FÜRSTENWALDE. Der von der AfD unterstützte Kandidat zur Bürgermeisterwahl in Fürstenwalde, Matthias Rudolph, hat die Stichwahl gewonnen. Rudolph, der für das „Bündnis Fürstenwalder Zukunft“ antrat, erhielt 53,5 Prozent der Stimmen. Sein von einer Allparteienkoalition aus SPD, CDU, Linkspartei und Grünen unterstützter Gegenkandidat Mathias Papendieck (SPD) kam auf nur 46,5 Prozent.
Bei den Briefwählern lag der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Papendieck mit knapp 60 Prozent vor Rudolph, bei den Urnenwählern war es umgekehrt. Rudolph bleibt damit Bürgermeister der 32.000-Einwohner-Stadt südöstlich von Berlin. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,4 Prozent. Bereits in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl lag Rudolph mit 42,4 Prozent vor dem SPD-Mann, der auf 36,2 Prozent kam.

Wahlgewinner will Bürgermeister für alle sein
Die Wahl hatte auch über Brandenburg hinaus für Aufsehen gesorgt, da die AfD zugunsten von Rudolph auf einen eigenen Kandidaten verzichtet und zu seiner Wahl aufgerufen hatte. Rudolph hatte sich im Wahlkampf mehrfach dagegen ausgesprochen, Wähler der AfD auszugrenzen. „Ich wehre mich strikt dagegen, diese Menschen auszuschließen und nicht mit ihnen zu reden, weil wir würden damit 30 bis 35 Prozent, in manchen Stadtteilen sogar 40 Prozent der Menschen vom gesellschaftlichen Leben ausschließen“, sagte Rudolph auf einem Wahlforum.
Nach seinem Wahlsieg betonte er, „auch weiterhin ein Bürgermeister für alle Fürstenwalder“ sein zu wollen. (ho)





