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Schüsse auf Polizisten: Clanmitglieder dürfen Göttingen nicht mehr betreten

Schüsse auf Polizisten: Clanmitglieder dürfen Göttingen nicht mehr betreten

Schüsse auf Polizisten: Clanmitglieder dürfen Göttingen nicht mehr betreten

Polizisten und Polizeifahrzeuge stehen hinter einer Absperrung. Ein Polizist ist bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im niedersächsischen Göttingen angeschossen worden. Foto: picture alliance/dpa | Stefan Rampfel
Polizisten und Polizeifahrzeuge stehen hinter einer Absperrung. Ein Polizist ist bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im niedersächsischen Göttingen angeschossen worden. Foto: picture alliance/dpa | Stefan Rampfel
Polizisten und Polizeifahrzeuge stehen hinter einer Absperrung. Ein Polizist ist bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im niedersächsischen Göttingen angeschossen worden. Foto: picture alliance/dpa | Stefan Rampfel
Schüsse auf Polizisten
 

Clanmitglieder dürfen Göttingen nicht mehr betreten

Nach den Schüssen auf einen Polizisten in Göttingen greift die Polizei gegen Angehörige zweier Großfamilien durch. 64 Personen erhalten Aufenthaltsverbote oder Meldeauflagen – teils dürfen sie die Stadt nicht mehr betreten.
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GÖTTINGEN. Die Polizei hat nach den Schüssen auf einen Beamten in Göttingen Maßnahmen gegen 64 Angehörige zweier Großfamilien verhängt. Insgesamt wurden 40 Aufenthaltsverbote und 24 Meldeauflagen ausgesprochen. Die Aufenthaltsverbote gelten teils für einzelne Bereiche der Stadt, teils für das gesamte Stadtgebiet. Hintergrund ist eine gewaltsame Auseinandersetzung am 13. Juni am Rand der Göttinger Innenstadt. Dort waren zwei rivalisierende Großfamilien aneinandergeraten.

Im Verlauf der Eskalation soll ein 16 Jahre alter Tatverdächtiger mit einer Pistole geschossen und einen 26 Jahre alten Polizisten lebensgefährlich verletzt haben. Der Beamte war mehrere Tage später außer Lebensgefahr.

Die Polizei will mit den Maßnahmen verhindern, dass die Familien erneut aufeinandertreffen. Zugleich sollen Kontrollen und sichtbare Polizeipräsenz das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken. Wer von einer Meldeauflage betroffen ist, muss sich regelmäßig bei der Polizei melden. Verstöße gegen Aufenthaltsverbote können als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. Die Ermittlungen laufen weiter. Nach Angaben der Polizei wird im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung gegen 49 Tatverdächtige ermittelt. Der Vorwurf lautet unter anderem auf schweren Landfriedensbruch. Außerdem werden Daten von rund 70 sichergestellten Handys ausgewertet.

Clan-Mitglied stellte sich der Polizei

Die Eskalation hatte sich offenbar bereits Tage zuvor abgezeichnet. Schon vor den Schüssen waren in der Innenstadt rund 20 Personen aus den beiden Familien aneinandergeraten. Dabei wurde ein Mann verletzt. Auf einem Video des Einsatzes ist zu sehen, wie Menschen hinter einer Mauer Schutz suchen. Ein Polizist duckt sich hinter einem Streifenwagen. Dann sind Schüsse zu hören. Der mutmaßliche Schütze stellte sich einige Tage später der Polizei. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Mit den Aufenthaltsverboten und Meldeauflagen versucht die Polizei nun, die Lage in Göttingen unter Kontrolle zu halten. Die Maßnahmen gelten je nach Betroffenem für ein bis drei Monate.

Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Ein Polizeibeamter war bei einem Einsatz zwischen zwei rivalisierenden Gruppen angeschossen worden, die nach bisherigen Erkenntnissen schon zuvor miteinander in Konflikt geraten waren. Für die Ermittler ist der Fall noch lange nicht abgeschlossen. (rr)

Polizisten und Polizeifahrzeuge stehen hinter einer Absperrung. Ein Polizist ist bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im niedersächsischen Göttingen angeschossen worden. Foto: picture alliance/dpa | Stefan Rampfel
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