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Straße von Hormus: Irankrieg sorgt für Materialknappheit in deutschen Unternehmen

Straße von Hormus: Irankrieg sorgt für Materialknappheit in deutschen Unternehmen

Straße von Hormus: Irankrieg sorgt für Materialknappheit in deutschen Unternehmen

Das Venator Chemiewerk in Duisburg-Homberg, am Rhein, aktuell sollen rund die Hälfte der Beschäftigten entlassen werden, ein Teil der Produktion soll nach Uerdingen verlegt werden, es gibt Befürchtungen, dass das gesamte Werk geschlossen wird, ehemals Sachtleben Chemie, Duisburg NRW, Deutschland. Immer mehr Unternehmen beklagen Materialknappheit.
Das Venator Chemiewerk in Duisburg-Homberg, am Rhein, aktuell sollen rund die Hälfte der Beschäftigten entlassen werden, ein Teil der Produktion soll nach Uerdingen verlegt werden, es gibt Befürchtungen, dass das gesamte Werk geschlossen wird, ehemals Sachtleben Chemie, Duisburg NRW, Deutschland. Immer mehr Unternehmen beklagen Materialknappheit.
Das Venator Chemiewerk in Duisburg-Homberg: Die Chemieindustrie ist am stärksten vom Irankrieg betroffen. Foto: picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack
Straße von Hormus
 

Irankrieg sorgt für Materialknappheit in deutschen Unternehmen

Die deutsche Industrie leidet unter der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus. In immer mehr Branchen macht sich Materialknappheit breit.
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MÜNCHEN. Der deutschen Industrie gehen immer schneller die Materialien aus. „Die Lieferketten geraten spürbar unter Druck“, sagte der Leiter der Umfragen des Ifo-Instituts, Klaus Wohlrabe, am Donnerstag. „Der Konflikt im Nahen Osten und die Einschränkungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wirken sich zunehmend auf die Versorgung mit Vorprodukten aus.“

Im April berichteten 13,8 Prozent der Industrieunternehmen laut den Wirtschaftsforschern, dass sie Probleme beim Beschaffen von Materialien hätten. Hingegen gaben im Januar nur 5,8 Prozent der Betriebe an, unter Materialknappheit zu leiden.

Wichtigen Industrien gehen die Materialien aus

„Die Zunahme der Engpässe zeigt sich vor allem in Branchen, die stark von ölbasierten und energieintensiven Vorprodukten abhängig sind“, berichtete das Institut. Unter anderem sind 31,1 Prozent der Betriebe in der Chemieindustrie, 22,9 Prozent der Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren, 14,8 Prozent der Unternehmen des Maschinenbaus und 17,2 Prozent der Firmen der elektrischen Ausrüstung vom Materialmangel betroffen.

Am wenigsten betroffen sind Werke, die Glaswaren oder Keramik herstellen sowie Steine und Erde verarbeiten, mit 4,2 Prozent (plus 3,7 Prozentpunkte), Textilhersteller mit 4,1 Prozent (plus 4,1 Prozent). Getränkehersteller sind dagegen gar nicht von Materialengpässen betroffen.

Materialknappheit in der Industrie. Grafik: Ifo

 

„Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie stark die Industrie von globalen Rohstoff- und Energielieferungen abhängt“, schlussfolgerte der Umfrageleiter des Ifo-Instituts. Rund ein Fünftel des globalen Ölangebots wird über die Straße von Hormus abgewickelt.

Bruttoinlandsprodukt ist leicht gestiegen

Unterdessen wurde bekannt, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2026 um 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal wuchs, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Wirtschaftsexperten hatten mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent gerechnet. Laut der Behörde stiegen sowohl die privaten wie auch die staatlichen Konsumausgaben. „Auch die Exporte nahmen den vorläufigen Erkenntnissen nach zu.“ Die Zahlen seien preis-, saison- und kalenderbereinigt.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,5 Prozent. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Anstieg 0,3 Prozent.

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Gleichzeitig teilte die Behörde mit, dass sie die Wachstumsrate des Vorjahres nach unten korrigierte. Dabei wurde die Veränderungsrate des preisbereinigten BIP für das vierte Quartal 2025 um 0,1 Prozentpunkte nach unten revidiert. „Für das Gesamtjahr 2025 ergaben die neuesten Berechnungen einen Anstieg des preis- und kalenderbereinigten BIP um 0,3 Prozent statt bisher 0,4 Prozent.“

Das Venator Chemiewerk in Duisburg-Homberg: Die Chemieindustrie ist am stärksten vom Irankrieg betroffen. Foto: picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack
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