Das kleine Litauen trotzte Weltkrieg und Sowjetbesatzung. Sein Beispiel ist nicht nur für seine baltischen Nachbarn von Bedeutung. Denn nicht nur sie sollten vor einer Gefahr auf der Hut sein, vor der schon Bismarck warnte. Von Karlheinz Weißmann.
IHR DIGITALER ZUGANG.
Einfach registrieren undweiterlesen.
Alle Artikel auf JF online frei
Die JF schon jeden Mittwoch als E-Paper und via App
Interessanter Dialog zwischen ost- und westorientierten Meinungen. Seltsam, dass dies die einzigen Alternativen zu sein scheinen. Warum bemüht sich niemand, die chinesische Karte zu ziehen? Das Schwergewicht der Weltwirtschaft wendet sich so oder so in die Richtung des Reiches der Mitte. Niemand spürt das besser als die amerikanische Elite. Deshalb sind beide dortigen Parteien gegen China eingestellt. Das gibt mir zu denken. Ich möchte nicht im sinkenden atlantischen Schiff verbleiben. Und ich bin mir sicher – es werden immer mehr Deutsche, die dieses sinkende Schiff verlassen.
Im möchte im „Schiff“ unserer abendländischen Kultur bleiben.
Und nicht als fünftes Rad am Wagen der Chinesen hängen.
Dann verlassen Sie doch endlich das sinkende Schiff und gehen Sie doch nach China (oder Rußland), verehrter Herr Pfarrer Spieth. Aber vielleicht verschonen Sie uns Deutsche mit ihren komischen geopolitischen Analysen, die zum großen Teil aus ideologisch gefärbten Halbwahrheiten bestehen. Wer für ein freies und freiheitliches Deutschland streitet, der muß sich vor solchen falschen Propheten wie Ihnen hüten, die Deutschland (und offenbar auch ganz Osteuropa) den putinschen russischen oder dem chinesischen Zwangssystem ausliefern würden. Als freiheitlicher Konservativer muß man für Deutschlands Platz im Westen streiten. Alles andere ist brandgefährlich. Ohne Zwang würden übrigens Putins Rußland oder Xis China innerhalb kürzester Zeit implodieren. Auch wirtschaftliche läuft es in China seit Jahren nicht mehr so gut (sehr hohe Schulden, Immobilienkrise, endemische Korruption auf Provinzebene, zunehmende Zensur und Zwang, um die Unzufriedenheit im Volk unter Kontrolle zu halten). Das sind alles Tatsachen, die sie ausblenden.
„Als freiheitlicher Konservativer muß man für Deutschlands Platz im Westen streiten“
Als f r e i h e i t l i c h e r Konservativer muß man danach streben, daß Deutschland zu der Kraft findet, die ermöglicht, daß es sich KEINEM Hegemon beugen muß.
Was ist das denn für eine Freiheit wenn sich meine Wahl damit begnügen muß, mir den Hegemon, ohne dessen Protektion ich untergehe („wir sind so schwach …“), aussuchen zu m ü s s e n?
Eine Mittelmacht wie Deutschland hat schlicht nicht die Mittel, um bei der Verteidigung komplett unabhängig zu agieren.
Falls Sie also nicht von einer Großmacht Deutschland träumen, führt kein Weg an Verteidigungsbündnissen vorbei.
Deutschland ist (militärisch, außenpolitisch) so schwach, dass es lächerlich ist zu denken, wir könnten uns allein in der Welt behaupten. Die USA sind schon lange nicht mehr der Hegemon, der sich mal waren. Die Europäer und gerade die Deutschen müßen verteidigungsfähig werden. Sich an Rußland oder China ranzuschmeißen wäre Selbstmord.
Verehrter Freiheitsfreund, warum dieser aufgeregte Ton bei Ihnen? Mag sein, dass meine Thesen nicht mehrheitsfähig sind. Aber als Anregung können sie doch dienen? Ich mache Gesprächsangebote in Richtung einer pluralen Ausfächerung – und zwar auf der Basis, die von den Vereinten Nationen und der (früheren) Bewegung der blockfreien Staaten vorgegeben sind. BRICS ist nur eine Option von mehreren. Mir ist ein Vortrag von Altkanzler Schmidt im Auditorium Maximum der Münchener Ludwig-Maximilian-Universität in Erinnerung kurz vor der Wende 1989. Dieser Grandseigneur der BRD wurde nicht müde zu betonen, dass wir in einer fünffach ausgefächerten Welt leben – mit den großen Machtblöcken Sowjetunion, EU, Nordamerika, China und Japan. Politik ist die Kunst des Möglichen. Bismarck vermochte mit fünf Bällen zu jonglieren. Wer weiss, ob es einen Bismarck redivivus geben wird zu gegebener Zeit? Unilateral auf nur eine Macht-Position bezogen zu sein ist nicht das Gelbe vom Ei. Ideal wäre ein multilaterales Geflecht.
Nicht erst seit heute, schon bald nach dem 2. WK beschäftigen mich Fragen betreffend RuLand. Haß, Wut, Neid, Gier, Eroberungslüste, kurzum alles, was RuLand zermalmen könnte, wird täglich von Medien beschrieen. Es ist auch schon wörtlich geäußert worden: … Muß am Boden liegen … etc.
Soweit so allseits u. weltweit bekannt. RuLand ist von mordlüstigen Feinden umzingelt (abgewandelt P. Sholl-Latour).
Wenn dieses Ziel also eines Tages endlich (denn diese Bestrebungen gibts seit 100en Jahren) erreicht wird, was geschieht dann? RuLand kaputt! Freigegeben für alle, ähnlich wie bei Jelzin, die meinen, ein Recht darauf zu haben? Z.B. Polen, Litauen, Tataren usw. usf. Was ist geplant, das dann mit RuLand geschehen soll? Pläne gibt es 100pro. Wie bei AH? Russen als Arbeitssklaven für die Eroberer am Leben lassen? Wie sind die Pläne für den Tag X? Oder wird Onkel Sam mit z.B. GrBrit. wieder einen Stift u. Lineal nehmen u. auf der Landkarte nach eigenem Gusto verteilen? Wer soll welche Tortenstücke erhalten? Weiß jemand mehr von diesen Zukunftsplänen? Literatur? Es interessiert mich sehr.
„RuLand ist von mordlüstigen Feinden umzingelt“
Der einzige mordlustige Feind ist Russland selbst. Niemand greift Russland an, sondern es sind die Russen selbst, welche ihre Nachbarn überfallen und umbringen.
@Wertkonservativer Akademiker
Ach, Sie haben IMMER NOCH NICHT George Friedman (STRATFOR) zugehört, der auf dem Chicago Council For Global Affairs antwortete, das größte Problem der USA sei nicht der islamistische Terror, sondern „seit über 100 Jahren“ die „Gefahr“, daß Deutschland und Rußland zusammenarbeiten. Weil Rußland die Bodenschätze und billigen Arbeitskräfte, Deutschland die Ingenieure und Techniker habe und sie die USA als Wirtschaftsmacht Nr. 1 verdrängen könnten. Weshalb man einen „Cordon sanitaire“ von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer schaffen müsse, um die Zusammenarbeit zu verhindern.
Prof. John Mearsheimer, der seit 10 Jahren mahnende Vorträge hält, u.a. mit dem Titel „Why Ukraine is the West’s Fault“, haben Sie auch nicht zugehört.
Sie machen denselben Fehler wie Weißmann, Rußland und UdSSR synonym zu verwenden. Das „marschierende Schlachthaus“ bestand auch aus Ukrainern, Die 1 Mio vergewaltigten Frauen waren Opfer von Ukrainern wie von Russen. Stalin war Georgier, nicht Russe.
Am 2.6.2014 begannen die Ukrainer, ihre russische Minderheit zu bombardieren. Anfangs kritisierte man das in ARD/ZDF – auch die Verbrennung der 46 in Odessa. Dann hielt man den Mund.
Was immer eine George Friedman, John Mearsheimer oder John Doe gesagt hat: Fakt ist, dass Russland die Ukraine völkerrechtswidrig überfallen und damit eigene Garantien wertlos gemacht hat.
2014 hat die ukrainische Zentralregierung gegen einen von Russland entfachte Separatistenbewegung in der Ostukraine gekämpft, was ebenso legitim wie legal ist. Durchaus möglich, dass es dabei zu Kollateralschäden gekommen ist. Aber das ist jetzt beim RECHTSWIDRIGEN russischen Angriff auf die Ukraine weitaus mehr der Fall. Stört Sie in DIESEM Falle aber nicht weiter. Warum eigentlich nicht?
Danke, Leonore, für diesen Einwurf von der Seitenlinie. Sehr interessante Gedanken und Warnungen. Warum lesen unsere atlantischen und akademischen Freunde diese Dinge nicht? Sind sie allzu stark verliebt in die westliche Lebensordnung? LIebe macht blind. Das gilt auch für politische Liebe. Die Verliebtheit in das westliche System geht so weit, dass man dann sogar das eigene Land (also die BRD) aufgeben will zugunsten der Vereinigten Staaten von Europa und Amerika. Denn das ist das Endziel von NATO und EU – ein den Atlantik übergreifender Superstaat USA – EU. Der Euro ist ja nicht als rein europäische Währung interessant, sondern als Euro-Dollar konzipiert.
Sie werden offensichtlich nicht müde, Begründungen dafür zu suchen, warum der russische Angriffskrieg gerechtfertigt ist.
Damit können Sie nur scheitern, da es für einen Angriffskrieg niemals eine akzeptable Rechtfertigung geben kann.
