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Thüringen: Lehrer manipuliert Foto für die Presse mit „Fuck AfD“

Thüringen: Lehrer manipuliert Foto für die Presse mit „Fuck AfD“

Thüringen: Lehrer manipuliert Foto für die Presse mit „Fuck AfD“

Das von einem Lehrer manipulierte Bild mit dem Anti-AfD-Schriftzug (Pfeil) ging so an die Presse.
Das von einem Lehrer manipulierte Bild mit dem Anti-AfD-Schriftzug (Pfeil) ging so an die Presse.
Das von einem Lehrer manipulierte Bild mit dem Anti-AfD-Schriftzug (Pfeil) ging so an die Presse. Foto: Heinrich-Böll-Gymnasium, Saalfeld
Thüringen
 

Lehrer manipuliert Foto für die Presse mit „Fuck AfD“

Kleiner Termin – großer Ärger: Nach einem Besuch von Sparkassen-Vertretern schickt die Schule ein Bild an die Thüringer Presse, das veröffentlicht wird. Doch plötzlich ist eine Antifa-Parole an der Tafel zu sehen, die dort gar nicht stand.
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SAALFELD. Ein Lehrer des Heinrich-Böll-Gymnasiums im thüringischen Saalfeld hat ein für die Presse vorgesehenes Foto vor dem Versand manipuliert. Auf der Tafel im Musikraum stand dadurch der Spruch „FUCK AfD“. Die Schule hat inzwischen eingeräumt, dass ein Pädagoge die diskriminierende Botschaft nachträglich in das Foto geschleust hat.

In dieser Form verschickte die Schulleitung das Bild von einem Termin mit Vertretern der Sparkassen-Kulturstiftung an die Regionalpresse – ohne dass angeblich die Manipulation jemandem auffiel. Die Ostthüringer Zeitung veröffentlichte das Bild dann genauso, wie es geliefert wurde – mit der Antifa-Parole.

Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte Schuldirektor Ralf Schröter, wie es zu dem Skandal kam: „Bei der Zusammenstellung der Pressemitteilung wurde der Schulleitung versehentlich eine bearbeitete Bilddatei anstelle des Originals übergeben. Die Bearbeitung stammt von einer Lehrkraft. Die Schulleitung hat die Bearbeitung bei der Übernahme in die Pressemitteilung nicht bemerkt.“

Manipulation des Lehrers schafft es in die Zeitung

Bei dem Termin ging es um die Sanierung des rund hundert Jahre alten Flügels der Schule. Dafür sind 40.000 Euro nötig. Die Kulturstiftung der Sparkasse beteiligte sich daran mit 10.000 Euro. In diesem Zusammenhang entstand das Foto mit dem Schulleiter, zwei Mitgliedern des Schulfördervereins und Sparkassen-Vertretern.

Diese waren nach der Veröffentlichung auf die Manipulation aufmerksam gemacht worden. Einer von ihnen hatte selbst Bilder von der Szene mit dem Flügel und der Tafel im Hintergrund aufgenommen. Doch auf seinen Fotos war die Hetzparole nicht zu sehen. Damit war klar, dass die Schule das Bild manipuliert haben musste.

Dienstrechtliche Maßnahmen?

Die Sparkasse bat daraufhin die Ostthüringer Zeitung das Foto auszutauschen: „Als Anstalt des öffentlichen Rechts sind wir zu politischer Neutralität verpflichtet“, sagte ein Vorstandssekretär der Bild.

Der Schulleiter betonte: „Die Lehrkraft, die das Foto bearbeitet hat, hat dieses weder aufgenommen noch die Pressemitteilung versendet.“

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Laut dem CDU-geführten Bildungsministerium prüft das Schulamt jetzt „dienstrechtliche Maßnahmen“ gegen den Lehrer, der das Foto manipulierte. (fh)

Das von einem Lehrer manipulierte Bild mit dem Anti-AfD-Schriftzug (Pfeil) ging so an die Presse. Foto: Heinrich-Böll-Gymnasium, Saalfeld
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