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„Wind im Wald hat große Potenziale“: Pornoskandal-Schule: Disziplinarverfahren gegen den Direktor

„Wind im Wald hat große Potenziale“: Pornoskandal-Schule: Disziplinarverfahren gegen den Direktor

„Wind im Wald hat große Potenziale“: Pornoskandal-Schule: Disziplinarverfahren gegen den Direktor

Kinder-Indoktrination an der Oberschule Schleife für einen Windpark im Wald.
Kinder-Indoktrination an der Oberschule Schleife für einen Windpark im Wald.
Kinder-Indoktrination an der Oberschule Schleife für einen Windpark im Wald. Symbolfoto: picture alliance / imageBROKER | Daniel Schoenen
„Wind im Wald hat große Potenziale“
 

Pornoskandal-Schule: Disziplinarverfahren gegen den Direktor

Die Pornos an der Oberschule Schleife sind nicht der erste Skandal, die den Direktor in Erklärungsnot bringen. Gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren – weil er Schüler mit einem Unternehmen massiv für einen umstrittenen Windpark indoktrinierte.
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SCHLEIFE/DRESDEN. Gegen den Direktor der Oberschule Schleife, Jan Rehor, läuft ein Disziplinarverfahren. Dabei geht es allerdings nicht um den von der JUNGEN FREIHEIT aufgedeckten Skandal um die Projektwoche, bei der linksextreme Aktivisten den Kindern pornographische Fotos homosexueller Männer und Anti-AfD-Flyer präsentierten.

Wie das Portal Achgut.com unter Berufung auf das sächsische Landesamt für Schule und Bildung berichtet, soll der Direktor seine Schule für eine großangelegte Werbeaktion zugunsten eines in Schleife umstrittenen Windparks missbraucht haben. Elf- bis zwölfjährige Kinder wurden dafür sogar zum Betriebssitz des Windkraft-Konzerns ins 570 Kilometer entfernte ostfriesische Leer gebracht.

In den umgebenden Wäldern des Ortes Schleife will das Unternehmen „Enercity Erneuerbare“ zahlreiche Windkraft-Anlagen errichten. Dagegen engagiert sich eine Bürgerinitiative, die auch im Gemeinderat als Wählergemeinschaft vertreten ist.

Klassenfahrt zum Windpark-Betreiber

Trotz der Widerstände veranstaltete Rehor 2024 an seiner Schule in Kooperation mit dem Unternehmen einen Namenswettbewerb für den geplanten Windpark. Sechs Klassen mussten laut dem Bericht daran teilnehmen. Die siegreiche fünfte Klasse, die angeblich den Namen „Romus“ (für Rohne-Mulkwitz-Schleife) erfand, ging nach den Sommerferien für vier Tage auf eine Klassenfahrt zu Enercity – eine reine PR-Reise.

Wie Achgut.com unter Berufung auf Zeugen berichtet, soll der Bürgermeister von Schleife, Jörg Funda (CDU), in der Schule die Werbetrommel für die Kooperation mit dem Unternehmen gerührt haben. Funda selbst lehnt dazu jede Stellungnahme ab.

Enercity zeigte sich dagegen auskunftsfreudiger. Es bestätigte, „die Kosten für die Schulfahrt nach Norddeutschland im Zuge des Gewinns eines Schulwettbewerbs übernommen“ zu haben. Zu den Kosten will sich das Unternehmen allerdings nicht äußern.

Schule als Ort für Windpark-Indoktrination

Auf der Webseite des Unternehmens heißt es, dass auch der Schulleiter mit auf die Reise gegangen sei – neben der Klassenlehrerin und zwei Erziehungsberechtigten. Grund: Die fünfte Klasse habe den Namenswettbewerb „für unser Großprojekt im Bereich erneuerbare Energien in der Gemeinde Schleife“ gewonnen und durfte dafür „an einer spannenden Projektausfahrt“ teilnehmen.

Die elf- bis zwölfjährigen Kinder hätten, so Enercity, „unter fachkundiger Anleitung alles Wissenswerte über die Bedeutung erneuerbarer Energien“. Weiter heißt es über die Werbeveranstaltung: „Von der Funktionsweise der Windkraftanlagen bis hin zur Integration von Windenergie in den Alltag eröffnete sich den jungen Besuchern eine spannende Welt nachhaltiger Technologien.“ Das Unternehmen betont: „Wind im Wald hat große Potenziale.“

Interne Ermittlungen gegen Schulleiter

Doch die Frage ist, ob diese Art der Indoktrination von Kindern durch ihre Schule erlaubt ist. Wurde die Neutralitätspflicht verletzt? Wenn ja, dürfte Schulleiter Jan Rehor dafür die Verantwortung tragen. Das prüft derzeit das Landesamt für Schule und Bildung im Rahmen von internen Ermittlungen.

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Gegenüber Achgut.com teilte die Behörde mit: „Da gegen den betreffenden Schulleiter derzeit ein Disziplinarverfahren anhängig ist, können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht alle Fragen abschließend beantwortet werden.“ (fh)

Kinder-Indoktrination an der Oberschule Schleife für einen Windpark im Wald. Symbolfoto: picture alliance / imageBROKER | Daniel Schoenen
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