WIJDEMEREN. Die niederländische Gemeinde Wijdemeren hat die Aufnahme von insgesamt 110 Asylbewerbern aufgrund von Protesten von Anwohnern verschoben. Die Asylbewerber sollten eigentlich im leerstehenden Rathaus des Ortes untergebracht werden – dagegen hatten sich spontan etwa 200 Demonstranten versammelt, wie die niederländische Zeitung De Volkskrant berichtet.
Loosdrecht / Wijdemeren (Pays-Bas) : après deux jours de manifestations contre l’ouverture d’un centre d’accueil pour migrants, la commune reporte l’accueil des 110 demandeurs d’asile https://t.co/H3FXd2lELE pic.twitter.com/pozdcFMQD6
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Am Montag und Dienstag kam es dabei zu Ausschreitungen. Demonstranten bewarfen Polizisten und das Rathausgebäude mit Feuerwerkskörpern und Eiern. Die Polizei nahm acht Personen fest. Der Bürgermeister von Wijdemeren, Mark Verheijen von der liberalkonservativen Partei Volkspartij voor Vrijheid en Democratie, erließ am Dienstagabend einen Notstandsbefehl. Die Polizei löste den Protest daraufhin auf.
Polizeibeamte wurden verletzt
Am Mittwoch kam es erneut zu Ausschreitungen, auch die Ausrufung des Notstandes wiederholte sich. Mindestens ein Beamter wurde verletzt. Die Demonstranten sollen sich über das rechte Bündnis „Defend Netherlands“ organisiert haben.
Nach Beratungen zwischen der Gemeinde, der Polizei und der Staatsanwaltschaft einigten diese sich darauf, dass die Polizeibehörde derzeit keine Sicherheit im Ort gewährleisten könne. Die Ankunft der Asylbewerber soll auch aus diesem Grund verschoben werden. (lb)






