Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Foto: picture alliance/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
Resettlement

„Neustart im Team“: Regierung holt weitere Flüchtlinge nach Deutschland

BERLIN. Mit einem neuen Pilotprogramm will die Bundesregierung weitere Flüchtlinge nach Deutschland holen. Das Projekt „Neustart im Team“ hat sich nach den Worten der Staatsministerin für Integration, Annette Widmann-Mauz (CDU), zum Ziel gesetzt, „Menschen, die dringend Schutz bedürfen, eine legale Möglichkeit“ zu geben, nach Deutschland zu kommen.

Am Donnerstag kamen die ersten beiden „besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge“ als Teil des Programms nach Deutschland. Es handelt sich hierbei um zwei Syrerinnen, die nach Auskunft der Bundesregierung von einer Mentorengruppe betreut werden.

AfD-Anfrage zu Resettlement-Programm

Widmann-Mauz lobte deren Arbeit: „Mit ihrem großen Engagement sind sie für Schutzbedürftig eine wichtige Stütze, in Deutschland Fuß zu fassen.“ Die Koordination des Programms liegt in den Händen des Bundesinnenministeriums, das dabei wiederum auf Erfahrungen aus Kanada und Großbritannien aufbauen will.

Am Donnerstag waren durch eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Steffen Kotré neue Zahlen zur Neuansiedlung von Flüchtlingen durch die Bundesregierung bekannt geworden. Deutschland hatte sich im Dezember vergangenen Jahres bereit erklärt, mit dem EU-Resettlement-Programm der Neuansiedlung ausgewählter Flüchtlinge zuzustimmen.

Im Oktober waren unter anderem 154 Somalis als Teil des Programms nach Deutschland gekommen. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage hervorgeht, die der JUNGEN FREIHEIT vorliegt, hat Deutschland für 2018 und 2019 die Neuansiedlung von bis zu 10.200 solcher Flüchtlinge zugesagt, darunter auch 6.000 aus Flüchtlingslagern in der Türkei. (tb)

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Foto: picture alliance/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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