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Niedersachsen: Schüsse und sechs Tote in Stade – Terrortat ausgeschlossen

Niedersachsen: Schüsse und sechs Tote in Stade – Terrortat ausgeschlossen

Niedersachsen: Schüsse und sechs Tote in Stade – Terrortat ausgeschlossen

25.03.2024 - 1. Prozesstag gegen Daniela Klette. Der mutmaßlichen RAF-Terroristin wird versuchter Mord und die Beteiligung an bewaffneten Raubüberfällen vorgeworfen, die vor dem Landgericht Verden im Oberlandesgericht Celle in Niedersachsen verhandelt wird. Im Bild: Vermummte Einsatzkräfte der Polizei sichern das Gerichtsgebäude ab. In Stade kam es zu Gewalt. Foto: Noah Wedel
25.03.2024 - 1. Prozesstag gegen Daniela Klette. Der mutmaßlichen RAF-Terroristin wird versuchter Mord und die Beteiligung an bewaffneten Raubüberfällen vorgeworfen, die vor dem Landgericht Verden im Oberlandesgericht Celle in Niedersachsen verhandelt wird. Im Bild: Vermummte Einsatzkräfte der Polizei sichern das Gerichtsgebäude ab. In Stade kam es zu Gewalt. Foto: Noah Wedel
Vermummte Einsatzkräfte der Polizei: In Stade fallen Schüsse und es kommt zu Toten. Foto: picture alliance / Noah Wedel | Noah Wedel (Symbolbild)
Niedersachsen
 

Schüsse und sechs Tote in Stade – Terrortat ausgeschlossen

In Stade fallen am Montag Schüsse in der Nähe einer Jugendhilfeeinrichtung. Die Polizei spricht von sechs Toten und drei Festgenommenen, zudem sollen die Täter einen persönlichen Bezug zum Tatort haben. Was bisher bekannt ist.
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STADE. Im niedersächsischen Stade sind am Montag mehrere Personen durch Schüsse getötet worden. Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT bestätigte die Polizeidirektion Lüneburg zunächst fünf Tote sowie mehrere Verletzte. Einem Sprecher zufolge seien zwei Personen festgenommen worden, darunter der mutmaßliche Schütze. Inzwischen korrigierte die Polizei diese Angaben. Ein weiteres Opfer, ein Mann, starb demnach im Krankenhaus, zudem wurde eine weitere Person festgenommen.

Es sollen mindestens zehn bis 15 Schüsse gefallen sein, bei den Opfern soll es sich nach Polizeiangaben ausschließlich um Erwachsene handeln. Weitere Opfer befinden sich noch in Lebensgefahr, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

„Einen terroristischen Hintergrund können wir ausschließen“, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg der JUNGEN FREIHEIT zunächst mit. Ob es sich um einen Amoklauf handle, konnte er hingegen nicht bestätigen. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.“ Zudem bestätigte die Polizei, dass die Tat in der örtlichen Jugendhilfeeinrichtung geschehen war. Nach mehreren Medieninformationen befindet sich diese in der Dankersstraße, dabei handelt es sich um ein Eltern-Kind-Zentrum.

Laut dem Spiegel soll die Tat einen „Beziehungshintergrund“ gehabt haben. Demnach gebe es persönliche Bezüge zum Tatort. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigte die Polizei, dass es sich um eine „erweiterte Familientragödie“ handele. Das Motiv gehe allerdings nicht „in Richtung Femizid“.

Italiens Außenminister „besorgt“ über die Tat in Stade

Zur Identität der mutmaßlichen Täter machte die Polizei bisher keine Angaben. Auf Nachfrage des Nachrichtenportals „Nius“ wollte sie nicht sagen, welcher Nationalität die Festgenommenen waren. Es sei irrelevant für die Tat, hieß es. Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Ein Video, das in den Sozialen Medien kursiert, soll den Polizeieinsatz am Tatort zeigen.

Wie der Fernsehsender RTL berichtet, gibt es den Ermittlern zufolge keinen Zusammenhang zur Clankriminalität. Laut „Focus online“ sollen ein Mann und eine Frau versucht haben, in einem Auto zu flüchten. Ein Polizist soll „Anhalten, stehen bleiben“ gerufen haben, das Auto sei jedoch weitergefahren. Der Beamte soll anschließend über den Polizeifunk gehört haben, wie die Polizei „Brustschuss“ und „Kopfschuss“ gerufen und geschossen habe.

Die Bluttat sorgt international für Bestürzung. So drückte etwa Italiens Außenminister Antonio Tajani seine Anteilnahme aus. „Ich verfolge mit tiefer Besorgnis die Nachrichten aus Stade in Deutschland“, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst X. Ebenso solidarisierte er sich mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU), den Familien der Opfer und allen, die vor Ort involviert seien. (st/kuk)

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Vermummte Einsatzkräfte der Polizei: In Stade fallen Schüsse und es kommt zu Toten. Foto: picture alliance / Noah Wedel | Noah Wedel (Symbolbild)
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