„Niemand greift RuLand an“!?
Als Akademiker sollten Sie doch weiere Geschichtskenntnisse haben, neben denen zu Ihrem Kuckucksheim.
Geschichtskenntnisse braucht man nicht, um zwischen Aussagen über die Vergangenheit und solchen über die Gegenwart unterscheiden zu können.
Man braucht aber Propagandakenntnisse, um beides auf dieselbe Ebene zu stellen.
Wen interessiert in diesem Zusammenhang die Geschichte vor 80 Jahren ? Zumal Deutschland als damaliger Aggressor einen hohen Preis zahlen musste.
Es gibt im 21. Jahrhundert niemanden, der Russland angreift oder vorhat, dies zu tun. Russland ist heute in der Rolle, in welcher Nazi-Deutschland damals war.
Herzlichen Dank für diesen fundierten, diesen notwendigen Artikel. Wir Deutschen dürfen uns niemals wieder an der Unterjochung ostmitteleuropäischer Völker durch den russischen Imperialismus beteiligen. Das ist eine moralische Frage, aber in gleichem Maße eine Frage deutscher Staatsräson, die sich aus den Erfahrungen mit Rußland seit 1871 ergibt. Wenn ich mich nicht irre, hatte Bismarck schon kurz nach der Reichsgründung Querelen mit den russischen Kanzler Gortschakow, die wohl aus Neid auf den großen deutschen Kollegen und dem Gefühl des Zu-kurz-gekommen-seins herrührten.
1875 kam es zur ersten Konfrontation (aus Wikipedia): „1875 schaltete sich Gortschakow in die Krieg-in-Sicht-Krise zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich ein. Damit schwächte der russische Kanzler das Dreikaiserabkommen (mit Deutschland) und stärkte Mac-Mahons Position in Frankreich. Als Folge davon wurde Mac-Mahon nicht mehr so stark für seine kriegerische Vergangenheit kritisiert. Danach konnte er seine auf Revanchismus und Aufrüstung ausgerichtete Politik weiter fortsetzen.“ Mac Mahon war französischer Präsident.
Im Gegensatz zu den heutigen Bismarck-„Verehrern“ war Bismarck immer auf der Hut vor R..
„Neid“ und das „Gefühl des Zu-kurz-gekommen-seins“ sind wesentliche Faktoren für das Verhalten der Russen. Ich nenne es den russischen Minderwertigkeitskomplex.
Interessante Bemerkung, lieber Fritz. Ich dachte, die leise Entfremdung zwischen unserem Reich und Russland sei erst auf dem Berliner Kongress 1878 erfolgt, als Gortschakow seine Maximalziele am Bosporus nicht nur verfehlte, sondern deutlich in die Schranken gewiesen wurde. Man muss aber auch die russische Seite verstehen. 1871 hat Petersburg stillgehalten bzw. sogar in wohlwollender Neutralität verharrt – so dass wir den Einigungskrieg erfolgreich gegen Frankreich durchfechten konnten. Klar, dass er eine Gegenleistung von uns erwartete – nämlich die Unterstützung Russlands beim erstrebten Zugang zum Mittelmeer. Ähnliches erwartete ja Molotow 1940 von der NS Führung in Berlin. Weder 1878 noch 1940 gingen wir auf die russischen Wünsche auch nur ansatzweise sein, sondern versuchten sie abzudrängen nach Mittelasien oder Fernost. Was wäre eigentlich passiert, wenn Bismarck oder Ribbentrop den Russen entgegengekommen wären? Wenn wir ihnen geholfen hätten, Stützpunkte an Dardanellen und Bosporus zu bekommen? Wir hätten zwar Krach mit den Türken und Westmächten bekommen, dafür aber einen zuverlässigen Bündnispartner im Osten gewonnen, der mit uns durch dick und dünn gegangen wäre.
Was mir bei dieser Diskussion völlig fehlt, ist die europäische Rolle. Wir haben es versäumt, im Zuge der europäischen Vereinigung (als das wird uns ja die EU verkauft), eine eigene Politik nach außen und in Sachen Verteidigung aufzubauen. Stattdessen hängen wir seit über Jahrzehnten am Rockzipfel der Amerikaner. Und die Folgen dessen, was die USA (mit unserer Unterstützung) im Nahen Osten und in Nordafrika angerichtet haben, kann man heute in vielen europäischen Städten tagtäglich beobachten. Es spricht nichts gegen Handel und Beziehungen auf Augenhöhe mit Rußland oder USA. Aber beide müssen sich bewußt sein, dass sie mit Europa nicht machen können, was sie wollen. Davon sind wir weit entfernt. Und genau deswegen braucht der Russe nicht über die Ukraine hinaus anzugreifen. Er muss nur abwarten, bis sich die EU Nationen im kommenden Bürgerkrieg selbst zerlegt haben und nimmt sich dann, was er möchte. In spätestens zwei Jahrzehnten ist es soweit.
Wer eine WIRKSAME europäische Verteidigungsgemeinschaft will (die dennoch niemals mit den USA mithalten könnte!) muss zugleich eine EUdSSR wollen!
Wer das NICHT will (ich z. B.!) muss in der NATO bleiben wollen.
Beides, ein Europa unabhängiger Nationen, das dennoch militärisch stark ist (und etwa noch mit Deutschland als Hegemon, wie sich die Ewiggestrigen das erträumen), kann man nicht haben.
Aktuell habe ich eine sehr, sehr lange Analyse der politischen Positionen von Björn Höcke verfasst, die aber pars pro toto die Vorstellungen der Ultrarechten insgesamt adressiert. Sie ist nach Stichworten geordnet; vorliegend sind insbesondere „Europa“ und „Ostpolitik“ (und auch „USA“) einschlägig:
Habe Ihre Webseite aufgerufen und die betreffenden Zitate gelesen, werter Canabbaia. Ich kann daran nichts Verwerfliches finden. Es ist kein Aufruf zu Hass, Gewalt, Mord und Totschlag. Es ist kein sozialdarwinistischer Rassismus darin. Es ist eine Sprache, die die Grenze des zivilgesellschaftlich Üblichen sprengt. Es ist eine Sprache, die die Dogmatik der BRD-Zivilreligion verletzt. Ja, Björn ist ein Ketzer. Und damit in bester Gesellschaft.
Nein, großdeutscher National-Autismus ist nicht weiter verwerflich; für ewiggestrige Höckisten ist es völlig normal, sich mit Russland über den Kopf der „vielen kleinen Zwischenländer“ (Höcke) in Osteuropa zu verbünden.
Hat ja schließlich auch Tradition!
Die Patriautisten sind halt etwas zurückgeblieben: Chronologisch ebenso wie politintellektuell.
Wer den höflich-sachlichen Kommentar von Gottfried Hermann Spieth und den zum Fremdschämen animierenden von Canabbaia, der hat einen bleibenden Eindruck gewonnen, welche Seite Argumente und welche lediglich Beschimpfungen und Unterstellungen hat, also welche die vertrauenswürdigere ist.
Dann muss „Mutti“ Merkel wohl besonders vertrauenswürdig sein. Die hat auch niemanden beschimpft. Nur ganz nebenbei unser Land ruiniert.
Im Übrigen ist es immer problematisch, die Glaubwürdigkeit eines Textes anhand von Reaktionen darauf zu beurteilen. Wenn man ihn doch einfach lesen und sich so selber ein unmittelbares Bild machen könnte.
Danke, Leonore, dass Sie mir zur Seite springen. Ich weiss mir nämlich keinen Rat gegen die Scharfzüngigkeit der Kollegen Canabbaia und Akademiker. Die beiden haben die besondere Gabe, messerscharf zu argumentieren und extrem hart auszuteilen. Es ist eine pure Machtdemonstration westlichen Selbstbewusstseins, die von den beiden ausgeht. Sie sind sich ihrer Sache vollkommen gewiss und tragen ihre Positionen in einem apodiktischen Stil vor, der keine Widerrede duldet. Wer macht sie so stark? Wer verschafft ihnen diese Dominanz? Von meinem Kommunikationsstil her bin ich dagegen machtlos.
Wer will, kann sich ja umgehend bei Selenski freiwillig an die Ostfront melden und sich Orden fürs Abschlachten von Russen anheften lasseen.
Oder seine eigenen Söhne schicken.
Während Sie sich beim Wladibär melden, um die Berliner Stadtschlüssel abzuliefern?
Deshalb plädiere ich für unsere Annäherung an das BRICS Gesamtsystem, da es ja auf der Hand liegt, dass die Angelsachen es nicht wirklich gut mit uns meinen, sondern uns für ihre Zwecke ausnützen. Im Gegenzug sich dann Russland an den Hals zu werfen, wäre aber auch nicht ohne Risiko. Deshalb ist unser Bündnis mit China und Indien so wichtig. Diese beiden asiatischen Großmächte balancieren unser Gesamtverhältnis zum Osten aus – wir sind Russland zugewandt, ihm aber nicht ausgeliefert, weil wir über ebenso gute Beziehungen zu China und Indien verfügen. Im Rat der BRICS Staaten sind wir dann gleichberechtigt und kommunizieren auf Augenhöhe mit allen dort versammelten Staaten. Russland spielt innerhalb von BRICS nicht dieselbe dominante Rolle wie die USA in der NATO.
