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23-facher versuchter Mord: Daniela Klette jetzt auch wegen RAF-Verbrechen angeklagt

23-facher versuchter Mord: Daniela Klette jetzt auch wegen RAF-Verbrechen angeklagt

23-facher versuchter Mord: Daniela Klette jetzt auch wegen RAF-Verbrechen angeklagt

Politisch immer noch aktiv: Daniela Klette im Gerichtssaal mit Botschaft für die Kommunisten in Venezuela.
Politisch immer noch aktiv: Daniela Klette im Gerichtssaal mit Botschaft für die Kommunisten in Venezuela.
Politisch immer noch aktiv: Daniela Klette im Gerichtssaal mit Botschaft für die Kommunisten in Venezuela. Foto: picture alliance/dpa | Focke Strangmann
23-facher versuchter Mord
 

Daniela Klette jetzt auch wegen RAF-Verbrechen angeklagt

Nun muss sich RAF-Mitglied Daniela Klette doch noch wegen ihrer terroristischen Taten verantworten. Der Generalbundesanwalt erhebt umfangreiche Anklage. Bisher steht sie nur wegen Raubüberfällen vor Gericht.
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KARLSRUHE/BERLIN. Der Generalbundesanwalt hat nach einem Medienbericht eine Anklage gegen RAF-Terroristin Daniela Klette erhoben. Der 67jährigen, die sich derzeit unter anderem wegen schwerer bewaffneter Raubüberfälle nach ihrer RAF-Zeit vor dem Landgericht Verden in Niedersachsen verantworten muss (JF berichtete), werden nun auch ihre linksterroristischen Verbrechen vorgeworfen.

Laut Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR geht es um drei Terroranschläge in den 1990er Jahren, an denen sie beteiligt gewesen sein soll. Der Generalbundesanwalt wird Klette demnach in diesen Fällen wegen 23-fachen versuchten Mordes, der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie erpresserischen Menschenraubs anklagen.

Die damalige Terroristin soll der „Kämpfenden Einheit Febe Elizabeth“ sowie später der Kommandoebene der RAF angehört und in diesen Funktionen an den Anschlägen mitgewirkt haben. Für ihre Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung kann sie allerdings nicht mehr belangt werden. Denn dies ist nach 20 Jahren verjährt. Die RAF hatte sich 1998 aufgelöst.

Um diese drei Terroranschläge geht es

Konkret geht es in der Anklage um drei Taten:

  • Im Februar 1990 soll sie am versuchten Bombenanschlag auf ein Verwaltungsgebäude der Deutschen Bank im hessischen Eschborn beteiligt gewesen sein. Der Sprengsatz detonierte nicht. Anderenfalls hätten drei Sicherheitsleute ums Leben kommen können.
  • Am 13. Februar 1991 gaben RAF-Terroristen 250 Schüss auf die US-Botschaft in Bad Godesberg ab. Hier geht der Generalbundesanwalt dem Bericht zufolge von 20-fachem Mordversuch aus, weil zahlreiche Botschaftsmitarbeiter dabei hätten sterben können.
  • Außerdem soll Klette am Sprengstoffanschlag auf die JVA Weiterstadt 1993 beteiligt gewesen sein. Die Sprengsätze verursachten einen Schaden von 63 Millionen Euro.

Haare von Klette an Tatorten gefunden

Die Ermittler stützen sich laut dem Bericht auf Haare von Klette, die an allen drei Tatorten gefunden worden seien. Ihre Verteidiger kritisieren derweil, die Anklage beruhe wesentlich auf Aussagen eines damaligen V-Manns in der RAF. Doch dieser sei ein bekennender Lügner.

Spezialeinsatzkräfte hatten Klette im Februar 2024 in Berlin festgenommen. Dort hatte sie mehr als zwei Jahrzehnte unter falschem Namen gelebt. Sie gehörte der sogenannten dritten Generation der RAF an.

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In Verden steht sie wegen mehrerer Raubfälle vor Gericht, die sie gemeinsam mit zwei anderen RAF-Terroristen, den weiterhin flüchtigen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub, begangen haben soll. Ein Urteil wird für nach Ostern erwartet. (fh)

Politisch immer noch aktiv: Daniela Klette im Gerichtssaal mit Botschaft für die Kommunisten in Venezuela. Foto: picture alliance/dpa | Focke Strangmann
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