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Überraschende Auswertung: Gewerkschaftsmitglieder wählen überdurchschnittlich oft AfD

Überraschende Auswertung: Gewerkschaftsmitglieder wählen überdurchschnittlich oft AfD

Überraschende Auswertung: Gewerkschaftsmitglieder wählen überdurchschnittlich oft AfD

All das Reden der DGB-Chefin Yasmin Fahimi nützt wenig: Gewerkschafts-Mitglieder wählen AfD.
All das Reden der DGB-Chefin Yasmin Fahimi nützt wenig: Gewerkschafts-Mitglieder wählen AfD.
All das Reden der DGB-Chefin Yasmin Fahimi nützt wenig: Gewerkschafts-Mitglieder wählen AfD. Foto: IMAGO / IPON
Überraschende Auswertung
 

Gewerkschaftsmitglieder wählen überdurchschnittlich oft AfD

Die Gewerkschaften haben mit ihrem Kampf gegen die AfD ein Problem: In Baden-Württemberg wählten dreimal so viele DGB-Mitglieder die Blauen wie die SPD. Auch in Rheinland-Pfalz stimmte jeder vierte Gewerkschafter für die AfD.
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BERLIN. Nach Analysen der Forschungsgruppe Wahlen wählen Gewerkschaftsmitglieder deutlich häufiger die AfD als Nichtmitglieder und als der Durchschnitt der Bevölkerung. Das hat jetzt der langjährige wissenschaftliche Leiter der zentralen tarifpolitischen Dokumentationsstelle der DGB-Gewerkschaften, Reinhard Bispinck, auf seiner Seite tarifpolitik.info zusammengefasst.

Er stützte sich dabei auf Auswertungen zu den jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Demnach haben vor zweieinhalb Wochen im Südwesten 24 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder die AfD gewählt. Landesweit erhielt sie 18,8 Prozent. Berufstätige Bürger, die keiner Gewerkschaft angehören, stimmten mit 18 Prozent ebenfalls weniger für die AfD.

Das ist auch deswegen bemerkenswert, weil die Gewerkschaften eine prominente Rolle beim Kampf und bei Demonstrationen gegen die AfD spielen. Sie verbünden sich dafür fast immer mit linksradikalen Gruppen und den christlichen Kirchen. Die frühere SPD-Politikerin und jetzige DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi gehört zu denjenigen, die am stärksten gegen die Blauen mobil machen.

AfD dreimal so beliebt wie die SPD

Besonders alarmierend müsste für die traditionell SPD-nahen Arbeitnehmerorganisationen sein, dass in Baden-Württemberg nur acht Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für die Genossen votierten.

Damit konnten sie in diesem traditionellen Milieu nur ein Drittel so viele Stimmen gewinnen wie die AfD. Vorn lagen hier, wie im Landesdurchschnitt, die Grünen (29 Prozent). Die CDU kam hinter der AfD auf Platz drei mit 23 Prozent. Die Linke fand mit sechs Prozent wenig Gegenliebe bei den organisierten Arbeitnehmern.

Auch in Rheinland-Pfalz liegt die AfD auf Platz zwei

Ein ähnliches Bild zeigte sich am vergangenen Sonntag in Rheinland-Pfalz: Auch hier wählten mit 23 Prozent mehr Gewerkschaftsmitglieder die AfD als berufstätige Nichtmitglieder (19 Prozent). Landesweit erhielt die AfD 19,5 Prozent.

Stärkste Partei bei den Gewerkschaftsmitgliedern war in Rheinland-Pfalz die SPD mit 32 Prozent. Bei den Nichtmitgliedern betrug ihr Anteil 25 Prozent. Die CDU dagegen, die landesweit mit 31,0 Prozent stärkste Kraft wurde, hatte verhältnismäßig wenig Rückhalt bei den Gewerkschaftsmitgliedern (21 Prozent). Arbeitende Nichtmitglieder stimmten dagegen deutlich mehr für die Christdemokraten (32 Prozent). Die Grünen erhielten sieben Prozent der DGB-Stimmen, die Linke sechs Prozent.

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In beiden südwestdeutschen Bundesländern ist die AfD damit bei den Angehörigen der DGB-Gewerkschaften jeweils zweitstärkste Kraft – einmal hinter den Grünen und einmal hinter der SPD. Im Landesdurchschnitt landete sie immer auf Platz drei. Außerdem erhielt sie von den Gewerkschaftsmitgliedern jeweils mehr Stimmen als im jeweiligen Landesdurchschnitt. (fh)

All das Reden der DGB-Chefin Yasmin Fahimi nützt wenig: Gewerkschafts-Mitglieder wählen AfD. Foto: IMAGO / IPON
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