Angriff auf Ost-Ghuta
Rauchschwaden nach einem Angriff auf Arbin in Ost-Ghuta Ende Februar Foto: picture alliance / AA
Ost-Ghuta

Rußland: Mutmaßlicher Giftgasanschlag in Syrien war inszeniert

NEW YORK/DAMASKUS. Rußland hat die mutmaßliche Giftgasattacke am Samstag in Syrien als einen von Rebellen inszenierten Vorfall bezeichnet. Berichte über den mutmaßlichen Angriff, bei dem Beobachtern zufolge mehr als 150 Menschen getötet und rund 1.000 verletzt wurden, seien „Fake News“, sagte Rußlands UN-Botschafter Wassili Nebensja laut der Nachrichtenagentur dpa.

Er rief Vertreter der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen auf, am Dienstag in die von Rebellen kontrollierte Stadt Duma in Ost-Ghuta zu reisen und sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Russische Ermittler hätten keine Belege für einen Giftgasangriff gefunden. Zudem hätten Bewohner keine chemische Attacke bestätigt. „Wir begrüßen diesen Besuch so bald wie möglich“, erwiderte Syriens UN-Botschafter Baschar al-Dschafari.

Trump schließt militärische Schritte nicht aus

Die Vereinigten Staaten machen indes Syriens Präsident Baschar al-Assad für die mutmaßliche Giftgasattacke verantwortlich und schließen militärische Schritte nicht aus. Zudem kritisierte US-Präsident Donald Trump offen die russische Schutzmacht Assads und ihren Präsidenten Vladimir Putin.

„Präsident Putin, Rußland und Iran sind verantwortlich für die Rückendeckung des Tieres Assad“, schrieb Trump auf Twitter. In den nächsten 24 bis 48 Stunden werde man eine „bedeutende Entscheidung“ treffen, sagte Trump am Montag am Rande einer Kabinettssitzung. Ähnlich hatte sich zuvor Verteidigungsminister James Mattis geäußert. (ls)

Rauchschwaden nach einem Angriff auf Arbin in Ost-Ghuta Ende Februar Foto: picture alliance / AA

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

aktuelles