Razzia
Razzia: In Garmisch-Partenkirchen wurden nach einer Hausdurchsuchung 19 Asylbewerber festgenommen (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa

Gefälschte Ausweise und Sozialleistungsbetrug
 

Mehrere Festnahmen in bayerischer Asylbewerberunterkunft

GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Die Polizei hat am Montag 19 Asylbewerber in einer Unterkunft an der bayerisch-österreichischen Grenze festgenommen. Mitarbeiter der Ausländerbehörde und Polizisten fanden bei der Hausdurchsuchung unter anderem gefälschte Identitätspapiere. Bei der Razzia wurden zudem gefährliche Gegenstände und Diebesgut gefunden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit.

Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte an der Aktion in der Asylunterkunft beteiligt. Der sogenannte Abrams-Komplex beherbergt rund 250 Asylbewerber. Neben etlichen Einsatzzügen aus der Region waren auch Beamte der Kriminalpolizei, der Schleierfahndung sowie Diensthundeführer bei dem fünfstündigen Einsatz vor Ort.

Wieder auf freiem Fuß

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, Sozialleistungsbetrugs, möglichen Verstößen gegen das Asylverfahrensgesetzt und das Aufenthaltsgesetz. Auch Haschisch und ein angeblich gefundener deutscher Reisepaß wurden entdeckt.

Zwei Männer, „welche in der Vergangenheit als ’Rädelsführer’ in der Gemeinschaftsunterkunft auch strafrechtlich in Erscheinung traten“, seien zudem in eine andere Unterkunft verlegt worden, teilte die Polizei weiter mit.

Brandbrief warnte schon vor Wochen

Die zuvor festgenommenen Personen befinden sich wieder auf freiem Fuß, gegen sie wird aber weiter ermittelt.

Bereits vor vier Wochen hatte die Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer (SPD) einen Brief veröffentlicht, in dem sie die untragbaren Zustände in der Unterkunft anprangerte. Die meist allein reisenden afrikanischen Männer, die im Abrams-Komplex untergebracht sind, seien durch Schlägereien und Sachbeschädigung aufgefallen. (vi)

Razzia: In Garmisch-Partenkirchen wurden nach einer Hausdurchsuchung 19 Asylbewerber festgenommen (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa
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