Die USA nutzen uns aus, und wir nutzen die USA aus. So ist das in der Außenpolitik. Wer etwas haben will, muß auch etwas geben. Wir haben z. B. in den letzten Jahrzehnten kostengünstig unter dem Schirm us-amerikanischer Überlegenheit gelebt. Das ist nun vorbei. Jetzt müssen wir selbst angemessen für unsere Sicherheit sorgen und uns auch um die Sicherheit unserer Nachbarn kümmern. Dafür sind wir die wichtigste konventionelle Macht in Europa oder müssen es jedenfalls in absehbarer Zeit wieder werden. Das kostet, und bei den zahllosen Kohorten der Sozialpolitiker herrscht schon Heulen und Zähneklappern..
Das ist keine reine Kostenfrage, lieber Fritz. Das ist eine mentale Sache. Und da hapert es gewaltig. Solange unser Volk und Staat kein Ja zu einer instinkthaft-leidenschaftlichen Männlichkeit und zur kämpferischen Priorität des Männlichen findet, sehe ich keine Chance. Gegenderte und gemischte Armeen sind per se den rein maskulinen Gegnertruppen unterlegen, egal wie gut die Wehrtechnik sein mag.
Wer unser Volk 80 Jahre lang umerzogen bzw. ihm eingeredet hat, daß es das böseste auf der Welt ist und diese ein besserer Ort wäre, wenn es keine Deutschen gäbe, der darf sich hinterher nicht beschweren, wenn dieses Volk keinen Überlebens-, schon gar keinen Selbstverteidigungswillen mehr hat.
Ich habe den Eindruck, das nehmen die uns auch gar nicht übel. Sie richten sich drauf ein. Weil wir nicht mehr zum „Frontstaat“ taugen, sind wir sind jetzt auserkoren, zum Schlachtfeld zu werden. Wie sagte der hochrangige Ami neulich: „Wir haben zwei Weltkriege in Europa geführt, wir haben nichts dagegen einen dritten Weltkrieg in Europa zu führen!“ Ja, klar. Wie Prof. Mearsheimer sagte: In den USA ist damals nicht EINE Fensterscheibe zu Bruch gegangen… Die wissen gar nicht, was Krieg bedeutet.
Die hätten uns gerne so wie sie. Amerika empfindet sich als das bessere Europa. Ein gutes Drittel der US-Bevölkerung ist deutscher Abstammung, also mehr als 100 Milionen. Streng genommen sind die USA der weltweit größte deutsch geprägte Staat (neben BRD, Österreich, Schweiz). Kenner sagten mir, die US-Volksseele sei viel mehr deutsch als britisch geformt. Das betrifft aber nur die Basis, nicht die US-Elite. Die ist fest in der Hand derer, die sich der Loge und ähnlichen Vereinigungen verbunden wissen – und damit der City of London und dem britisch-kolonialen Weltverständnis nahe stehen. Hinzu kommt der jüdische Anteil an der atlantischen Führungsschicht. Nach den Vorstellungen der tonangebenden Kreise der Ost- und Westküste Amerikas sind wir Deutsche – egal ob US-Deutsche oder BRD-Deutsche – in irgendeiner Weise abhängig von den US-Eliten, die ihre sanfte Hegemonie zum Wohle von Democracy, Profit und Glück weltweit verbreiten – weil sie vom Schicksal dazu auserwählt sind. Das ist die atlantische Polit-Religion, der wir unterworfen sind „zu unserem Heil und Besten“. Ich meine das nicht abfällig. Das ist ein legitimer und angenehmer Weg. Aber nicht der einzige auf dieser Welt.
Ich erlaube mir festzustellen: Durch die Rechte geht ein Riss. Auch durch die AfD. Zu bedenken bleibt, dass die Rechte nicht von Putin an die Macht gehievt werden wird. Das kann und wird nur der Souverän tun, und der hat – zumindest in der Mehrzahl und unterbewusst – 1945 nicht vergessen.
Nicht nur das. Der Souverän weiß, dass es nicht in unserem Interesse liegt, einen europäischen Bruderstaat an eine raumfremde Macht zu verschenken!
Der „europäische Bruderstaat“ ist vermutlich die Ukraine und die „raumfremde Macht“ soll Rußland sein…?
Rußland ist bis zum Ural ebenso europäisch wie die Ukraine.
Und wer 1945 nicht vergessen hat, der erinnert sich hoffentlich auch an das Verhalten der Ukrainer – auch in den Jahren davor.
Daß Grauenhaftes wie der Holodomor die Ukrainer nicht dazu berechtigt, ihre russische Minderheit zu entrechten, als „Ungeziefer“ zu beschimpfen, zu bombardieren und auszuhungern, sollte unter zivilisierten Menschen eine Selbstverständlichkeit sein.
Übrigens ist seit dem Geständnis deutscher und amerikanischer Militärs, daß es eigentlich um die Lithium-Vorkommen im Donbass geht, alles klar. Ach, DESHALB will man den Russen im Donbass keine Autonomie oder gar die Wahlfreiheit, sich Rußland anzuschließen, gewähren! (Owohl das dem Völkerrecht entsprechen würde) DESHALB werden sie dem ukrainischen Hegemon, der sie 8 Jahre lang bombardiert und 1 400 Kinder mit Vorsatz getötet hat ausgeliefert! (Poroschenko: „Unsere Kinder werden in Schulen und Kindergärten sein, deren Kinder werden in Bunkern und Kellern sitzen… So und nur so werden wir diesen Krieg gewinnen“).
Ach so! Für ca 5 Mrd. …
Nein, das entspricht nicht dem Völkerrecht, dass sich jede Gruppe von ihrem eigenen Land abspalten und einem anderen Land zuwenden darf.
Aber danke für den Hinweis auf die Lithium-Vorkommen im Donbas: Das erklärt dann auch endlich die Rohstoffinteressen, wegen deren Russland dort eine separatistische Bewegung entfacht und der Ukraine dieses Gebiet gestohlen hat!
Ich muss zugeben, dass ich das SO noch gar nicht betrachtet hatte.
Die 5 Mrd. USD, die Victoria Nuland erwähnt hatte, waren US-Entwicklungshilfe seit Unabhängigkeit der Ukraine.
Ganz abgesehen davon, dass die Kiewer Zentralregierung in der Ostukraine einen ebenso legitimen wie legalen Kampf gegen eine von Russland ausgelöste Bandenrebellion geführt hat, waren die Kämpfe besonders im Anfang heftig, also 2014/2015. Dabei sind in der Tat als Kollateralschäden auch Zivilisten umgekommen.
Und das rechtfertigt Putins Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022? Wodurch sehr viele Zivilisten dort gestorben sind und weiterhin sterben.
Aber seltsam: Diese durch Putins RECHTSWIDRIGE Aggression verursachten Opfer stören Sie nicht die Bohne!
Was die „raumfremde Macht“ angeht, so halte ich ganz und gar nichts vom „Großraumdenken“.
Das bezieht sich darauf, dass Björn Höcke Russland im Verhältnis zu Europa als „raumfremde Macht“ einstuft. Das muss er in seiner Gedankenwelt tun, weil er Deutschland als europäischen Hegemon etablieren möchte. Würde er Russland zu Europa rechnen, müsste er diesem Lande die Hegemonialstellung zubilligen.
Aber obwohl sich Höcke als Beschützer Europas aufspielt, verschenkt der Bonsai-Bismarck aus Bornhagen das größte rein europäische Land kurzerhand an eine „raumfremde“ Macht, die aus seiner Sicht in Europa gar nichts verloren hat.
Denken ist halt Glücksache, bei diesem Deutschland-Messias.
Wie soll die Rechte an die Macht kommen, wenn unser Land in seinem Innern total auf westlich getrimmt ist? Wenn mehr oder weniger alle, die Karriere machen und Teil der Elite sein wollen, zuvor den atlantischen Geßler-Hut grüßen müssen? Wobei dieser Gruß sehr angenehm sein kann und mit vielen sozialen und finanziellen Vorteilen verbunden ist. Nein, wir brauchen den Impuls von aussen, aus dem eurasisch-fernöstlichen Raum. Nur wenn von dorther eine überwältigend große, schöne, starke Macht auftritt, kann es zum Austausch unserer Eliten kommen. Und nur wenn die Elite ausgetauscht ist, kann dann auch ein anderes – nämlich „rechtes“ – Wertesystem im Volk Fuß fassen.
Wenn „die Rechte“ endlich einmal damit aufhören würde, sich Russland an den Hals zu schmeißen, dann hätte sie deutlich bessere Chancen. Egal welche richtigen Positionen die AfD sonst vertritt – als „Russenpartei“ ist sie für viele Konservative unwählbar.
Auch wenn es für Sie schwer zu verstehen ist: „total auf westlich getrimmt“ gefällt der großen Mehrzahl Ihrer Mitbürger. Mit Anti-Amerikanismus und Russophilie gewinnt man in Deutschland keine Bundestagswahlen. Und das ist gut so.
Mag sein, dass in West- und Süddeutschland tatsächlich eine Mehrheit mit den Vereinigten Staaten sympathisiert, aus welchen Gründen auch immer. Mag sein, dass aus diesem Grund die bisherigen Führungsparteien immer noch mehrheitlich gewählt werden. Mag sein, dass die Wirtschaftskompetenz der Amerika-freundlichen Unionsparteien nach wie vor wahlentscheidend ist. Mag sein, dass individuelle Selbstverwirklichung im Sinne der Aufklärung nach wie vor den höchsten Wert darstellt. Das muss aber nicht so bleiben. Das westliche Modell bezieht seine Attraktivität aus einer geschickten Kombination materieller und sonstwie utilitaristischer Werte. Tritt ein anderer Anbieter auf dem politischen Sinnstiftungsmarkt auf, wechselt das wirtschaftsorientierte Bürgertum relativ schnell den Bezugshorizont. Macht China das bessere und sozialverträglichere Angebot, ist der Frontwechsel nur eine Frage des Wann, nicht des Ob.
