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DIHK schlägt Alarm: Keine Verträge mehr: Unternehmen wird Strom und Gas abgedreht

DIHK schlägt Alarm: Keine Verträge mehr: Unternehmen wird Strom und Gas abgedreht

DIHK schlägt Alarm: Keine Verträge mehr: Unternehmen wird Strom und Gas abgedreht

Für den Winter wird wegen der galoppienden Energiepreise und dem steigenden Mindestlohn mit einer Insolvenz-Welle gerechnet.
Für den Winter wird wegen der galoppienden Energiepreise und dem steigenden Mindestlohn mit einer Insolvenz-Welle gerechnet.
Für den Winter wird wegen der galoppienden Energiepreise und dem steigenden Mindestlohn mit einer Insolvenz-Welle gerechnet. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Weber
DIHK schlägt Alarm
 

Keine Verträge mehr: Unternehmen wird Strom und Gas abgedreht

BERLIN. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) schlägt Alarm: „Immer mehr Betriebe melden uns, daß sie überhaupt keinen Versorgungsvertrag bei Strom oder Gas mehr bekommen. Ihnen wird im wahrsten Sinne des Wortes der Hahn zugedreht“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian dem RND. „Ohne Energie aber kann keine Wirtschaft laufen.“ Zudem hätten die Energiepreise für viele Unternehmen ein existenzgefährdendes Niveau erreicht.

Hilferufe wie diese kommen derzeit aus allen Branchen der einst boomenden deutschen Wirtschaft. Der Bundesverband Deutscher Industrie (BDI) warnt wegen der Energiekosten-Inflation vor einer Pleitewelle. In einer neuen Analyse des BDI heißt es, für 58 Prozent der Betriebe sei dies eine starke Herausforderung, für 34 Prozent gehe es um die Existenz.

Jeder vierte will Arbeitsplätze ins Ausland verlagern

Fast jedes zehnte Unternehmen habe demnach die Produktion schon gedrosselt oder sogar unterbrochen. Jede vierte Firma denke darüber nach oder sei schon dabei, Unternehmensanteile oder Teile der Produktion sowie Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern.

Auch im Handwerk spitzt sich die Lage zu. „Im Handwerk rollt wegen der Energiekrise eine Insolvenzwelle auf uns zu“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, der Rheinischen Post. „Jeden Tag erreichen uns Notrufe von Betrieben, die kurz davor sind, ihre Produktion einzustellen, weil sie die enorm gestiegenen Energierechnungen nicht mehr bezahlen können.“ Die Dynamik bei Pleiten sei viel schlimmer als in den Hochphasen der Corona-Pandemie.

Im Juni war die Zahl der Insolvenzen noch stabil, meldet das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). „Das Insolvenzgeschehen zeigt sich trotz Energiekrise, Lieferkettenproblemen und dem schrittweisen Auslaufen der Corona-Hilfen noch immer erfreulich robust“, sagte IWH-Experte Steffen Müller. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften habe im Juni bei 709 und damit etwas unter den Vormonaten und nahezu exakt auf dem Vorjahresniveau gelegen. Auch für Juli und August rechne sein Institut noch nicht mit starken Veränderungen.

Schlimm könne es werden, wenn die Belastungen für die Firmen weiter zunehmen. Dazu zählten die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro im Oktober, die eingeleitete Zinswende und die weiter steigenden Energiepreise. (fh)

Für den Winter wird wegen der galoppienden Energiepreise und dem steigenden Mindestlohn mit einer Insolvenz-Welle gerechnet. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Weber
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