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Aufklärung nach JF-Pornoenthüllung: Bis hin zu Hardcore-Sex: Was Kindern in Schulen wirklich zugemutet wird

Aufklärung nach JF-Pornoenthüllung: Bis hin zu Hardcore-Sex: Was Kindern in Schulen wirklich zugemutet wird

Aufklärung nach JF-Pornoenthüllung: Bis hin zu Hardcore-Sex: Was Kindern in Schulen wirklich zugemutet wird

Ausschnitt aus einem Buch das sich an Kinder in Sachsen richtet: Nur die Spitze des Eisbergs. Foto: Picture Alliance /// Montage: JF
Ausschnitt aus einem Buch das sich an Kinder in Sachsen richtet: Nur die Spitze des Eisbergs. Foto: Picture Alliance /// Montage: JF
Ausschnitt aus einem Buch das sich an Kinder in Sachsen richtet: Nur die Spitze des Eisbergs. Foto: Picture Alliance /// Montage: JF
Aufklärung nach JF-Pornoenthüllung
 

Bis hin zu Hardcore-Sex: Was Kindern in Schulen wirklich zugemutet wird

Der Porno-Skandal an einer sächsischen Schule weitet sich immer weiter aus. Eine Recherche der JUNGEN FREIHEIT fördert weitere – teils extrem verstörende – Sex-Projekte für Kinder zutage. Die Opposition im Landtag ist alarmiert.
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Ursprünglich sollte es nur eine „gewöhnliche“ Pressekonferenz der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag über Genderprojekte an Schulen sein. Doch der davor am Mittwoch tagende Bildungsausschuss hatte eine Vielzahl fragwürdiger Projekte zutage gefördert. Anlass war die JF-Enthüllung eines Porno-Skandals an der Oberschule Schleife im Landkreis Görlitz. Dort haben zwei Linksextremistinnen der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“ im März 14- bis 15-jährigen Kindern bei einem Projekttag Pornographie gezeigt.

Lesen Sie hier die JF-Enthüllung zum Porno-Skandal an der Oberschule Schleife.

„Wir müssen uns der Sache annehmen, weil wir wissen, dass Schleife kein Einzelfall ist“, betonte der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörg Urban am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Dann folgte eine Aufzählung weiterer linksideologischer Organisationen, die von der CDU-geführten sächsischen Staatsregierung mit Steuergeldern bezuschusst werden. Die JUNGE FREIHEIT recherchierte daraufhin, was es überhaupt mit diesen Projekten auf sich hat.

„Bücherkiste Queerkram 2.0“ bietet Schülern verstörendes Material an

Beim Verein „GEREDE- homo, bi und trans“ handelt es sich nach Eigenangaben um eine „Interessenvertretung für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transidente sowie deren Angehörige“. Unterstützt werden „Eltern, Lehrer_innen, Erzieher_innen und Sozialpädagogen_innen beim Umgang mit dem Thema lesbische, schwule, bisexuelle und transidente Lebensweisen“, heißt es auf der Seite des Sächsischen Sozialministeriums.

Mit der „Bücherkiste Queerkram 2.0“ richtet sich der Verein direkt an Schulen und bietet linke, transideologische und anarchistische Literatur für Kinder ab elf Jahren an. Enthalten sind „ganz dezidiert Berichte über Geschlechtsumwandlungen“, kritisierte Urban. In einem Buch über zwei Protagonisten heißt es etwa: „Anni erfährt, dass Fred trans ist. Auf einmal braucht es neue Wörter, weil die alten falsch oder verletzend sein können.“

Andere Werke wie „Sex in echt“ wollen mit obszönen Zeichnungen und Beschreibungen von Analfisting – also dem Einführen von Fäusten in den Anus – Kinder ab elf Jahren „aufklären“. Und das, obwohl der nicht weniger fragwürdige Verlag ein Alter ab zwölf Jahren empfiehlt. Auch das Trinken von Urin als sexueller Fetisch wird thematisiert. Das Buch liegt der Redaktion vor. Der „GEREDE- homo, bi und trans e.V.“ wirbt bei der Zusammenstellung einer individuellen Bücherkiste für „eine ausgewogene Auswahl von Büchern aus den verschiedenen Kategorien“. Dazu gibt es „pädagogisches Begleitmaterial“ und „Informationsmaterial zu Fachkräftefortbildungen und Jugendworkshops“.

