt waren am Sonntag nach Angaben des Kulturzentrums rund 200 Gäste beim Public Viewing, um das Spiel Deutschland gegen Curacao (7:1) zu verfolgen. Diese hätten „den fulminanten Start der deutschen Mannschaft ins Turnier gefeiert“, heißt es in dem Post. Nun ruderte man ideologisch zurück: „Wir unterstellen nicht, dass jede Person, die eine Länderfahne mitbringt, nationalistisch denkt oder handelt.“

Und weiter: „Nationale Fahnen sind nicht per se problematisch, aber sie stehen heute in einem anderen gesellschaftlichen Kontext als beispielsweise noch während der WM 2006“, so das Kulturzentrum. Was genau mit dieser Formulierung gemeint ist, bleibt offen.

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Von „einem ideologischen Eigentor“, das das linke Zentrum geschossen habe, spricht der Kasseler CDU-Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete Maximilian Bathon gegenüber Bild: „Es geht nicht um Nationalismus, sondern um Patriotismus.“ Auch andere Länder dürften „ihre Nationalität bei uns feiern. Genau diese Freiheit macht unser Land aus.“

Der Schlachthof Kassel hält dagegen: „Als soziokulturelles Zentrum mit dem Schwerpunkt Migration bieten wir jedoch Räume für Menschen, die häufig ihre Heimat aufgrund ihrer Herkunft oder Abstammung verlassen mussten.“ (fh)

WM und Deutschland-Fahnen? Nicht im staatlich geförderten Biergarten. Foto: picture-alliance / Eibner-Pressefoto
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