Sie dürfen sich natürlich Ihren Träumen von der BRICS-Vorherrschaft hingeben. Offensichtlich bevorzugen Sie ein totalitäres Gesellschaftsmodell, wie man es z.B. in China und Russland findet.
Es ist aber völlig illusorisch zu glauben, dass in Deutschland mehr als eine kleine Minderheit für solche Ideen empfänglich ist.
Wenn die Rechte nichts anderes im Kopf hat, als antiwestlich zu sein, dann kommt sie hoffentlich NIEMALS an die Macht!
„Daß der „Wilnaer Blutsonntag“ mit dem Abzug der Russen endete, verdankte Litauen nur westlichem Druck, und daß es seine staatliche Eigenständigkeit bewahren konnte, dem raschen Beitritt zur Nato und dann zur Europäischen Union“
Kann sein. Wird aber niemand jemals w i s s e n.
Es k ö n n t e ja auch so gewesen sein: Daß Gorbatschows Rest-Union g e s c h w ä c h t war. Geschwächt wie die Briten und Franzosen, die darum in den 1960ern „raus aus Afrika“ mußten.
War damals der ostblöckliche Druck entscheidend? Die rasche Überführung in den wehrhaften „Block“ der Blockfreien? Oder war der F r e i h e i t s w i l l e der Afrikaner vielleicht doch so, daß dieser Wille ihren früheren Herren die Sache zu „unappetitlich“ machte?
Was ist mit der Singenden Revolution? Was ist mit dem Baltischen Weg, 600 km lang?
In 2019 habe ich eine Baltikum-Rundreise gemacht. Die Reiseleiterin, eine ethnische Litauerin, erklärte uns das ausführlich, und mit großem Stolz. Alle baltischen Völker (Lettland ist ein Mehrvölkerstaat) hätten in ihrem Freiheitswillen zusammengestanden.
Mag sein, daß die Balten befreit wurden. Daß sie sich dankesschuldig fühlen, war nicht mein Eindruck.
Woher kommt dieser unsagbare Russen-Hass?
Woher kommt diese unsagbare Servilität gegenüber dem kleptokratischen Despoten Wladibär?
Was den Artikel von Karlheinz Weißmann auszeichnet, sind die Tatsachenbasis und die Stringenz seiner Argumentation. Da geht es nicht um Haß, sondern um die Quintessenz bitterer Erfahrungen.
Genau!
Aber auch ganz abgesehen von allen historischen Erfahrungen gebietet es die Logik der Machtpolitik, dass man einem imperialistischen Staat „zwei Häuser weiter“ nicht erlaubt, den zweitgrößten europäischen Staat einzusacken!
Das frage ich mich auch. Es ist wohl immer noch die Nazipropaganda des Dritten Reiches mit dem Russen als Untermenschen. Anders kann ich mir das nicht erklärten. Das ist doch nicht normal und wer hier von „Wladibär“ schreibt, den kann man nicht ernst nehmen. Das ist unterste Schublade von Argumentation.
Wie wäre es mit dem Naheliegenden? Ein Volk, das einfach losgeht und seine Nachbarn tötet, vergewaltigt und deren Kinder verschleppt, erzeugt bei anständigen Menschen Ablehnung, Verachtung und Hass.
Der Seitenhieb gegen die Putinversteher in Kombination mit dem Vorwurf von Großmannssucht ist dann so zu verstehen, dass wir uns auf Gedeih und Verderb in den Dienst einer Weltmacht stellen, die uns jüngst die Energieversorgung weggesprengt hat und uns ansonsten als tributpflichtigen Vasallen betrachtet?
Unser Unglück war es, mit beiden Großmächten im Kriegszustand gewesen zu sein, wobei die Kriegsfolgen bis heute andauern, allen Freundschafts- und Lippenbekenntnissen zum Trotz. Es ist das Verhängnis des dritten Reiches und zuvor schon des Kaiserreichs gewesen, durch eigene und fremde Schuld in diesen Zweifrontenkrieg mit den USA und den Moskowitern verwickelt worden zu sein. Und beide Großmächte, die atlantische wie die Moskowitische, haben bis heute Forderungen an uns. Sie behandeln uns von oben herab. Selbst der senile Biden war immerhin stark genug, um Scholz wie einen Schuljungen aussehen zu lassen. Und Putin hat sich erlaubt, Frau Merkel mit einem Schäferhund einzuschüchtern. Solche Dinge macht man nicht unter Gleichen. Was wir brauchen, ist eine Mächtegruppierung ausserhalb der Großmachtstruktur des Weltkriegs. BRICS könnte eine solche Gruppierung sein. Zwar ist dort auch Russland mit dabei, aber eben nicht in führender Position. Ich bin mir ziemlich sicher: Im BRICS-Verbund hätten wir wesentlich mehr Spielräume als im NATO- und EU-Verbund, wo wir gleich mit drei Siegermächten des Weltkriegs zu tun haben.
Eher ist die Kritik an den Putinisten wohl so zu verstehen, dass wir unser Gedeihen in unserer abendländisch-westlichen Kultur suchen sollen.
Anstatt dem despotischen Kleptokraten einer fremdkulturellen Macht hinterher in unser Verderben zu rennen.
Die Vergötterung der Alliierten jedweder Couleur gehörte zur DNA der alten Bundesrepublik, in der Nachfolge der „Frankfurter Schule“ und ihren 68er-Jüngern.
Man zelebrierte die Fremdherrschaft über Deutschland als eine angeblich zu ziehende „Lehre aus der Geschichte“, schließlich hatte uns „das Ausland“ in Gestalt einer „Weltgemeinschaft“ von dem Irrweg der Selbstbestimmung endlich glücklich befreit.
Dementsprechend mißmutig nahm das bundesdeutsche Establishment die Wiedervereinigung 1990 auf.
Daß man anderswo in Ostmitteleuropa keineswegs die Russen als „Befreier“ empfand, überfordert noch heute manche Deutsche. Kognitive Dissonanzen plagen die Seelen. Daß starke Mißtrauen der Ostmitteleuropäer gegenüber einem starken Rußland stellt das eigene Selbstbild der antideutsch erzogenen Nachkriegsdeutschen infrage.
Daß es nicht die Deutschen waren, die das Böse im Alleingang in die Welt brachten, und daß Selbstbestimmung nicht zwangsläufig ein Übel sein muß, scheint für Manche schwer verdaulich zu sein.
Wir spielen seit 1945 die Rolle des Teufels. Diese Rolle fiel uns zunächst durch eigene Schuld zu. Doch dann geschah etwas Seltsames: Die vier edlen, guten, antifaschistischen Mächte haben unsere Schuld noch einmal virtuell gesteigert, verdoppelt und verdreifacht – damit wir diese Rolle möglichst lange, vielleicht sogar auf ewig spielen. Warum kein Schlussstrich? Antwort: Sie brauchen uns als hässlich-diametrales Gegenbild ihrer demokratischen (oder sozialistischen oder sonstwie definierten) „Lichtgestalt“, die sie verkörpern. Sie sind die Engel, wir sind die Teufel. So einfach ist das. Und das wird solange bleiben, wie diese Engel am Drücker sind. Es waren vier Engel, die uns besiegten. Zwei sind schon aufs Normalmaß zurückgestutzt, einer steht ausserhalb und ist selber zum Paria geworden, aber einer erfreut sich nach wie vor höchster Wertschätzung. Er ist sogar noch aufgestiegen und bekleidet die Rolle eines Erzengels. Die USA sind wirklich eine auserwählte Nation, berufen, der ganzen Menschheit Recht und Freiheit und Glück zu bringen. Und wir armen deutschen Teufelchen müssen halt als dunkle Folie herhalten, damit das Licht der anderen umso heller leuchtet. D
Verehrter Herr Spieth, ich will Ihre Darstellung nicht kritisieren, aber doch daran erinnern, daß wir Deutschen uns im besthenden Mächtesystem positionieren müssen. Da gibt es ein starkes Militärbündnis namens NATO, aber keines namens BRICS. Durch unsere Geschichte und Kultur sind wir ein Teil des Westens, und zwar ein unverzichtbarer, der erheblich an dessen Formierung mitgewirkt hat. Aus allen diesen Gründen können wir nicht einfach mal zu China wechseln, sondern müssen im Westen unseren Platz finden und behaupten. Daß Rotgrün das nicht kann, versteht sich von selbst. Diese antideutschen Kräfte sind zu gar nichts Konstruktivem in der Lage. Leider hat die rotgrüne Seuche inzwischen auch die etablierten bürgerlichen Parteien erfaßt. Das ist unser Dilemma. Aber in Richtung Osten oder weite Welt gibt es keinen Ausweg. Vielleicht würde es helfen, wenn die linksliberal-globalistische Vorherrschaft durch einen Wahlsieg der Republikaner in den USA aufgebrochen würde. Ansonsten ist leider auch die dogmatisch antiwestliche und irrational prorussische AfD noch weit davon entfernt, .uns aus dem Dilemma zu erlösen.
