BERLIN. Linkspartei-Chef Jan van Aken hat angekündigt, beim kommenden Bundesparteitag nicht mehr als Vorsitzender kandidieren zu wollen. „Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mein Amt im Juni niederlegen“, teilte er auf dem Kurznachrichtendienst X am Mittwoch mit. Zwar handle es sich um „keine lebensbedrohliche Krankheit“, betonte er. „Trotzdem muss ich auf mich aufpassen.“
Ich werde auf dem Bundesparteitag der Linken nicht wieder als Parteivorsitzender antreten. Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mein Amt im Juni niederlegen. pic.twitter.com/yEDg6jtaSD
— Jan van Aken (@jan_vanaken) April 15, 2026
Van Aken fügte hinzu, sein Bundestagsmandat weiter auszuüben und weiterhin der Linkspartei „im Rahmen des dann Möglichen“ zur Verfügung zu stehen. „Ich freue mich sehr darauf, mit dabei zu sein, auch wenn es dann in einer anderen Funktion sein wird.“ Der seit 2024 amtierende Linkspartei-Chef teilt sich den Vorsitz mit der ehemaligen Publizistin Ines Schwerdtner. Bis zum kommenden Parteitag werde er weiter an ihrer Seite stehen, hieß es von ihm.
Linkspartei zerstreitet sich wegen Israel
Zuletzt hatte die Partei trotz Stimmenzuwächse den Einzug in die Landtage von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März verpasst. Sie bekam jeweils 4,4 Prozent der Stimmen in den beiden Bundesländern.
Unterdessen spitzt sich der parteiinterne Streit um den Umgang mit dem Nahostkonflikt zu. Mitte März hatte der Antisemitismusbeauftragte von Brandenburg, Andreas Büttner, seinen Austritt aus der Linkspartei erklärt (JF berichtete). Er begründete sie unter anderem mit Beschlüssen innerhalb der Partei, die sich gegen Zionismus richten und Israel als einen „genozidalen Staat“ und einen „Apartheidstaat“ bezeichnen.






