BERLIN. Kann der designierte FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki die Partei aus dem Tief holen und wieder in den Bundestag und die Landtage zurückholen? Die Deutschen halten das mit großer Mehrheit für ausgeschlossen.
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL und den Stern glauben 66 Prozent nicht daran, dass der 74jährige die Liberalen wieder über die Fünfprozenthürde führt. Lediglich 25 Prozent trauen den Liberalen ein politisches Comeback zu. Neun Prozent äußern keine Meinung.
Seit der Bundestagswahl, als die FDP aus dem Parlament flog, stand sie in keiner Umfrage bei fünf Prozent oder darüber – weder bundesweit noch in irgendeinem Bundesland. Aktuell messen die Meinungsforschungsinstitute sie deutschlandweit bei drei bis vier Prozent. Zuletzt wurde die FDP auch aus den Landtagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (JF berichtete) gewählt.
FDP-Parteitag am Wochenende
Kubicki, der als langjähriger Bundestagsvizepräsident zu den bekanntesten Gesichtern der Partei gehört, soll am kommenden Wochenende auf dem Bundesparteitag zum Vorsitzenden gewählt werden.

Am wenigsten trauen Anhänger von SPD (80 Prozent), Linken (76 Prozent) und Grünen (75 Prozent) ihm zu, die Partei aus der außerparlamentarischen Opposition zu führen.
Am optimistischsten für die Liberalen sind dagegen die AfD-Wähler mit 29 Prozent. Es folgen die Anhänger von CDU/CSU mit 26 Prozent. Im Osten glauben mit 18 Prozent deutlich weniger an einen Aufschwung unter Kubicki als im Westen (26 Prozent). (fh)






