Anzeige
Anzeige

Wirtschafskrise: IW-Umfrage: 39 Prozent der Firmen kürzen Investitionen wegen Iran-Krieg

Wirtschafskrise: IW-Umfrage: 39 Prozent der Firmen kürzen Investitionen wegen Iran-Krieg

Wirtschafskrise: IW-Umfrage: 39 Prozent der Firmen kürzen Investitionen wegen Iran-Krieg

Firmen. Ein ehemaliges Stahlhüttenwerk in Duisburg (Symbolbild): Die schwierige Lage der deutschen Industrie ist einer der Gründe für schlechte Konjunkturaussichten
Firmen. Ein ehemaliges Stahlhüttenwerk in Duisburg (Symbolbild): Die schwierige Lage der deutschen Industrie ist einer der Gründe für schlechte Konjunkturaussichten
Ein ehemaliges Stahlhüttenwerk in Duisburg (Symbolbild): Die schwierige Lage der deutschen Industrie ist einer der Gründe für schlechte Konjunkturaussichten Foto: picture alliance/dpa | Horst Ossinger
Wirtschafskrise
 

IW-Umfrage: 39 Prozent der Firmen kürzen Investitionen wegen Iran-Krieg

Der Iran-Krieg trifft Deutschlands Wirtschaft ins Mark: Laut Konjunkturumfrage kippt die Stimmung in den Firmen erneut. Produktion, Investitionen und Arbeitsplätze geraten weiter unter Druck.
Anzeige

KÖLN. Der Krieg im Nahen Osten hat die Erwartungen der deutschen Unternehmen erneut eingetrübt und die Wirtschaft in die längste Phase pessimistischer Geschäftserwartungen seit 20 Jahren geführt. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), an der im März 964 Unternehmen teilgenommen haben.

Das IW sieht die deutsche Wirtschaft damit weiter in einer anhaltenden Schwächephase. Nur gut 14 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage besser als vor einem Jahr, knapp 43 Prozent melden eine Verschlechterung.

In Industrie, Bauwirtschaft und großen Teilen des privaten Dienstleistungssektors werde die Lage unterm Strich negativ beurteilt, heißt es in der Untersuchung. Auch für den weiteren Jahresverlauf fallen die Erwartungen laut IW deutlich negativ aus. Nur 21 Prozent der Firmen rechnen 2026 mit einer höheren Produktion als im Vorjahr, 35 Prozent erwarten einen Rückgang. Damit habe sich die Stimmung gegenüber der Herbstumfrage 2025 nochmals verschlechtert. Das Institut verweist in diesem Zusammenhang auf neue Risiken durch den Krieg im Nahen Osten, darunter höhere Energiepreise, Probleme in den Lieferketten und Unsicherheit bei Transport und Vorprodukten.

Screenshot aus der Studie: JF
Screenshot aus der Studie: JF

Düsterer Ausblick der deutschen Firmen

Besonders schwach fällt der Befund in der Industrie aus. Dort rechnen 39 Prozent der Unternehmen mit sinkender Produktion, nur 24 Prozent mit einer Zunahme. Auch bei den Investitionen überwiegt die Zurückhaltung. Branchenübergreifend wollen 39 Prozent der Betriebe 2026 weniger investieren, 21 Prozent mehr. In der Industrie planen 42 Prozent mit geringeren Investitionen, aber nur 19 Prozent mit höheren.

Ähnlich zurückhaltend sind die Unternehmen beim Personal. In der Industrie erwarten 37 Prozent einen Stellenabbau, nur 14 Prozent planen mit mehr Beschäftigten. Bei den privaten Dienstleistern stehen 28 Prozent mit niedrigeren und 22 Prozent mit höheren Beschäftigungserwartungen gegenüber. Im Baugewerbe ist das Bild etwas ausgeglichener, bleibt aber ebenfalls negativ.

Der Autor der Studie, IW-Konjunkturexperte Michael Grömling, schreibt, die Erholungsperspektiven für die deutsche Wirtschaft stünden durch die Krise im Nahen Osten „erneut zur Disposition“. Einen „echten Stimmungsumschwung“ oder eine Konjunkturwende mit spürbarer Aufschwungsqualität erkennt das Institut derzeit nicht. (rr)

Ein ehemaliges Stahlhüttenwerk in Duisburg (Symbolbild): Die schwierige Lage der deutschen Industrie ist einer der Gründe für schlechte Konjunkturaussichten Foto: picture alliance/dpa | Horst Ossinger
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles