Anzeige
Anzeige

„Digitale Gewalt“: Ricarda Lang fordert Merz zu Stellungnahme im Fall Fernandes auf

„Digitale Gewalt“: Ricarda Lang fordert Merz zu Stellungnahme im Fall Fernandes auf

„Digitale Gewalt“: Ricarda Lang fordert Merz zu Stellungnahme im Fall Fernandes auf

Grünen-Politikerin Ricarda Lang nimmt den Bundeskanzler in die Pflicht. Foto: IMAGO / Panama Pictures
Grünen-Politikerin Ricarda Lang nimmt den Bundeskanzler in die Pflicht. Foto: IMAGO / Panama Pictures
Grünen-Politikerin Ricarda Lang nimmt den Bundeskanzler in die Pflicht. Foto: IMAGO / Panama Pictures
„Digitale Gewalt“
 

Ricarda Lang fordert Merz zu Stellungnahme im Fall Fernandes auf

Ricarda Lang fordert von Kanzler Merz eine Stellungnahme im Fall Fernandes und spricht von einem „Versagen“ des Rechtsstaats bei digitaler Gewalt. Auch andere Politiker machen in der Angelegenheit Druck und verlangen mehr als nur Stellungnahmen.
Anzeige

BERLIN. Grünen-Politikerin Ricarda Lang hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Fall der Schauspielerin Collien Fernandes (die JF berichtete) zu einer öffentlichen Stellungnahme aufgefordert und zugleich dem Staat Versäumnisse beim Schutz von Frauen vor „digitaler Gewalt“ vorgeworfen. Lang sagte den Sendern RTL und ntv, sie wünsche sich, „dass Friedrich Merz sich zu dem Fall Collien Fernandes äußert“.

Als Kanzler trage er Verantwortung dafür, „ob wir in einem Land leben, in dem sich Frauen sicher fühlen können, egal, ob auf der Straße oder im Netz“. Zugleich kritisierte die frühere Grünen-Chefin den Umgang mit digitaler Gewalt scharf. „Wenn es um digitale Gewalt geht, dann versagt unser Rechtsstaat“, erklärte sie. Es brauche politische Konsequenzen und neue gesetzliche Regelungen, um Betroffene wirksam zu schützen.

Neben Lang machen auch die Grünen Druck

Auslöser der Debatte sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen. Laut einem Bericht des Spiegel soll Ulmen täuschend echte Fakeprofile von Fernandes erstellt und darüber zahlreiche Männer kontaktiert haben. Demnach habe er sich als sie ausgegeben, sexuelle Gespräche geführt und Deepfake-Videos verschickt. Die Ermittlungen in der Causa wurden eingestellt (JF berichtete).

Ulmens Anwalt wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Berichterstattung als „rechtswidrig“. Es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Parallel wächst der politische Druck: Ein Bündnis von 250 prominenten Frauen, an dessen Initiative auch Lang beteiligt war, fordert strengere Gesetze gegen Deepfakes und sogenannte „Nudify-Apps“. Auch aus der SPD kommen entsprechende Signale. Parteichef Lars Klingbeil sprach von einem „nicht akzeptablen“ Zustand, Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigte eine Reform des Strafrechts an. (rr)

Grünen-Politikerin Ricarda Lang nimmt den Bundeskanzler in die Pflicht. Foto: IMAGO / Panama Pictures
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles