Anzeige
Anzeige

Abgeordnetenhauswahl: CDU verliert deutlich in einer neuen Berlin-Umfrage

Abgeordnetenhauswahl: CDU verliert deutlich in einer neuen Berlin-Umfrage

Abgeordnetenhauswahl: CDU verliert deutlich in einer neuen Berlin-Umfrage

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU): Wegen eines Tennisspiels während des Stromnetz-Anschlags im Januar unter Druck. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
Abgeordnetenhauswahl
 

CDU verliert deutlich in einer neuen Berlin-Umfrage

Kein leichtes Spiel für Kai Wegner: In einer neuen Umfrage zur Berliner Abgeordnetenhauswahl verliert seine CDU spürbar. Die AfD leistet sich hingegen ein enges Dreier-Rennen um Platz zwei.
Anzeige

BERLIN. Ein halbes Jahr vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin muss die CDU laut einer neuen Umfrage mit deutlichen Verlusten rechnen. Mit 23 Prozent würde sie im Vergleich zur Wahl 2023 über fünf Prozentpunkte verlieren, wie aus einer Befragung des Instituts Civey für den Tagesspiegel hervorgeht. Zugleich bleibt die Partei des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner damit stärkste Kraft in der Bundeshauptstadt.

Deutlich hinzugewinnen würde hingegen die AfD. Mit 16 Prozent liegt die Partei nun erstmals in einer Civey-Umfrage für Berlin auf Platz zwei, vor drei Jahren kam sie auf 9,1 Prozent. Gleichauf liegen die Linkspartei mit einem Gewinn von 3,8 Prozentpunkten und die mitregierende SPD mit einem Verlust von 2,4 Prozentpunkten.

Den Einzug ins Abgeordnetenhaus würden auch die Grünen mit 15 Prozent schaffen, 2023 waren sie mit 18,4 Prozent gleich stark wie die Sozialdemokraten und übernahmen die Oppositionsführung. Dagegen würden das BSW mit vier Prozent und die FDP mit drei Prozent draußen bleiben.

Die AfD und die Linkspartei gewinnen deutlich hinzu. Grafik: JF

Kai Wegner muss Fragen zum Blackout in Berlin beantworten

Laut der Umfrage profitieren die AfD und die Linkspartei deutlich vom Wahlverhalten in Ostberlin. Erstere liegt demnach wie die CDU bei 21 Prozent, dahinter kommen die Linke mit 19 Prozent und die Grünen mit 14 Prozent. Die SPD erreicht hier nur acht Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als das BSW.

Dagegen sind die Sozialdemokraten zweitstärkste Kraft im Westen der Stadt, mit 20 Prozent und einem Abstand von fünf Prozentpunkten zur führenden CDU. Dahinter folgen die Grünen mit 15 Prozent, die AfD mit 14 Prozent und die Linkspartei mit 13 Prozent. Das BSW kommt hier lediglich auf drei Prozent. Kein Ost-West-Gefälle zeigt sich hingegen bei der FDP, die in beiden Teilen der Hauptstadt drei Prozent erreicht.


Seit Anfang des Jahres muss sich Wegner für sein Handeln während des linksextremen Anschlags auf das Berliner Stromnetz verantworten. Zuletzt hatte der Tagesspiegel berichtet, der CDU-Regierungsschef habe entgegen seinen Behauptungen keine Telefonate mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesinnenministerium geführt (JF berichtete). Erst nach seinem Tennisspiel habe er am frühen Nachmittag die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) zurückgerufen. Wegner kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an. Berlin wählt am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus. (kuk)

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU): Wegen eines Tennisspiels während des Stromnetz-Anschlags im Januar unter Druck. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles