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Morddrohungen

Lucke empört über Angriffe auf AfD-Wahlkämpfer

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Bernd Lucke: Drohungen auch gegen Kinder Foto: JF

BERLIN. Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hat die zunehmenden Übergriffe auf Wahlkämpfer der Partei heftig kritisiert. „Wer auf Gewalt und Zerstörung setzt, um seiner Sache Gehör zu verschaffen, der hat den Boden der Demokratie längst verlassen“, sagte Lucke.

Die Plakatzerstörungen und körperlichen Übergriffe seien „eine Ohrfeige für jeden Demokraten“. Hintergrund ist eine Kampagne der Grünen Jugend und linksextremen Gruppierungen, die in den vergangenen Tagen dazu aufgerufen hatten, den Wahlkampf der Euro-Kritiker zu verhindern.

Kinder von AfD-Mitgliedern bedroht

Besonders in Göttingen nimmt die Gewalt gegen die Partei zu. In den vergangenen Tagen wurde in der niedersächsischen Stadt das Haus eines AfD-Mitgliedes mit Benzin begossen. Mitglieder des Kreisvorstands erhalten nach einem Bericht der Welt auch Morddrohungen. „Wenn Du weitermachst, dann werden wir Dich kaltmachen“, soll einem Beisitzer gedroht worden sein. Und weiter: „Wenn Du bei der AfD bleibst, dann werden wir Dein Kind morgens zur Schule begleiten.“ Der Bedrohte habe daraufhin die Partei verlassen.

Bereits am vergangenen Wochenende versuchten gewalttätige Linksextremisten in Göttingen, einen Wahlkampfstand der Partei zu stürmen. Die Polizei mußte die etwa 20 Angreifer „mittels einfacher körperlicher Gewalt“ an Übergriffen hindern. „Einsatzkräfte konnten schließlich nur durch starke Präsenz rund um den Wahlkampfstand eine unmittelbare Konfrontation zwischen den Gegendemonstranten und den Standbetreibern verhindern“, teilte die Göttinger Polizei mit. Die Göttinger AfD spielt mittlerweile mit dem Gedanken, den Wahlkampf abzubrechen.

Linksextremisten wollten Wahlkampfstand stürmen

Auch in Berlin wurden in den vergangenen Tagen immer wieder Wahlplakate der AfD zerstört. Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg attackierten Anhänger der linken Szene ein Wahlkämpfer der Partei und traktierten sie mit Schlägen. Die stellvertretende Sprecherin der Alternative, Frauke Petry, zeigte sich schockiert.

„Die Leute, die hier am Werk sind, haben ein tief gestörtes Demokratieempfinden. Tätliche Angriffe und Drohungen gegen Leib und Leben sind völlig inakzeptabel. Die Vorkommnisse in Göttingen erinnern an die schlimmsten Zeiten der Weimarer Republik“, sagte Petry. Sie forderte von Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender im Bundestag und Direktkandidat der Grünen in Göttingen, sich „klar von diesen undemokratischen Umtrieben zu distanzieren“.

Unterdessen hat auch der Göttinger Kreisverband der Grünen Stellung zu den Vorgängen bezogen. „Die AfD Göttingen hat ein offenkundiges Abgrenzungsproblem nach rechts”, heißt es in einer Stellungnahme. Auch Demonstrationen ihres Jugendverbandes hält die Partei für gerechtfertigt. „Wir lehnen allerdings jegliche Zerstörung des Eigentums der AfD strikt ab. Demokratische Spielregeln müssen eingehalten werden!” (ho)

JF-Dossier zur Alternative für Deutschland

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