Danke für Ihre logisch stringenten Worte, werter Fritz. In einer bestimmten Perspektive haben Sie recht. Sie sagen: Wir Deutsche sind aufgrund von Natur und Geschichte integraler Teil des Westens. Kann man so sehen. Stimmt aber erst für die Zeit nach der Aufklärung und den napoleonischen Kriegen. Vorher – also im Mittelalter und der frühen Neuzeit – waren wir in einer Mittelstellung zwischen Ost und West, genauer gesagt: das römisch-deutsche Reich war der unbestrittene Zentralraum Europas. Der Osten? Der war weit weg. Der Westen, also England und Frankreich? Die spielten damals bei weitem noch nicht jene Rolle, die sie dann im ausgehenden 18. und gesamten 19. Jahrhundert spielten – womit sie uns in ihren Bann schlugen. Dass wir im Gefolge der Weltkriege vollends ins westlich-atlantische Fahrwasser (ab)drifteten, ist schicksalhaft verordnet – aber nicht für immer. Nichts ist ewig auf dieser Welt. Tempora mutantur et nos in illis mutamur – die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen. Nato und EU bilden ausserordentlich feste Systeme, weltweit einzigartig. Das heisst nicht, dass das so bleibt. Kommt es zum Knall, werden die Karten weltweit neu gemischt. Darauf warte und hoffe ich.
Verehrter Herr Spieth, es ist erfreulich, daß Sie historischen Argumenten ein großes Gewicht beimessen. Aber es ist fragwürdig, die Deutschen in eine krasse Gegenüberstellung zu den anderen Völkern Europas zu bringen, die dieses Abendland konstituiert haben. Wir sagen heute „Westen“, wo in den 50er Jahren noch vom „Abendland“ die Rede war. Vorstellungen wie die vom langen Marsch des deutschen Volkes nach Westen halte ich für falsch: Deutschland war immer ein konstitutiver Bestandteil des Westens und hat ihn maßgeblich geprägt. Selbstverständlich hatte das deutsche Volk eine besondere Rolle und eine aus der Geschichte erwachsene Eigenproblematik. Aber das gilt auch für jedes andere Volk Europas, keines ist einfach der „Westen“. Im 1. Weltkrieg haben sich beide Seiten bemüht den Spalt zwischen den Westmächten und den Mittelmächten möglichst zu vertiefen, und unter dem NS wurde das noch intensiviert. Aber gerade der breite Anklang, den der NS in anderen Ländern fand, zeigt, daß auch diese Variante ein Teil der abendländischen Geschichte war, die immer von Konfliktren aller Art und auch von Verbrechen geprägt wurde, und der NS war eine der Herausforderungen aus europäischen Wurzeln.
Noch ein ganz interessanter Fakt zur russisch-litauisch-deutschen Geschichte des Gebietes, welcher oft gar nicht auffällt. Mich hat darauf ein amerikanischer Bekannter aufmerksam gemacht, dessen Vorfahren aus Sakiai (damals Russland, heute Litauen) nahe der ostpreussischen Grenze vor ca. 120 Jahre ausgewandert sind. In den 1990ern hat er die Heimat seiner Vorfahren besucht. Die alte Grenze ist noch immer an derselben Stelle – nur das Russland jetzt auf der anderen Seite ist!
Es ist wohl die einzige Grenzlinie auf der Welt, die nach über 120 Jahren noch die gleiche ist, jedoch ein Land (Russland) einfach die Seite der Grenze gewechselt hat.
Dass man da vor Ort Russland als eher aggressiv-invasive Macht ansieht, ist verständlich.
Klar wird jetzt wieder argumentiert werden, dass es geschichtliche Gründe hat, daß sich Russland in Ostpreußen befindet. Genau solche geschichtlichen Gründe sind es aber auch, wegen denen die Ukraine nicht mehr zu Russland gehört und die Krim zur Ukraine kam.
Alexander Lebed hat mal gesagt, wer Geschichte mit Pistolenkugeln bekämpft, wird die Antwort mit Kanonenkugeln erhalten…..
Jetzt kann der Kiewer Machthaber u Wahl-Verweigerer seinen Milliarden folgen, es ist aus,
„Noch entscheidender als die Wertung der aktuellen Vorgänge ist aber die Deutung der russischen Aggression im Licht weit zurückreichender geschichtlicher Erfahrung.“
Die einzige Konstante bei den Russen ist ihre Aggressivität. Zivilisiertes Zusammenleben ist mit ihnen nicht möglich – damals wie heute.
„Sofort nahmen die Sowjets die Terrormaßnahmen wieder auf.“
Wenn die Russen etwas wirklich können, dann ist es genau das. Auch heute in der Ukraine ist dieser barbarische Terror wieder zu sehen. Vergewaltigungen, Verschleppung von Kindern, Bombardierungen von Krankenhäusern gehören zur normalen Militärdoktrin Russlands.
„… vor allem verwundert zeigte über die Naivität der Deutschen, wenn es um Rußland geht.“
AfD und BSW / Linke sind nicht naiv. Die verraten Deutschland ganz bewusst an den russischen Feind.
„wie eine elementarisch vorhandene Gefahr […] behandeln, gegen die wir Schutzdeiche unterhalten, die wir aber nicht aus der Welt schaffen können“.
Russland war, ist und bleibt ein nutzloser Störfaktor für Europa. Dieses Land hat technologisch, wirtschaftlich und kulturell kaum etwas zu bieten. Von ihm wird auch zukünftig vor allem sinnlose Gewalt ausgehen.
Sehr passend gewählt finde ich den Begriff des Stockholm-Syndroms. Von älteren Semestern kommt oft das Argument, diese Länder (insbesondere die Ukraine, aber auch Finnland und das Baltikum, was falsch ist) hätten schon immer zu Russland gehört und die Nato hätte Russland betrogen. Aber letzten Endes haben die Balten und Polen in ihrer, auch von Russland anerkannten Eigenschaft als souveräne Staaten, von ihrem Recht als ebensolche Gebrauch gemacht, ihre Bündnisse frei zu wählen. Aber das geht in die Betonschädel der Generation Ü70 im Osten nicht hinein.
„Von älteren Semestern kommt oft das Argument, diese Länder (insbesondere die Ukraine, aber auch Finnland und das Baltikum, was falsch ist) hätten schon immer zu Russland gehört …“
In Kategorien von „schon immer zu Rußland gehört“ kann nur denken wer ein Völker-Abschaffer ist und das Selbstbestimmungsrecht der Völker als Ordnungsprinzip ablehnt.
Den hier vermutlich angedachten „älteren Semestern“ würde i c h aber eher eine Deutschland-den Deutschen-Mentalität zutrauen. Ich gehe davon aus, daß unter diesen solche, die ein wenig einfältig sind und übersehen, daß Völkersouveränität u n t e i l b a r ist, durchaus für Einsicht offen sind.
Wie aber steht es mit der Freiheit souveräner Staaten „ihre Bündnisse frei wählen zu können“?
Wie frei ist unsere BR Deutschland in der Wahl ihres Bündnisses mit der Immerengerenunion?
Die Immerengereunion, ist sie nicht ein Tarnkappen-Hegemon?
Klar, die Russen will hier keiner als Hegemon. Auch nicht Chrupalla der Putinist (unterstelle ich mal …).
Sind wir Deutschen souverän wenn wir nur „den Russen draußen“ halten? Aber zur Minderheit im (bisher) eigenen Land werden?
N o c h können die Balten einströmende Migranten „durchreichen“ …
Da muss ich Ihnen widersprechen. Bei meinen seit 1990 zahlreichen Gesprächen mit Westdeutschen über Politik, Geschichte, Völkerkunde und Geographie habe ich zu 80 % eine unbegreifliche Mischung aus Unwissenheit, gepaart mit Arroganz und Überheblichkeit feststellen müssen. Können wir uns einfach darauf einigen das es sowohl im Westen wie auch im Osten dumme, naive und kluge Menschen gibt. Im übrigen bin ich gerne bereit einen Vortrag über die geschichtlichen Verpflechtungen in Ost und Nordeuropa zu halten. Machen Sie einen Vorschlag wann, wo und in welchem Rahmen. Grüße aus Sachsen.
Ich als Wessi weiß so wenig wie jeder andere, ob 80% der Wessis Betonschädel sind. Zumal ja Betonschädelichkeit keine säuberliche schwarz/weiß-Kategorisierung zuläßt.
Aber aus der Fülle meiner tagtäglichen Erfahrungen heraus muß ich leider glauben, daß es nicht 80% sondern „deutlich über“ 80 % sind. Und mehr oder weniger altersunabhängig.
Ich als Wessi weiß so wenig wie jeder andere, ob 80% der Wessis Betonschädel sind. Auch erlaubt die Betonschädeligkeit keine säuberliche schwarz/weiß-Kategorisierung.
Die unzähligen Erfahrungen, die ich tagtäglich machen muß, lassen mich aber annehmen, daß es „deutlich über“ 80% sind.
Jedenfalls die Mehrheit. Und wir haben hier Demokratie.
Und ich bin im 70zigsten Lebensjahr. Deshalb habe ich auch zeit zum Reisen. Also Baltikum, Polen, Ukraine, Balkan komplett. Im August ist Moldawien dran, plus Dnistrrepublik.
„Betonschädel“ ist schon richtig. Nicht aber die Begrenzung auf die „Generation Ü70 (im Osten)“: PuTino Chrupalla ist deutlich jünger; Björn Höcke sowieso.
Und auch wenn der grassierende Putinismus in den Neuen Bundesländern ausgeprägter ist als im Westen, gibt es den auch hier im Westen nicht zu knapp.
Victoria Nuland liebt diese Art von „Journalismus“. Georg Friedman ist auch begeistert, wirklich.
