Hamburg und Freiburg

Razzia: Wichtige linksextreme Szenetreffs wurden nicht durchsucht

HAMBURG. Nach der deutschlandweiten Razzia gegen die linksextreme Szene wegen der Ausschreitungen beim G20-Gipfel hat sich die CDU verwundert darüber gezeigt, daß die „Rote Flora“ in Hamburg nicht auf der Liste der Fahnder stand.

„Ich bin verwundert, daß die Rote Flora als Hotspot des Linksextremismus in Hamburg nicht durchsucht wurde“, sagte der Vorsitzende der Hamburger CDU-Bürgerschaftsfraktion, André Trepoll der Nachrichtenagentur dpa. Schließlich habe auch Bürgermeister Olaf Scholz (SPD ) das linksextreme Zentrum als „Dreh- und Angelpunkt für die G-20-Krawalle“ ausgemacht.

Auch die KTS in Freiburg, ein weiterer wichtiger Anlaufpunkt für die linksextreme Szene in ganz Deutschland, wurde nicht durchsucht. Und das, obwohl klare Verbindungen zwischen dem autonomen Zentrum und den Verantwortlichen der verbotenen Internetseite linksunten.indymedia bestanden, auf der die gewaltbereite linksextreme Szene zu den Ausschreitungen in Hamburg mobilisiert hatte.

Szene war möglicherweise gewarnt

Die Polizei war am Dienstag in acht Bundesländern mit einer Razzia gegen mutmaßliche G20-Randalierer vorgegangen. Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge waren Mitglieder der linksextremen Szene aber über die bevorstehende Razzia informiert. In Textnachrichten wurde seit Montag nachmittag über Mobiltelefone gewarnt, „daß morgen oder übermorgen bundesweit Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit BlockG20 stattfinden. Aufräumen, Elektrogeräte ausmachen und in andere Wohnungen bringen“, zitiert die Zeitung eine dieser Nachrichten.

Auch auf Twitter rieten linksextreme Accounts bereits am Montag abend dazu, die Wohnungen aufzuräumen, Kleidungsstücke wegzuschaffen und die Computerverschlüsselung zu prüfen. (krk)

„Rote Flora“ in Hamburg Foto: picture alliance/ZUMA Press

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