PARIS. Ein 14jähriger Algerier terrorisiert in Paris seit Wochen Touristen, Radfahrer und Passanten – und stellt seine Aktionen in sozialen Netzwerken zur Schau. Der Jugendliche wurde nach französischen Medienberichten innerhalb weniger Tage zweimal festgenommen.
Der junge Migrant treibt sein Unwesen vor allem am Canal Saint-Martin. Er nennt sich selbst „Hamza La Douane“ – auf deutsch etwa „Hamza der Zollbeamte“.
Meist ist er mit einer Wasserpistole unterwegs und verlangte von Autofahrern und Passanten zwei Euro Wegzoll. Als Vorbild nennt er korrupte Zollbeamte in Algerien: Wer zahle, werde nicht kontrolliert und könne weiterfahren. „Ich habe dieselbe Idee“, sagte er gegenüber Medien. Von Reue keine Spur: „Meistens entschuldige ich mich nicht, ich spritze und renne weg.“ Mehrere seiner Aktionen gingen bereits viral. In einem Video stößt der Jugendliche eine Frau im Bikini in den Kanal, während sie sich sonnt. In anderen Aufnahmen fährt er mit einem gestohlenen Barstuhl auf einem E-Scooter, wirft einen Stuhl ins Wasser, stiehlt eine Getränkedose oder spritzt einen Polizisten mit Wasser an.
🔴🇫🇷 𝗙𝗟𝗔𝗦𝗛 𝗜𝗡𝗙𝗢 — « Déviation pour les poissons »
Tout juste sorti de garde à vue, Hamza, dit « La Douane », jette un panneau de signalisation dans le canal Saint-Martin, sous le regard amusé de certains Parisiens. pic.twitter.com/r4hQokhPmV
— Bastion (@BastionMediaFR) July 2, 2026
Hamza und seine Bande werden zum Politikum
Die Polizei nahm den Jugendlichen erstmals am 27. Juni wegen Vandalismus fest. Vier Tage später wurde er erneut festgenommen. Diesmal ging es nach Angaben französischer Medien um schweren Diebstahl, Beleidigung von Beamten und Widerstand gegen die Polizei. Er soll zu einer Gruppe von etwa 20 weiteren Migranten gehört haben, die ein Mobiltelefon gestohlen und anschließend vor den Beamten geflüchtet sind.
Der Fall hat in Frankreich eine politische Debatte ausgelöst. Der Abgeordnete Julien Odoul vom Rassemblement National kritisierte, Linke sprächen von einem netten Jungen, der am Canal Saint-Martin nur Wasserschlachten veranstalte. „Wie lange werden wir die Taten dieses Gesindels noch dulden?“, fragte Odoul auf X.
La haine anti-Blanc ordinaire
Voilà ce que porte Hamza la Douane.
Et il n’a que 14 ans.Son éducation est un naufrage.
La responsabilité des parents est totale. L’éducation commence à la maison ⬇️ pic.twitter.com/haSPMEg4Js
— GrenouilleNRV 🇫🇷🇪🇺🇺🇦🇮🇱🪐🚀☀️🌴 (@Europitrus) July 3, 2026
Seinem Vater ist egal, was Hamza treibt
Die Anwältin des Jugendlichen, Elsa Marcel, stellt ihren Mandanten dagegen als Opfer dar. Der 14jährige sei Ziel von Belästigungen, rassistischen Beleidigungen und Drohungen geworden. Aus „Wasserschlachten und Spielen eines Kindes“ sei innerhalb weniger Stunden eine nationale Kontroverse gemacht worden, erklärte Marcel, die sich sonst auch vor allem für die Rechte von Palästinensern in Paris stark macht.
Sie drohte zudem mit Anzeigen gegen Personen, die den Jugendlichen beleidigt hätten. Zu den konkreten Vorwürfen gegen ihren Mandanten äußerte sie sich bislang nicht.
Auch die Rolle der Eltern sorgt für Kritik. Der Algerier lebt abwechselnd bei Mutter und Vater in Paris. Sein Vater soll die Aktionen heruntergespielt haben. Der Jugendliche selbst sagte, sein Vater lasse ihn in Ruhe, weil er nichts Schlimmes tue. „Ich bespritze nur Leute und ab und zu die Polizei. Meine Mutter weiß nichts davon.“