Abgesehen davon – evtl hilft Herrn Weißmann und den Balten eine Traumatherapie bzw Familienaufstellung.
Die JF sollte sich die Tage mal entscheiden, ob sie sich für eine rationale Politik entscheidet (dh bspw Plädoyer für eine gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur) oder irgendein Nato-Mimikry samt deren Wehrmachts-Leichen.
Kleiner Hint – Die Freunde der Nato sind mitnichten die Freunde von ’schland. Bis dahin feiern wir mal die Stationierung der Tomahawks. Brzeziński würde dies bestimmt gut finden. In dem Sinne – ein Prosit auf den tributpflichtigen Vasallen!
„Plädoyer für eine gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur“
Die gibt es mit der NATO bereits. Der gemeinsame Feind heißt Russland.
Die NATO ist keine europäische Sicherheitsarchitektur, sondern eine westliche, primär den USA dienliche und diese haben nicht nur eigene strategische und wirtschaftliche Interessen, sondern auch ideologische. All diese sind mit unseren deutschen, auf Familie, Tradition und Nation ausgerichteten Interessen unvereinbar.
Die USA können und werden weder ein Wiedererstarken Deutschlands noch ein souveränes Europa erlauben können, da dieses Supermachtspotenzial hätte. Unser langsames Verenden und Amerikanisieren im Sinne der „Vereinigten Staaten von Europa“ als billige Kopie der USA, mit einer konstruierten liberalistischen Euroidentität ist wider „konservativen“ Ideen.
Gegenüber dem liberalistischen Individualismus hat sich sogar der Sowjet-Sozialismus als wertkonservativer bewiesen. Ob Religion, Fertilität, Nationalbewusstsein, Familie als Institution, Geschlechteridentität, alles degenerierte im Westen rasanter und im Osten erst so richtig mit dem Ende der UdSSR.
Bestenfalls gehen alle Großmächte unter und lassen ein Jahrzehnt Raum für eine Neuordnung der Welt. Aber unser Überleben als Nation, wird nur von Trägern der liberalistischen Ideologie bedroht und der stärksten Supermacht.
Genau wie sie, Nikolaus, sehe ich im übersteigerten Liberalismus und Individualismus der Angelsachsen und nachfolgend auch einiger kontinentaleuropäischen protestantisch geprägten Staaten die Wurzel allen Übels. Ich vermute, und es gibt Indizien dafür, dass die amerikanische und französische Revolution (11776 und 1789) auf kirchenfeindlich-freimaurerischem Boden entwickelt und durchgeführt wurde. Bis heute sind diese beiden a-christlichen oder anti-christlichen Revolutionen das nonplusultra in der westlichen Welt. Ich will nicht in einem Land leben, das von der Loge und ihren Netzwerken bestimmt ist. Lions, Rotarier und ähnliche Verbände haben faktisch eine kulturelle Dominanz in Westeuropa und im westlichen Teil Deutschlands, in Verbindung mit der akademischen Bildungsschicht, die sich durch die großen hohlen Worte von Gleichheit, Gerechtikeit und Geschwisterlichkeit prägen lässt. Wie ganz anders war das Staatskonzept der Stauffenberg Gruppe, derer wir in den letzten Tagen intensiv gedachten: erdgebunden, ständisch gegliedert, naturbezogen, ohne soziale Experimente, bodenständig, traditionelle, hierarchisch-autoritär in den gesellschaftlichen Schlüsselbereichen.
Selbstverständlich ist die NATO eine europäische Sicherheitsarchitektur. Sie wurde primär als Verteidigungsbündnis gegen den russischen Imperialismus geschaffen. Um sich vor diesem zu schützen, sind gerade erst Finnland und Schweden dem Bündnis beigetreten.
Sie dürfen natürlich der UdSSR nachtrauern, aber damit sind sie allein auf weiter Flur.
Die USA sind nicht fehlerfrei, aber sehr viele Menschen assoziieren damit unter dem Strich etwas positives – ganz im Gegensatz zu Russland.
Wenn die teilweise geografische Verortung für „europäisch“ ausreicht, war der Warschauer Pakt und ist die OVKS ebenso eine europäische Sicherheitsarchitektur, geschaffen gegen den US-amerikanischen Imperialismus und damit der Begriff redundant.
Finnland und Schweden sind bereits politisch verwestlicht, mit allen Konsequenzen für die finnische und schwedische Nation. Der NATO-Beitritt ist nur ein weiterer Sargnagel aber kein Verzweiflungsakt zur Rettung eben jener Nationen, sondern der Regierungen dieser liberalen Staaten.
Hundert Jahre russische Herrschaft haben weniger Nationen in den Nihilismus getrieben, als 20 Jahre westliche.
Wer an „konservative“ Ideen glaubt, für den ist Liberalismus böse. Dagegen ist alles andere weniger schlimm. Wer also eine liberale Hegemonie wegen Kalter-Krieg-Nostalgie bevorzugt, kann es nicht ernst meinen mit Ideen wie Nation, Familie, Gott.
Majoritätsargumente untergraben die eigene Position, an anderer Stelle einer marginalisierten Minderheit anzugehören, was Sie zweifelsfrei mit ihrer konservativen Haltung in Deutschland als auch prowestlichen in der Welt tun. Sind Sie deswegen im Unrecht?
Sie argumentieren mit Oberflächlichem und Stil.
@Nikolas
„geschaffen gegen den US-amerikanischen Imperialismus“
Die europäischen Staaten wurden immer nur vom russischen Imperialismus bedroht und nicht vom amerikanischen.
„Wer an ‚konservative‘ Ideen glaubt, für den ist Liberalismus böse.“
Weshalb sollte für einen Konservativen z.B. Wirtschaftsliberalismus böse sein?
„Die europäischen Staaten wurden immer nur vom russischen Imperialismus bedroht und nicht vom amerikanischen.“
Das ist simple Realitätsverweigerung. Unsere Kultur, Politik, Medien, Wirtschaft und zunehmend Identität amerikanisieren und werden in die Vereinigten Staaten von Europa überführt. Das ist deutlich tiefgreifender als Russifizierung im Warschauer Pakt oder gar einer Sowjetrepublik. Auch darin begründet, dass der Liberalismus Nation ablehnt, anders als die meisten anderen Ideologien.
„Weshalb sollte für einen Konservativen z.B. Wirtschaftsliberalismus böse sein?“
Weil es den ganzen Rest vom Liberalismus erst ermöglicht. Sobald jemand genügend Kapital konzentriert um nicht mehr an eine Heimat gebunden zu sein, wird er, denkt er wirtschaftlich, wahrscheinlich kosmopolitisch, progressiv und antinational.
Nation, Familie und Religion sind Kollektive, unvereinbar mit dem individualistisch-egozentrischen Streben nach Kapitalakkumulation. Das Individuum kann in einer rechten Ordnung nicht über allem stehen, sondern wird als Teil einer Gruppe verstanden, wie Nation, Familie, Betrieb, Kirche etc.
Dann aber muss Besitz möglichst breit verteilt sein, nicht konzentriert.
@Nikolas
Sind Sie schon einmal auf die Idee gekommen, dass viele Menschen den „American Way of Life“ attraktiv finden? Beim „Russian Way of Life“ sieht das anders aus – deshalb müssen die Russen auf Gewalt setzen.
„Dann aber muss Besitz möglichst breit verteilt sein, nicht konzentriert.“
Mit dem Sozialismus hat die Welt mehr als genug schlechte Erfahrungen gemacht. Auf sein Konto gehen Millionen Tote.
Den Balten, Polen und Finnen hilft, genau wie den Ukrainern, nur eine Bewaffnung bis an die Zähne gegen den neostalinistischen Kreml-Kleptokraten.
Und auch wir sollten uns nicht zu sicher wähnen, wenn wir uns nicht anständig bewaffnen wollen!
Jeder Staat täte gut daran wie Nordkorea zu sein, ginge es nur um Souveränität alleine.
Aber wir sind nicht in einer Situation ähnlich irgendeines halbwegs souveränen Staates oder Nation. In unserem Falle ist der Staat gegen uns als Nation gerichtet. Wir sind nicht der Staat und müssen auf dessen Schwächung hoffen, weil dessen Gewinnung in einer uns ungünstigen geopolitischen Lage unwahrscheinlich, eher unmöglich ist.
Wer grundsätzliche Veränderung in Deutschland will, der kommt nicht um eine geopolitische Umwälzung herum.
Etwas, was reaktionäre und konservative Nostalgiker nicht begreifen wollen, weil für sie 1990 die Geschichte endete und zwar mit einem freien, vereinten bürgerlich-republikanischen Deutschland, angesehen, stark und erhaben über dümmliche sozialistische Proleten, welches heute nur temporär von Hippies gekapert sei – Bourgeoise Arroganz und Einbildung.
Uns nützt ein erstarkendes Russland, welches die etablierte Ordnung herausfordert. Kein moralistisches Luftschloss ändert diese pragmatische Tatsache.
Selbst der historische Stalinismus ist uns ideologisch weniger feindselig, als der heutige Liberalismus, der konservative Putinismus umso mehr.
Ich möchte keine „grundsätzliche Veränderung“ in Deutschland, keinen Systemkollaps, sondern nur diverse negative Themen zum Positiven gewendet sehen (u.a. Migrationspolitik, woke Auswüchse).
Kapitalismus ist gut, die Westbindung Deutschlands ebenfalls. Die USA sind – im Gegensatz zu China, Russland, Iran etc. – kein Feind. Unsere Mitgliedschaft in der NATO ist alternativlos. Die EU hat Reformen dringend nötig, bleibt aber für Deutschland immens wichtig.
