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Theater-Schauprozeß in Hamburg: AfD-Verbot? Star-Journalist Martenstein warnt vor „Ende der Demokratie“

Theater-Schauprozeß in Hamburg: AfD-Verbot? Star-Journalist Martenstein warnt vor „Ende der Demokratie“

Theater-Schauprozeß in Hamburg: AfD-Verbot? Star-Journalist Martenstein warnt vor „Ende der Demokratie“

Publizist Harald Martenstein hält beim Prozeß gegen Deutschland eine Brandrede gegen ein AfD-Verbot. Die Verbotsbefürworter attackiert er scharf.
Publizist Harald Martenstein hält beim Prozeß gegen Deutschland eine Brandrede gegen ein AfD-Verbot. Die Verbotsbefürworter attackiert er scharf.
Publizist Harald Martenstein (r.) während seiner Rede im Thalia Theater in Hamburg. Foto: Screenshot JF
Theater-Schauprozeß in Hamburg
 

AfD-Verbot? Star-Journalist Martenstein warnt vor „Ende der Demokratie“

Bei einem Theaterstück über die AfD hält der bekannte Journalist Harald Martenstein eine regelrechte Brandrede. Ein Verbot der Partei würde Deutschland in ein „autoritäres Regime“ verwandeln. Die Verbotsbefürworter attackiert er heftig.
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HAMBURG. Der langjährige Zeit- und heutige Bild-Kolumnist Harald Martenstein hat in einer vielbeachteten Rede eindringlich vor einem Verbot der AfD gewarnt. Durch ein Verbot der Partei würde sich Deutschland zu einem „autoritären Regime“ verwandeln, machte er im Thalia Theater in Hamburg deutlich. Dort findet an diesem Wochenende ein Theaterstück mit dem Titel „Prozeß gegen Deutschland“ statt, in dem ein Verbotsverfahren gegen die AfD simuliert wird. Sowohl Befürworter als auch Gegner eines Verbots wie Martenstein kommen zu Wort.

Der Publizist sprach vom „Ende der Demokratie“, sollte die AfD verboten werden. Derzeit würden im Westen Deutschlands 20 Prozent der Wähler die Partei wählen, im Osten 35 bis 40 Prozent. Die Meinung dieser „großen und noch wachsenden Teile des Bevölkerung“ solle offenbar „für die Politik in Zukunft keine Rolle mehr spielen“.

Martenstein attackiert Verbotsbefürworter

Ferner kritisierte Martenstein den inflationären Gebrauch des Nazi-Vorwurfs: „Es ist inzwischen völlig klar, daß ‘Nazi’ ein moderner Sammelbegriff für alle ist, die nicht an den Sieg des Sozialismus glauben oder an die Wokeneß.“ Wer alle Rechten ‘Nazis’ nenne, nur weil sie keine Linken seien, sei „wirklich ein historischer Analphabet.

Den Verbotsbefürwortern warf er vor: „Sie wissen, daß Sie nicht das Vierte Reich verhindern, sondern daß Sie lediglich Ihren politischen Konkurrenten ausschalten wollen.“ Die Begründung ‘Wir retten die Demokratie’ sei „historisch gesehen eine der beliebtesten bei denen, die sie abgeschafft haben“.

Probleme lösen statt AfD-Verbot

„Sie müssen sich, gegen Ihr Naturell, damit abfinden, daß es in einem freien Land mit freien Wahlen nicht immer so läuft, wie Sie es möchten“, fuhr er fort. „Falls Sie das überfordert, liegt das Problem bei Ihnen und nicht bei denen, die anders denken als Sie.“

Ans Ende seiner Rede stellte Martenstein eine Aufzählung politischer Probleme auf: die Migrationspolitik, die innere Sicherheit, marode Schulen sowie die schwache Wirtschaft. Wenn man diese Probleme anginge, wäre es „ein Kinderspiel, die AfD kleinzuhalten“, betonte er. „Mehr muß es nicht sein.“ (dh)

Publizist Harald Martenstein (r.) während seiner Rede im Thalia Theater in Hamburg. Foto: Screenshot JF
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