2017

Fast 21.000 Abschiebungen gescheitert

BERLIN. Im vergangenen Jahr sind fast 21.000 Abschiebungen aus Deutschland gescheitert. Der häufigste Grund der 20.869 fehlgeschlagenen Rückführungen war die „nicht erfolgte oder verspätete Zuführung“, berichtet die Bild-Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Zahlen aus Sicherheitskreisen.

In 9.213 Fällen scheiterten Abschiebungen auf dem Flugweg am Tag des Abflugs, weil die Betroffenen nicht angetroffen wurden, Atteste über Flugunfähigkeit hatten oder Einspruch einlegten.

314 Mal verweigerten Piloten die Mitnahme. Diese könnten die Beförderung abgelehnter Asylbewerber verweigern, wenn Passagiere „aggressiv“ seien, die „Sicherheit anderer Passagiere gefährden“ oder „mit körperlichen Auseinandersetzungen zu rechnen ist, da sich der Passagier schon aggressiv zeigte und Anweisungen nicht befolgte“, sagte ein Sprecher der Piloten-Gewerkschaft Cockpit dem Blatt.

2017 wurden 25.671 Rückführungen aus Deutschland vollzogen. Der Großteil davon auf dem Luftweg. Im Jahr davor waren es 25.375. (ls)

Abschiebung: Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug Foto: dpa

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