Vorstoß zum Nationalfeiertag

Migrantenverbände fordern „Tag der deutschen Vielfalt“

BERLIN. Mehrere Einwandererverbände haben sich für einen „Tag der deutschen Vielfalt“ ausgesprochen. Mit diesem Gedenktag sollen parallel zum Tag der Deutschen Einheit die positiven Aspekte von Deutschland als Einwanderungsland gewürdigt werden. „Es ist wichtig, daß die Wiedervereinigung jedes Jahr symbolisch gefeiert wird“, heißt es in dem Appell, den die Verbände gemeinsam mit den „Neuen Deutschen Organisationen“ veröffentlichten, einem Netzwerk von Vereinen, die für Teilhabe und gegen Rassismus eintreten, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.

Gleichzeitig gaben die Verbände zu bedenken, daß die deutsche Einheit zu sehr „aus einer rein weißen Sicht“ betrachtet werde. Die „Bindestrichdeutschen“ in Ost und West würden dabei oft vergessen, heißt es in dem Schreiben mit Blick auf Menschen mit Einwanderungshintergrund.

Dabei sei die deutsche Einheit für diese Personengruppe zum Teil mit „rassistischen Erfahrungen“ verbunden gewesen. Unterzeichner des Aufrufs sind unter anderem die Türkische Gemeinde in Deutschland, der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, der Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine und die Iranische Gemeinde. (tb)

Antifa-Mitglieder demonstrieren vor einer Asylbewerberunterkunft in Eisenhüttenstadt gegen die NPD Foto: picture alliance/ dpa

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