Anzeige
Anzeige

Schüler belästigt: Porno-Skandal: Amadeu Antonio Stiftung entfernt Projekt von der Website

Schüler belästigt: Porno-Skandal: Amadeu Antonio Stiftung entfernt Projekt von der Website

Schüler belästigt: Porno-Skandal: Amadeu Antonio Stiftung entfernt Projekt von der Website

Die Amadeu Antonio Stiftung
Die Amadeu Antonio Stiftung
Im Mittelpunkt eines Skandals: die Amadeu Antonio Stiftung. Foto: IMAGO / Sven Simon
Schüler belästigt
 

Porno-Skandal: Amadeu Antonio Stiftung entfernt Projekt von der Website

Nach dem von der JF aufgedeckten Skandal an einer sächsischen Schule hat die Amadeu Antonio Stiftung ihre Website bereinigt: Das involvierte Projekt taucht dort nicht mehr auf. Welche Schulaktivitäten fördert die Stiftung sonst noch?
Anzeige

BERLIN. Die Amadeu Antonio Stiftung hat das Projekt „Mutige Jugendliche in Ostsachsen finden Perspektiven“ von ihrer Website gelöscht. Das Projekt steht im Mittelpunkt eines von der JUNGEN FREIHEIT aufgedeckten Skandals: In dessen Rahmen hatten zwei Frauen Neuntklässlern während einer Projektwoche an einer sächsischen Oberschule ein „queeres“ Porno-Heft vorgelegt, in dem unter anderem Männer beim Sex zu sehen sind.

Der Vorfall sorgte für große überregionale Aufregung. Die Landesregierung schaltete sich ein, und am Mittwoch griff auch die Bild-Zeitung den Skandal auf. Die Amadeu Antonio Stiftung hatte bereits am Dienstag gegenüber „sächsische.de“ ausgeführt, man habe das Projekt gestoppt (JF berichtete). Nun ist es also auch von der Projektübersicht auf der Website verschwunden, wie die JF beobachten konnte.

Hier war das Projekt unter dem Titel „Mutige Jugendliche in Ostsachsen finden Perspektiven“ noch auf der Stiftungswebsite zu sehen. Screenshot: JF

JF-Anfrage bleibt bislang unbeantwortet

Laut ursprünglicher Beschreibung sah das Projekt vor, dass „eine Gruppe Engagierter“ mit den Jugendlichen Möglichkeiten erkundet, „mutig zu sein, Kraft zu finden und Selbstwirksamkeit zu erfahren“. Dies sollte vor dem Hintergrund einer „wachsenden Popularität rechtsextremer Jugendgruppen“ geschehen, „die Gemeinschaft durch Feindbilder und ‘einfache Lösungen‘“ böten.

Durchgeführt wurde das Projekt seit November 2025 vom Berliner Landesverband der „Sozialistischen Jugend – Die Falken“. Die Amadeu Antonio Stiftung hat es nach eigener Auskunft mit einem niedrigen dreistelligen Betrag gefördert.
Fußball und Schiedsrichter: JF+ abonnieren
Eine Anfrage der JF vom Dienstagabend ließ die staatlich geförderte Stiftung bis Mittwochnachmittag unbeantwortet. Die JF hatte unter anderem gefragt, ob die Täterinnen in der Vergangenheit bereits an anderen Schulen im Einsatz gewesen waren und welche weiteren Projekte dieser Art an Schulen die Stiftung fördert.

Amadeu Antonio Stiftung fördert zahlreiche Schulprojekte

Tatsächlich finden sich in der aktuellen Projektübersicht der Stiftung auch Initiativen wie „Schüler*innen in Kirchheim unter Teck setzen sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein“, „Schüler*innen in Oberhavel werden kreativ gegen Rassismus“ sowie „Braunschweiger Schüler*innen entwickeln einen Song gegen Rechtsextremismus“.

Hier kommen Sie zur JF-Umfrage zu NGOs an Schulen.
Hier kommen Sie zur JF-Umfrage zu NGOs an Schulen.

Die Projekte werden jeweils von unterschiedlichen Gruppen verantwortet. Das nun gestrichene Projekt war allerdings das einzige, das in diesem Jahr vom Berliner Landesverband der Falken verantwortet wurde beziehungsweise wird. (ser)

Im Mittelpunkt eines Skandals: die Amadeu Antonio Stiftung. Foto: IMAGO / Sven Simon
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles