Grünen-Politiker

Beck lobt Ehrenfelder Moschee als „Wahrzeichen“ von Köln

BERLIN. Der religionspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, hat die DITIB-Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld als „neues Wahrzeichen“ der Domstadt gewürdigt. „Als Kölner sage ich: Ich freue mich über die architektonisch gelungene Moschee der DITIB in Ehrenfeld. Es ist ein neues Wahrzeichen unserer Stadt. Auch wenn man sich bei der Fertigstellung anscheinend ein Beispiel am Dom zu nehmen scheint“, schrieb Beck auf Facebook.

Der Grundstein der DITIB-Zentralmoschee war im November 2009 gelegt worden. Die Baukosten wurden damals mit 17 Millionen Euro veranschlagt. Im Frühjahr 2011 feierte man Richtfest. Da sich die türkische Religionsbehörde jedoch mit dem beauftragten Architekten zerstritt, verzögerte sich die Fertigstellung der Großmoschee mit ihren beiden 55 Meter hohen Minaretten. Die Baukosten sollen sich bislang auf geschätzt 35 Millionen Euro belaufen. Wann die Moschee eingeweiht wird, ist offen.

Beck: AfD vergiftet gesellschaftliches Klima

Anlaß von Becks Lob der Moschee ist die Islam-Kritik der AfD. Diese hatte sich auf ihrem Parteitag in Stuttgart Anfang Mai für ein Minarettverbot in Deutschland ausgesprochen. Gleiches galt für die Auslandsfinanzierung von Moscheebauten in der Bundesrepublik. Beck hielt AfD-Chefin Frauke Petry daher vor, mit ihrem „Islam-Bashing“ das gesellschaftliche Klima zu vergiften.

„Wer den Muslimen würdige Gotteshäuser nach ihren Vorstellungen, also auch mit Minarett, verbieten will, hat mit islamistischen Vorstellungen von der Religionsfreiheit mehr gemein, als er sich eingestehen will“, kritisierte der Grünen-Politiker (krk)

Volker Beck bei einer Demonstration gegen Homophobie, Gewalt und Zwangsverheiratung in Berlin Foto: picture alliance/dpa

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