Europaweite Fahndung

G20-Ausschreitungen: Razzien in mehreren Bundesländern

HAMBURG. Die Polizei hat im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den G20-Krawallen in Hamburg am Dienstag Wohnungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfahlen durchsucht. Wie eine Polizeisprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, wurde dabei im Hamburger Stadtteil Winterhude ein 35 Jahre alter Deutscher verhaftet.

Außerdem hat die Polizei eine europaweite öffentliche Fahndung gegen drei Männer und eine Frau gestartet. Sie sollen an einer Serie von Brandstiftungen beteiligt gewesen sein, bei der allein ein Schaden von 1,5 Millionen Euro entstand.

Nach diesen vier Personen sucht die Polizei nun europaweit Foto:picture alliance/Christian Charisius/dpa

Im Mittelpunkt der Maßnahme standen laut Polizei und Staatsanwaltschaft Tatverdächtige, die bei der „Welcome to Hell“-Demonstration an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligt gewesen sein sollen.

Während des Treffens der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten vor mehr als einem Jahr hatten Gipfelgegner zum Teil gewaltsam protestiert. Sie setzten Autos in Brand, plünderten Geschäfte und griffen Polizeibeamte an. Die Krawalle hatten einen Schaden von zwölf Millionen Euro verursacht.

Vergleichbare Razzien hatte es zuvor auch im Ausland gegeben. Die Sonderkommission „Schwarzer Block“ der Hamburger Polizei leitete bereits 3.400 Ermittlungsverfahren ein. Sie sucht weiter nach Verdächtigen. (jo)

Polizisten gehen am 08.07.2017 nach Ausschreitungen während des G20 Gipfels im Schanzenviertel durch Hamburg. Foto: picture alliance / Michael Kappeler/dpa

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