BERLIN. In Berlin haben in diesem Jahr nur 15 von 1.223 Schülern ohne Gymnasialempfehlung den Probeunterricht für den Wechsel auf ein Gymnasium bestanden. Das hat die Berliner Bildungsverwaltung mitgeteilt. Damit schafften lediglich 1,22 Prozent der Teilnehmer den Aufnahmetest.
Im vergangenen Jahr hatten noch 51 von 2000 Schülern den Test bestanden. Das entsprach einer Quote von 2,6 Prozent. Die Erfolgsrate ist damit erneut deutlich gesunken.
In Berlin erhalten Schüler der sechsten Klasse eine Empfehlung für den Wechsel auf eine weiterführende Schule. Grundlage sind die Leistungen in Deutsch, Mathematik und einer ersten Fremdsprache. Wer eine entsprechende Empfehlung erhält, kann sich direkt an einem Gymnasium anmelden. Schüler ohne Gymnasialempfehlung können ihre Eignung nur über einen sogenannten Probeunterricht nachweisen. Diese Regelung gilt seit diesem Schuljahr nach einer Änderung des Berliner Schulgesetzes. Zuvor hatte es ein Probejahr gegeben.
Auswahlverfahren fürs Gymnasium funktioniert
Rund die Hälfte aller Grundschüler erhält laut Bildungsverwaltung eine direkte Empfehlung für das Gymnasium. Voraussetzung ist eine Durchschnittsnote von 2,3 in Deutsch, Mathematik und der Fremdsprache in den beiden letzten Zeugnissen. Die Schüler, die sich für den Probeunterricht angemeldet haben, lagen laut Verwaltung im Schnitt bei Noten zwischen 2,7 und 3,0.
Die Bildungsverwaltung wertet die niedrige Erfolgsquote als Bestätigung ihres Auswahlverfahrens. Die Ergebnisse zeigten erneut, dass der festgelegte Grenzwert für die Gymnasialempfehlung sorgfältig gewählt worden sei und eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen am Gymnasium darstelle. Zugleich unterstrichen sie die „hohe fachliche Qualität“ der Förderprognosen der Berliner Grundschullehrkräfte. (rr)





