Frankreich

Polizei nimmt Rädelsführer der G20-Krawalle fest

HAMBURG/COMMERCY. Die Polizei hat zwei mutmaßliche Rädelsführer der G20-Krawalle festgenommen. Eine 25jährige und ein 35 Jahre alter Mann seien am Mittwoch morgen von der Sonderkommission „Schwarzer Block“ in der französischen Stadt Commercy verhaftet worden, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.

Beide sollen während des G20-Gipfels eine Gruppe Linksextremer durch Arm- und Handzeichen zu Gewaltaktionen angeleitet haben. Die beiden Verhafteten hätten zudem „aus diesem Schwarzen Block heraus begangene Straftaten zielgerichtet gegen die einschreitenden Polizeibeamten gelenkt haben“. Dabei sollen 40 Polizeibeamte verletzt worden sein.

Die Polizei durchsuchte dem Bericht zu Folge in Zusammenarbeit mit französischen Kollegen neben den Wohnungen der beiden Franzosen auch einen linksextremen Szenetreff. Die Beamten stellten bei den Durchsuchungen demnach mutmaßliche Tatkleidung, Mobiltelefone und diverse Datenträger sicher. Der 35jährige sei den französischen Behörden bereits als „gewalttätiger Umweltaktivist“ bekannt gewesen. 

G20-Ausschuß will „Rote Flora“-Führung befragen

Unterdessen sollen zwei Köpfe des linksextremen Szenehauses „Rote Flora“ vor dem G20-Ausschuß in der Hamburgischen Bürgerschaft aussagen. Die Hamburger CDU lud „Flora“-Sprecher Andreas Blechschmidt und Anwalt Andreas Beuth für Donnerstag nachmittag ins Rathaus.

Dort sollen sie „zu ihrer Verantwortung für die Gewalteskalation beim G20-Gipfel befragt werden“, teilte die CDU mit. „Die Extremisten aus der ‘Roten Flora’ stehen für die gewalttätigen Ausschreitungen beim G20-Gipfel in der Verantwortung“, begründete CDU-Innenpolitiker Dennis Gladiator den Schritt. Dem Ausschußvorsitzenden Milan Pein (SPD) zufolge gibt es bislang keine Rückmeldung von Blechschmidt und Beuth, ob sie zu dem Termin erscheinen, berichtet der NDR. Es handele sich um keine bindende Vorladung. (ls)

Ausschreitungen während des G20-Gipfels Foto: picture alliance

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