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Nach eskalierten Protesten: Niederländischer Ort verschiebt Aufnahme von Asylbewerbern

Nach eskalierten Protesten: Niederländischer Ort verschiebt Aufnahme von Asylbewerbern

Nach eskalierten Protesten: Niederländischer Ort verschiebt Aufnahme von Asylbewerbern

Ein Mann mit einer umgehängten Südstaatenflagge stellt sich gegen ein Polizeiauto – er protestiert gegen Asylbewerber in den Niederlanden
Ein Mann mit einer umgehängten Südstaatenflagge stellt sich gegen ein Polizeiauto – er protestiert gegen Asylbewerber in den Niederlanden
Ein Demonstrant stellt sich in Wijdemeren gegen die Polizei. Foto: picture alliance / NurPhoto | Georgios Kostomitsopoulos
Nach eskalierten Protesten
 

Niederländischer Ort verschiebt Aufnahme von Asylbewerbern

Proteste, Feuerwerkskörper, verletzte Polizisten: In der niederländischen Gemeinde Wijdemeren eskaliert der Streit um eine geplante Asylunterkunft im Alten Rathaus. Nun wird die Unterbringung von 110 Asylbewerbern verschoben – vorerst.
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WIJDEMEREN. Die niederländische Gemeinde Wijdemeren hat die Aufnahme von insgesamt 110 Asylbewerbern aufgrund von Protesten von Anwohnern verschoben. Die Asylbewerber sollten eigentlich im leerstehenden Rathaus des Ortes untergebracht werden – dagegen hatten sich spontan etwa 200 Demonstranten versammelt, wie die niederländische Zeitung De Volkskrant berichtet.

Am Montag und Dienstag kam es dabei zu Ausschreitungen. Demonstranten bewarfen Polizisten und das Rathausgebäude mit Feuerwerkskörpern und Eiern. Die Polizei nahm acht Personen fest. Der Bürgermeister von Wijdemeren, Mark Verheijen von der liberalkonservativen Partei Volkspartij voor Vrijheid en Democratie, erließ am Dienstagabend einen Notstandsbefehl. Die Polizei löste den Protest daraufhin auf.

Polizeibeamte wurden verletzt

Am Mittwoch kam es erneut zu Ausschreitungen, auch die Ausrufung des Notstandes wiederholte sich. Mindestens ein Beamter wurde verletzt. Die Demonstranten sollen sich über das rechte Bündnis „Defend Netherlands“ organisiert haben.

Nach Beratungen zwischen der Gemeinde, der Polizei und der Staatsanwaltschaft einigten diese sich darauf, dass die Polizeibehörde derzeit keine Sicherheit im Ort gewährleisten könne. Die Ankunft der Asylbewerber soll auch aus diesem Grund verschoben werden. (lb)

Ein Demonstrant stellt sich in Wijdemeren gegen die Polizei. Foto: picture alliance / NurPhoto | Georgios Kostomitsopoulos
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