Mit Dingen wie „Sozialpatriotismus“, Russophilie, BRICS-Träumen, Dexit, NATO-Austritt, Anti-Amerikanismus, einem pauschalen „Ausländer raus“, Antisemitismus, Geschichtsrelativierung etc. kann ich als wirtschaftsliberaler Konservativer absolut nichts anfangen. Wer so etwas vertritt, wird nie meine Zustimmung erhalten.
Das ist unmöglich wegen Kausalität.
Hier liegt das Problem von Liberalkonservativen. Sie verstehen Politik nicht, sie verstehen auch Kausalität nur bedingt und sind vor allem Nostalgiker, gerne auch einer irrealen Vergangenheit.
„Woke“ ist konsequenter aufgeklärter Liberalismus, die Marginalisierung von Nationen und damit nationalen Grenzen ebenfalls – denn alle Menschen sind gleich, nur Barbaren würden Schicksal, damit Geburtsort und -gruppe als legitime Identität anerkennen, weil sie unfähig sind, das Ich über eine höhere Ordnung zu stellen. Das ist die Essenz des Liberalismus, die Befreiung des Individuums von allen Bindungen, die nur selbstgewählt sein dürfen.
Der Kapitalist ist „woke“, weil er viele besitzlose Dauerkonsumenten haben will, die nur nach individual-materiellen Bedingungen kaufen und keine abgegrenzten Märkte und rigiden Personalbestände durch z.B. Geschlechterrollen.
Die USA ist staatsgewordener Liberalismus und kann sich von dieser Ideologie nicht lösen, es ist ihre Identitätsgrundlage und das Ende jeder Nation.
Was soll Konservatismus sein, wenn Sie einer sein wollen? Radikaler Erhalt des Status Quo? Der im übrigen schon lange nicht mehr 1990 ist.
@Nikolas
Kapitalismus ist nicht „woke“, sondern entspricht dem Naturell des Menschen (Stichwort „Gier“). Sozialismus finden nur jene Menschen gut, welche gerne auf Kosten ihrer Mitmenschen leben (im Volksmund auch „Schmarotzer“ genannt).
Ja, wer die Abschaffung der Demokratie will, der muss in der Tat auf Russland setzen.
Zwar würde dann auch die Massenimmiggression aufhören, wenn Deutschland unter russischer Oberhoheit stände. Jedenfalls aus dem Süden.
Dafür kämen dann die Tschetschenen aus dem Osten.
Sympathischer als die Nafris sind die eher nicht.
Das amerikanische Konzept der „Demokratie“, mit einer erleuchteten liberalen Elite, die dem Pöbel Volkswillen lehrt, fahren wir offenbar nicht einmal gut genug, um noch einige Jahrzehnte zu überleben. Probleme, die man in Russland, China und auch nicht in Nordkorea haben wird, egal wie schlecht andere Dinge laufen.
Auf der einen Seite besteht Russland für Sie nur aus unfähigen Barbaren, auf der anderen Seiten hätten sie die vermeintliche Macht Mitteleuropa für Jahrzehnte zu besetzen und sogar in eine Art eurasischen Suprastaat zu integrieren. Was denn nun, sind Russen unfähig oder mächtig und gefährlich?
Sie begründen Ihre Haltung mit Unlogik, die sich weder ideologisch im Putinismus, Duginismus, noch wirtschaftlich, demografisch oder gar militärisch rechtfertigen lässt. Russland hätte mit realen Problemen umzugehen und funktionierende Lösungen zu finden. Dazu gehört unter anderem eine andere Politik als die heutige, alleine schon, um den eigenen Sieg gegen die vorherige Ordnung zu rechtfertigen.
@Nikolas
„Was denn nun, sind Russen unfähig oder mächtig und gefährlich?“
Sie können eigentlich nichts wirklich gut – egal ob auf technologischem, wirtschaftlichen oder kulturellen Gebiet. Mit einer Ausnahme: Die Ausübung von brutaler Gewalt beherrschen sie meisterlich.
„Russland [besteht] für Sie nur aus unfähigen Barbaren“
Habe ich nie behauptet. Nur dass der Angriff auf die Ukraine ein völkerrechtswidriger Akt war, dass wir dem – durch Waffenlieferungen an die Ukrainer – entgegentreten müssen.
Und dass ich, als Demokrat, in Deutschland keine russischen Zustände haben will. Wenn die Russen in ihrem eigenen Lande mit dem kleptokratischen Kreml-Despoten glücklich sind, dann dürfen die den gerne behalten.
Und selbstverständlich will ich auch mein eigenes Land nicht aus dem amerikanischen Schutz herauslösen und einem russischen Patronat unterstellen.
„Nur dass der Angriff auf die Ukraine ein völkerrechtswidriger Akt war“
Genauso wie der vom Westen orchestrierte Staatsstreich und nein, wir haben da gar keine Verpflichtung Waffen zu schicken und es gibt auch keine Vertretung für das „wir“, die über die Verpflichtung US-amerikanische Interessen durchzusetzen entscheidet. Moralische Rechtfertigung strategischen Kalküls.
Schlimmer, Sie haben hier deutsche Zustände und halten sich für einen Demokraten und Teil eines bemächtigten Bürgertums, welches den Russen überlegen sei und das in einem Staat ohne Souveränität, Gewaltenteilung, demokratischer Partizipation, mit politischem Inlandsgeheimdienst, staatlichem bzw. staatsnahen Medienmonopol, normalisierter Korruption und Nepotismus in den oberen Ebenen und breitem gesellschaftlichen Zweifelns in dieses System – etwas, das es so kaum irgendwo gibt. Gegenüber Russland sind wir lächerlich.
Was Sie amerikanischen Schutz und russisches Patronat nennen, ist dasselbe. Die Russen wären nur faktisch nicht dazu in der Lage, Deutschland so ein Verhältnis aufzuzwingen und alleine schon deswegen, ist es die bessere strategische Wahl – abseits der Konsequenzen des Liberalismus, bitte beachten.
@Nikolas
Den vom „Westen orchestrierte Staatsstreich“ gibt es nur in der russischen Propaganda.
Da Russland der gemeinsame Feind aller friedliebenden europäischen Länder ist, liegt es natürlich im Interesse dieser Länder, die Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung zu unterstützen.
„Gegenüber Russland sind wir …“
als Westen in allen Punkten deutlich überlegen.
Ein kleines Beispiel für die Rückständigkeit Russlands: Die Lebenserwartung russischer Männer liegt rund 13 Jahre unter der deutscher Männer, bei den Frauen beträgt die Differenz immer noch rund 7 Jahre. Offensichtlich ist das Leben in Russland so toll, dass es nur mit jeder Menge Alkohol zu ertragen ist.
Wenn unser Staat dermaßen schlecht ist, warum sind Sie dann überhaupt hier?
Ich tippe mal darauf, dass Sie Russendeutscher sind. Der zwar gerne die Annehmlichkeiten seiner neuen Heimat genießt, aber geistig noch nicht hier angekommen ist.
Also auf der abstrakten Ebene derselbe Sachverhalt wie bei den islamistischen Migranten auch.
„Neuerdings kommt noch die Präpotenz jener hinzu, die sich zutrauen, im „Großen Spiel“ der Mächte mitzutun, wenn man sie nur ließe.“
Also die AfD-Putinisten; insbesondere die dortigen Deutschnationalen um Höcke und Konsorten. Ja, deren Realitätsferne ist kaum zu überbieten.
Die glauben, der freundliche Wladibär hätte nichts anderes im Sinn, als Deutschland zu helfen, europäischer Hegemon zu werden.
Und damit er das nicht selber sein will, hat Höcke Russland als „raumfremde Macht“ die Intervention in Europa verboten.
Weil er aber andererseits für seine ewiggestrigen Nationalistenträume auf russische Hilfe setzt, würde er Putin die Ukraine gerne schenken – wenn er die Macht hätte. Wo er hoffentlich NIEMALS hinkommt!
Und wenn der Wladibär noch mehr Appetit hätte: Höcke würde auch die Baltenstaaten ebenso bedenkenlos wie damals an Hitler über die Klinge springen lassen.
Wäre ja nicht unser Krieg …..
„Wäre ja nicht unser Krieg“
Was nur die bodenlose Dummheit dieser Leute zeigt. Sowohl die Ukraine als auch Israel kämpfen gegen einen Feind, welcher auch der unsere ist.
Sie haben schon mal gehaltvollere Kommentare geschrieben.
Unterschied sich die Drangsalierung der Russen in der Sowjetunion so wesentlich von der der Balten? Haben die Russen nicht allen Grund eine Rückkehr des alten Regimes zu vermeiden? Wäre dabei ein freundlich gesonnener Westen nicht hilfreich, statt Sätze zu formulieren wie „den Krieg nach Russland hineintragen!“?
Wäre es nicht besser machtlos an der Peripherie der Macht zu leben, als wie eine Speerspitze der NATO: „Gleich geht’s los! Robbte der militärische Westen nicht über Jahre immer bedrohlicher an Russland heran? Wären wir in einem Krieg nicht der Ort der heftigsten Verwüstungen?
Sollte Russland untergehen, reicht China bis an den Ural! Wollen wir das?
Dass ein bis in den September 1939 hinein Deutschland freundlich gesonnener Westen hilfreich gegen Hitler gewesen wäre, glauben Sie hoffentlich nicht.
Warum also wollen Sie den Aggressor gegen die Ukraine mit Freundlichkeit belohnen?