Seiten aus dem Buch „Sex in echt“. Fotos: JF

CDU-geführtes Sachsen bezuschusst viele transideologische Projekte

Im „Schulbildungsprojekt ‘Liebesleben’“ werden sächsische Kinder ab Klasse 7 seit April 2025 „an queere Themen und Konzepte wie Antidiskriminierung und Privilegien spielerisch und kreativ herangeführt“, wie auf der Internetseite von „Queere Bildung in Sachsen“ zu verstehen gegeben wird. Unproblematisch für die SPD-Sozialministerin in Sachsen, Petra Köpping, die die Initiative verantwortet. Die ehemalige SED-Politikerin lobt das „Mitmach-Projekt ‘Liebesleben’“ als „Synergie zwischen schulischer Bildung und umfassender Sexualaufklärung“.

Ein weiterer Verein, der vom CDU-geführten Sachsen finanziert wird, ist der „RosaLinde Leipzig e.V.“. Er bekommt zwar Geld vom Freistaat, wirft ihm auf der Website jedoch vor, „queere Geflüchtete im Stich“ zu lassen. „Das Queer refugees network verliert ab 2026 seine Finanzierung!“, klagt die Organisation. Es brauche „langfristige und verlässlichere Förderstrukturen statt kurzfristiger Projektlogik“. Mittel für „Bildungsangebote zu sexueller, romantischer und geschlechtlicher Vielfalt“ stehen offenbar nicht auf dem Spiel.

Sogenannte Bildungsangebote des RosaLinde e.V. Quelle: rosalinde-leipzig.de/workshops-und-schulungen/ Screenshot: JF

Organisation erhält Preis auf Steuerzahlerkosten

Ähnlich äußert sich der steuerfinanzierte Verein „Different people“ auf Instagram, der die Einstellung des Projekts „Miteinander für queere Akzeptanz“ zum Jahresende anprangert. Es sei „unabdingbar“, die „Arbeit, die auf vier Jahre ausgerichtet ist, auch zu Ende führen“ zu können. Bis dahin stehen Projekte wie ein „queerer Jugendtreff“ oder „Wunderfunken“, bei dem „queere Familien“ Beratung für ihren Kinderwunsch erhalten, wohl nicht auf der Kippe.

Seit mehr als zehn Jahren entwickle die Organisation Konzepte gegen „antifeministische und rechtsnationalistische Radikalisierung“ bei jungen Menschen. Mit „Queer durch Sachsen“ erhielt der Verein 2025 einen steuerfinanzierten Preis in Höhe von 10.000 Euro von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. „Dieser Preis gibt uns die Chance, viel mehr zu bewegen, mehr unserer tausenden Ideen im ländlichen Raum umzusetzen“, rühmen sich die Verantwortlichen.

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Kultusministerium betont Aufarbeitungswille

Das Kultusministerium wehrte sich entschieden gegen die Vorwürfe der AfD, eine „Salamitaktik“ zu verfolgen und die Aufklärung zu verschleppen. „Sowohl das Landesamt für Schule und Bildung als auch das Kultusministerium haben sehr schnell und umfassend sämtliche Fragen beantwortet – sei es aus dem parlamentarischen Raum (etwa von der AfD) oder von Medien“, sagte ein Ministeriumssprecher gegenüber der JF. Kultusminister Conrad Clemens (CDU) werde sich in der kommenden Woche bei der Plenardebatte zu dem Thema äußern.

