Anzeige
Anzeige

Sieben Ukrainer festgenommen: Nach Eklat um Geldtransporter bestellt Kiew Ungarns Botschafter ein

Sieben Ukrainer festgenommen: Nach Eklat um Geldtransporter bestellt Kiew Ungarns Botschafter ein

Sieben Ukrainer festgenommen: Nach Eklat um Geldtransporter bestellt Kiew Ungarns Botschafter ein

Im Streit über einen von Ungarn blockierten EU-Kredit droht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Danach werden sieben ukrainische Begleiter eines Geldtransporters in Ungarn festgenommen. Fotomontage: IMAGO / Sven Simon
Im Streit über einen von Ungarn blockierten EU-Kredit droht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Danach werden sieben ukrainische Begleiter eines Geldtransporters in Ungarn festgenommen. Fotomontage: IMAGO / Sven Simon
Im Streit über einen von Ungarn blockierten EU-Kredit droht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Danach werden sieben ukrainische Begleiter eines Geldtransporters in Ungarn festgenommen. Fotomontage: IMAGO / Sven Simon
Sieben Ukrainer festgenommen
 

Nach Eklat um Geldtransporter bestellt Kiew Ungarns Botschafter ein

Ungarn nimmt sieben Mitarbeiter einer ukrainischen Staatsbank fest und beschlagnahmt Millionen sowie Gold. Kiew bestellt daraufhin den ungarischen Botschafter ein.
Anzeige

WIEN/BUDAPEST/KIEW. Ungarische Behörden haben sieben Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Sparkasse festgenommen (die JF berichtete). Der Fall hat inzwischen diplomatische Spannungen ausgelöst: Das ukrainische Außenministerium bestellte den ungarischen Botschafter ein und verlangt eine Erklärung. Die ungarische Polizei stoppte in der vergangenen Woche zwei Geldtransporter mit den Bankmitarbeitern und beschlagnahmte Bargeld sowie Gold.

Nach Angaben der ukrainischen Seite handelt es sich um Euro- und Dollarscheine im Gesamtwert von umgerechnet 69 Millionen Euro sowie neun Goldbarren zu je einem Kilogramm. Ungarn erhob zeitweise Geldwäschevorwürfe gegen die Begleiter des Transports.

In Kiew reagierte die Regierung empört. In einer Protestnote wirft das Außenministerium Ungarn unter anderem Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention vor. Den ungarischen Behörden werden illegale Festnahmen, Einschüchterung und übermäßige Gewaltanwendung vorgeworfen. Zudem habe man ukrainischen Konsularbeamten trotz eines offiziellen Antrags zunächst keinen Zugang zu den Festgenommenen gewährt. Die ukrainische Oschadbank erklärte, der Transport sei Teil eines internationalen Abkommens gewesen. Bargeld und Gold seien nach internationalen Transportvorschriften und europäischen Zollbestimmungen befördert worden.

Raiffeisen wegen Geldtransporter in Erklärungsnot

Auch in Österreich hat der Vorfall inzwischen politische Reaktionen ausgelöst. Internationale Medienberichte sowie ukrainische Behörden nannten die Raiffeisen Bank International (RBI) als Vertragspartner des Transports. Der Konzern dementierte eine Beteiligung zunächst, räumte sie später jedoch ein.

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz kritisierte dieses Kommunikationsverhalten scharf. „Die Raiffeisen Bank hat gestern dem Anschein nach auf einem Nebenschauplatz – zumindest nach Informationen und durch mehrere Medien belegt – versucht, ihre Spuren und Beteiligung am Vorfall komplett zu ‚verneinen’.“

Schnedlitz betonte zugleich, der Bank keine Straftaten zu unterstellen, forderte jedoch vollständige Transparenz über die Hintergründe des Transports sowie die Rolle der beteiligten Personen. (rr)

Im Streit über einen von Ungarn blockierten EU-Kredit droht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Danach werden sieben ukrainische Begleiter eines Geldtransporters in Ungarn festgenommen. Fotomontage: IMAGO / Sven Simon
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles