Enthusiastisch jubelt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf ihrem X-Kanal: „Pride-Woche ist eine Feier von Liebe, Identität, Mut und Gemeinschaft.“ Dazu sieht man, wie vor dem Kommissionsgebäude in Brüssel die „Pride-Flag“, eine ideologisch verschärfte Form der Regenbogenflagge, in den Himmel gezogen wird. Die CDU-Politikerin weiter: „Und jeden Tag des Jahres arbeiten wir hart daran, Europa zu einem Raum zu machen, in dem jeder frei, offen und authentisch leben kann.“ Es gilt den „IDAHOBIT“, den Internationalen Tag gegen Homophobie, zu feiern.
The @EU_Commission is PROUD🌈
Pride week is a celebration of love, identity, courage and community.
And every day of the year, we work hard to make Europe a space where everyone can live freely, openly, authentically. pic.twitter.com/wAcDCFhIDG
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) May 13, 2026
Auch auf einem der vier Türme des Reichstagsgebäudes wird an diesem Tag die Regenbogenflagge gehisst. Seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr muss sich Julia Klöckner (CDU) rechtfertigen, weil sie entschieden hatte, die Flagge der Homosexuellenbewegung nur noch einmal im Jahr und nicht auch noch im „Pride-Month“ Juni zu hissen, wenn in der ganzen Republik Paraden zum Christopher-Street-Day stattfinden.
Deutschland muss andere Prioritäten setzen
Das Ende juristischer Diskriminierung Homosexueller und die Rehabilitation ihrer Opfer ist ein Fortschritt. Die penetrante Okkupation des öffentlichen Raums und die exklusive Sonderwürdigung an staatlichen Gebäuden ist indes nicht nur Bruch politischer Neutralität, sondern auch Symbol einer auf den Kopf gestellten Wertehierarchie.
Anfang Mai wurde die erneut gefallene Geburtenziffer in Deutschland bekannt. Die Statistiker ermittelten mit 654.000 Neugeborenen den niedrigsten Stand seit 1946. Gleichzeitig bleibt die Zahl der durch Abtreibung vorgeburtlich getöteten Kinder mit über 100.000 auf einem erschreckend hohen Niveau (JF berichtete).
Hätten wir als Kollektiv noch unsere Sinne halbwegs beisammen, müssten wir uns dauerhaft an allererster Stelle gesellschaftlich mit der elementaren Frage beschäftigen, warum sich immer weniger Menschen für Ehe, Familie und die Weitergabe des Lebens entscheiden und wie wir diesen Trend wieder umkehren. Dabei handelt es sich um nichts weniger als die Überlebensfrage jeder Kultur, jeder Nation.
Regenbogenflagge gehört nicht an staatliche Gebäude
Ein einfacher Gedanke: Gibt es einen Tag der Familie, an dem an öffentlichen Gebäuden eine Familienflagge gehisst wird – um diejenigen zu feiern, die für die Weitergabe des Lebens sorgen? Gibt es einen Tag der Ehe? Gibt es einen Tag des ungeborenen Lebens, wo eine Lebensflagge gehisst wird?
Wir haben vergessen, was ins Zentrum der Aufmerksamkeit gehört. Privat soll jeder Flaggen hissen, die er möchte. An staatliche Gebäude gehören allein die politisch neutralen Symbole des Bundes und der Länder. Die Regenbogenflagge ist zum Banner eines linken Kulturkampfes geworden, der die traditionelle Ordnung aushöhlen und der die Neutralität des Staates zerstören soll.