Meinen Sie damit England, was den Polen quasi verboten hatte sich mit Deutschland an einen Tisch zu setzen und zu reden?
Ich meine jenes England, dessen Botschafter die Polen noch bis zum Ende gedrängt hat, mit Hitler zu verhandeln. Was eine Zumutung für die Polen war, denn warum hätten die über ihre Rechte an den ihnen im 1. WK zugeschlagenen Territorien verhandeln sollen?
(Im Übrigen hatte Hitler den Überfall ja bereits beschlossen; die „Verhandlungen“ dienten im lediglich als Vorwand, um seine Kriegsschuld zu verschleiern.)
Genau so ist es heute eine Zumutung an die Ukraine, die russischen Garantien des Budapester Memorandums zu vergessen und mit den Aggressoren über ihr eigenes Territorium zu verhandeln.
[Trotzdem bin ich persönlich dafür, die Krim bei Russland zu belassen – aber keine weiteren Gebiete. Und die Ukraine (aber auch die Baltenländer) zu zwingen, die russische Minderheit nach westlichen Standards zu behandeln.]
Glauben Sie wirklich was sie da schreiben? Es gibt genügend Literatur über die Augustwochen 1939. Bitte mal lesen.
Ja, so, wie ich es sagte, war das damals.
Sie lesen wahrscheinlich nur revisionistische Geschichtsliteratur, wo solche Fakten verschwiegen werden: Würden schließlich die Lüge von Adolf, dem Unschuldslamm, widerlegen.
Und was GENAU bezüglich Engländer+Polen dort behauptet wird, kann der Leser Ihrer Darlegung nicht entnehmen. Ich vermute also, Ihre Behauptung entspringt Ihrer Phantasie.
„Sollte Russland untergehen, reicht China bis an den Ural“
Das Ziel der Immerengerenunion ist aber nicht, bis an den Ural zu reichen, sondern bis an den Ussuri. Die Bodenschätze. Märchenhafter Reichtum. Das darf nicht den Chinesen in die Hände fallen.
Gut auf den Punkt gebracht.
Das finde ich nicht !
Der Autor stellt die Russen generell als meuchelmordende und unvertraubare Menschen dar. Aus eigener Erfahrung kann ich das so nicht akzeptieren. Meine Erfahrungen sind da deckungsgleich mit den Auslassungen von Gabriele Krone-Schmalz oder Boris Reitschuster.
Ich empfehle dringend die Prüfung, von wem kriegerische Auseinandersetzungen mit Rußland / Sowjetunion in den letzten 200 Jahren ausgingen !
jodibel
„Der Autor stellt die Russen generell als meuchelmordende und unvertraubare Menschen dar.“
Die Geschichte gibt ihm dabei Recht.
Boris Reitschuster verurteilte übrigens die Kriegserklärung Putins und schrieb von „Putins Terror gegen Zivilisten“. Gabriele Krone-Schmalz hingegen ist dafür bekannt, russische Propaganda zu verbreiten.
Na ja, Friedensengel waren die Russen im letzten Jahrhundert auch nicht gerade. Im ersten Weltkrieg haben sie zeitlich vor Deutschlands Kriegserklärung mobil gemacht und ihre Truppen gen Ostpreußen geschickt. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs haben sie mit Hitler Osteuropa aufgeteilt und sich ihre Beute geholt und auch nach dem Krieg behalten. Kein Wunder, dass der Warschauer Pakt nach 1989 sang- und klanglos auseinandergefallen ist, denn keines dieser Völker wollte mehr in einem von Russland dominierten Bündnissystem leben.
Warum ist das wohl so? Auch darüber sollte man mal nachdenken.
Mag ja sein, daß „die Russen“ als Menschen friedfertige und nette Individuen sind.
Aber der russische Machtapparat ist genau so auf Ausweitung der eigenen Macht aus wie jeder andere Machtstaat auch, einschließlich der USA, Chinas, der Türkei und immer noch ein bißchen Großbritanniens.
Allein Deutschland ist seit 1945 als „Player“ aus dem Spiel.
Na gut, Frankreich vermutlich auch weitgehend, trotz Atombombe und Frankophonie in Afrika.
Über die Friedfertigkeit Stalins erlaube ich mir kein Urteil, aber definitiv hatte Rußland beim Ersten Weltkrieg gewaltig mitgezündelt. Zwar nicht unmittelbar gegen Deutschland, aber ganz massiv via Serbien gegen Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich: Zugang zum Mittelmeer und insbesondere Erlangung der Kontrolle über die Meerengen des Bosporus.
Deutschland kam ins Spiel a) über die Bündnisverpflichtung gegenüber der Donaumonarchie und b) als Haupt-Expansionsziel des wichtigsten russischen Bündnispartners Frankreich.
Unser Problem seit der Ausschaltung (Mittel-)Europas als selbstbestimmte Region ist nun, daß wir zum Schlachtfeld zwischen den USA und Rußland werden könnten.
Also daß die beiden Weltkriegssieger sich um die Beute kloppen.
„Ich empfehle dringend die Prüfung, von wem kriegerische Auseinandersetzungen mit Rußland / Sowjetunion in den letzten 200 Jahren ausgingen“
Derzeit bekommt man die Frage garnicht zu Ende, und schon ist da die Antwort: „Der Russe! 24. Februar 2022! Angriffskrieg!
Man muß aber auch sehen: Zaren-Sowjet-Putin-Rußland trägt ein Imperialismus-Gen in sich.
Nicht weil die Russen „meuchelmordende und unvertraubare Menschen“ wären, also aus Bosheit nach „Erweiterung“ (ja, es gibt nicht nur Ost-Erweiterung …) streben und allezeit auf die „günstige Gelegenheit“ lauern, sondern weil ihre „geostrategische“ Situation schon seit Jahrhunderten zu Imperialismus gerade zu einlädt.
Man hole sich einen Globus und stelle ihn vor sich auf den Tisch, drehe ein wenig, was sieht man? Eine große Landmasse auf der nördlichen Halbkugel. Die Häfte davon gehört dem Russen schon seit langem. Aber im Süden, da lockt es: Afghanistan, Iran, das Meer! Eisfrei!
Und im Westen lockt es: Ostsee, Nordsee, Mittelmeer, Atlantik! Von Kamtschatka bis Gibraltar.
Wem die eine Häfte schon gehört, dem gelüstet es auch nach der anderen.
Nicht nur dem Russen, aber a u c h dem Russen geht das so.
Herr Weißmann warnt zu Recht.
Die Alternative wäre die Aufteilung Russlands und Marginalisierung dieses großen eurasischen Machtkomplexes. Können wir das wollen? Wer ist so töricht, das zu wollen? Das würde ja auf eine Aufteilung Russlands in eine amerikanische und chinesische Zone hinauslaufen. Der jetzte konflikt würde nur noch mehr angeheizt. Ich bin froh, dass Russland zwischen China und Europa als große Zwischen-Macht agiert. Ohne das Zarenreich und seine Nachfolgestaaten würde der menschlichen Zivilisation ein bedeutender Faktor fehlen.
So ist es. Es ist gar nicht nötig, auf der psychologischen Ebene zu argumentieren und den Russen besonders böse Eigenschaften zu unterstellen: Putin folgt einer Logik des Imperialismus.
Und eben deshalb dürfen auch wir die Vorgänge nicht romantisieren, sondern müssen genau das tun, was unsere Regierungen bereits machen: Den Ukrainern so viele und so gute Waffen liefern, dass dem Wladibär die Lust an seiner Honigdieberei gründlich vergeht!
Und Ihr Plan zur Zerschlagung der Supermacht USA im Anschluss, sieht wie folgt aus?
@Nikolas
Welches Interesse sollten wir daran haben, dass so etwas passiert?
@Wertkonservativer Akademiker
„Welches Interesse sollten wir daran haben, dass so etwas passiert?“
Den derzeitigen Hauptträger des Liberalismus loszuwerden, der diese Ideologie in allen Lebensbereichen aller Staaten, die in seinen Einfluss gelangen, durchsetzen will.
Dazu die einzige Supermacht auf der Welt, die ein intrinsisches Interesse an der Unterdrückung jedes aufstrebenden Staates und der Zerschlagung jedes Nationalstaates hat.
Dem Staat, der das weltweite Finanzsystem relativ kontrolliert und dessen Eliten auch ohne Krieg die meisten Staaten nahezu kontrollieren können, aber im äußersten Fall mit dem mächtigsten Militär auf dem Planeten nahezu jede erdenkliche Waffe einsetzen können, und dabei, mit wenigen Ausnahmen, mit keinem nennenswerten Widerstand rechnen müssen.
Das ist unerträglich für jeden, der kein Mitglied der westlichen liberalen Elite ist und die tiefgreifende Bedeutung dieses Machtmonopols begreift.
„Plan zur Zerschlagung der Supermacht USA“
Ich als nationalgesinnter Anti-Imperialist ziehe die Methode das Zerschlagens grundsätzlich nicht in Erwägung. Das Zerschlagen überlasse ich den Anhängern der Linken Weltanschauung. Deren Lieblingsbeschäftigung ist der „Kampf gegen ..“.
Viel besser ist doch, wenn mehrere imperialistische Kräfte, d.h. alle diese Kräfte, sich in einem Gleichgewicht-des-Schreckens gegenseitig stabilisieren.
Denn das schützt vor dem ultimativen Ende aller Freiheit: Der Errichtung des Eine-Welt-Staates.
Dieser Beitrag ist älter als 2 Tage, die Kommentarfunktion wurde automatisch geschlossen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.