Es gebe bereits „etablierte Formate der Qualitätssicherung“, wenn es um die Auswahl von Projekten gehe. „Die Inanspruchnahme zur Begleitung durch die Schulaufsicht ist allerdings nicht obligatorisch.“ Hier sieht die AfD ein Defizit, da fraglich ist, ob die Anmeldung überhaupt genutzt wird. „Seit 2017 ist die Zulassungspflicht auf Druckwerke für die Unterrichtsfächer Religion und Ethik beschränkt“, gab Urban zu bedenken. „Wir wollen, dass es keine Zusammenarbeit mehr mit Genderprojekten und linksradikalen Vereinen gibt.“

Kultusminister Conrad Clemens (CDU) und der AfD-Fraktionvorsitzende Jörg Urban (r.): treffen kommende Woche wohl aufeinander.

AfD will das Sächsisches Schulgesetz ändern

Wie der Fraktionschef klarstellte, sollen nicht alle privaten Anbieter von Projekten aus dem Schulalltag fliegen, sondern eine Kontrolle durch Behörden durchgesetzt werden. Bei der Aufklärung über Verkehrssicherheit oder Wirtschaftskompetenz beispielsweise möchte die AfD – mit Verweis auf Lehrermangel und Sinnhaftigkeit – externe Dienstleister weiterhin zulassen. Es gehe vielmehr darum, Externe auf ihre pädagogische Eignung und die Qualität der Inhalte zu überprüfen.

Neben dem Änderungsantrag für das Sächsische Schulgesetz hofft die AfD-Fraktion zudem auf genügend öffentlichen Druck und empörte Eltern, die sich an alle Fraktionen des Landtags wenden. Urban fordert daher mehr Mitspracherecht der Eltern, die vorher über das Material informiert werden müssten. Das Kultusministerium befürchtet darin „eine enorme bürokratische Mehrbelastung für Sachsens Schulen“, da jedes Schuljahr „tausende Dienstleistungsverträge allein in Sachsen geschlossen“ werden, wie ein Sprecher der JF mitteilte.

Verantwortlich für ausufernde linke Projekte an Schulen ist aus Sicht der AfD auch das Selbstbestimmungsgesetz, das die Transideologie fördere. Kindern ab 14 Jahren erlaubt es etwa, ohne Zustimmung der Eltern, einmal im Jahr das Geschlecht zu wechseln. Aus diesem Grund setzt sich die größte Oppositionsfraktion in Sachsen auch für das Abschaffen des Bundesgesetzes ein.

Wegen laufendem Disziplinarverfahren: Zunächst keine Fachaufsichtsbeschwerde

Weitere Fragen stellen sich beim bundesweit operierenden „Netzwerk für Demokratie und Courage“ (NDC) dar, das mit der Linksjugend kooperiert, wie aus dem NDC-Geschäftsbericht hervorgeht. Darin werden auch die Jusos, die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“, die DGB- und die Grüne Jugend als „Netzwerk- und Kooperationspartner_innen“ genannt. Laut Urban flossen in die Vereinigung zuletzt 1,2 Millionen Euro Steuergelder. Für die Verkehrserziehung hingegen gebe der Freistaat weniger als ein Zehntel aus.

Zum Ursprungsfall in Schleife, der die Untersuchung ins Rollen gebracht hatte, erklärte die AfD, vorerst keine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Schulleiter der Oberschule, Jan Rehor, einzureichen. Die Fraktion wolle den laufenden Polizeiermittlungen nicht vorgreifen.

Zudem läuft schon ein Disziplinarverfahren gegen Rehor wegen einer 2024 stattgefundenen Klassenfahrt einer fünften Klasse (JF berichtete). Diese führte zum Betriebssitz des Windenergieunternehmens „Enercity Erneuerbare“ ins ostfriesische Leer, das die Schulfahrt finanzierte. Die Firma plant derzeit einen Windpark nahe des sächsischen Schleife. Laut dem Portal „Achgut.com“ prüfe das Landesamt momentan, ob der Schulleiter als mutmaßlicher Windkraft-„Lobbyist“ seine Neutralitätspflicht verletzt habe.

Ausschnitt aus einem Buch das sich an Kinder in Sachsen richtet: Nur die Spitze des Eisbergs. Foto: Picture Alliance /// Montage: JF
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