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Jugendliche Moslems neigen zu antisemitischen Einstellungen

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Grünen-Chef Cem Özdemir Foto: Privat

BERLIN. Antisemitische Ressentiments sind unter jugendlichen Moslems in Deutschland weit verbreitet. Zu diesem Schluß kommt eine Studie der Amadeu-Antonio-Stiftung, die am Montag in Berlin vom Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir vorgestellt wird.

Vor allem rechtsextreme Türken und Araber, deren Verwandte vom Nahost-Konflikt betroffen seien, neigten zu antisemitischen Einstellungen. Gegenüber der Frankfurter Rundschau forderte Özdemir die Vertreter muslimischer Verbände auf, klare Kante zu zeigen. „Wer sich gegen Juden stellt und wer sich gegen das Existenzrecht Israels stellt, der kann nicht Bündnis- oder Gesprächspartner sein.“

Antisemitische Denkweisen „in der muslimischen Community“

Man müsse zur Kenntnis nehmen, daß antisemitische Denkweisen nicht mehr nur am „rechten Rand oder bei linken sogenannten Antiimperialisten“ zu finden sind, sondern auch „in der muslimischen Community“, sagte der Grünen-Chef.

Nach einer Studie des Bundesinnenministeriums von 2007 tendieren muslimische Schüler überdurchschnittlich stark zu antisemitischen Vorurteilen. So habe beispielsweise über ein Viertel (26,7 Prozent) der befragten Moslems unter 25 Jahren die Auffassung vertreten, Juden seien überheblich und geldgierig.

Im vergangenen November sorgte der Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche für Empörung, als er nach einer Abstimmung im Bundestag forderte, wer Antisemitismus wirkungsvoll bekämpfen wolle, müsse islamische Zuwanderung stoppen.

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